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Monday, November 02, 2026

Streit um Verfassungsgericht in Polen: Premier Tusk wirft Präsident Nawrocki „gewaltsame Konfrontation“ vor

TAGESSPIEGEL: Tusk fordert Nawrocki auf, rechtmäßig gewählte Richter zu bestätigen. Die Eskalation der Lage könne Polen „sehr teuer“ zu stehen kommen.

In der eskalierten Krise um das Verfassungsgericht in Polen hat Ministerpräsident Donald Tusk Staatschef Karol Nawrocki aufgefordert, die vom Parlament ernannten neuen Richter zu bestätigen. „Der Präsident möge die vom Sejm rechtmäßig gewählten Richter anerkennen, wie es die Verfassung vorsieht, und diese mögen ihre Ämter am Verfassungsgericht antreten“, erklärte Tusk am Montag im Onlinedienst X. Tusk warf Nawrocki vor, eine „gewaltsame Konfrontation“ zu suchen. Diese könne Polen „sehr teuer“ zu stehen kommen.

Seit Freitagabend ist der Streit um das Verfassungsgericht in Polen eskaliert: Anhänger der nationalkonservativen Opposition marschierten zum Sitz des Gerichts in Warschau und versuchten, Polizeiabsperrungen zu durchbrechen, Präsident Nawrocki brach eine Afrika-Reise ab und verschaffte sich Zutritt zum Gerichtsgebäude. » | Tagesspiegel | Montag, 2. November 2026

Tuesday, October 13, 2026

Polen 39. Wie deutsche Soldaten zu Mördern wurden | Doku HD Reupload | ARTE

Oct 13, 2026 | Bereits im Polenfeldzug 1939 eröffnet die Wehrmacht einen Vernichtungskrieg – auch gegen die Zivilbevölkerung. Die Dokumentation geht der Frage nach, wie in kürzester Zeit aus "ganz gewöhnlichen Männern" Kriegsverbrecher werden konnten – und warum einige Wenige sich dem mörderischen Geschehen doch widersetzt haben.

Der Zweite Weltkrieg ist nur wenige Stunden alt, da werden bereits die ersten Verbrechen verübt: „Ganz normale“ deutsche Soldaten brennen polnische Dörfer nieder und ermorden Zivilisten. Die Bilanz des Polenfeldzugs: Über 15.000 Zivilisten werden im September und Oktober 1939 von SS und Wehrmacht getötet. Es ist der „Auftakt zum Vernichtungskrieg“, wie der Historiker Jochen Böhler schreibt. Die Wehrmacht führt von Anfang an einen verbrecherischen Krieg – doch warum ist das so?

Dieser Frage geht die Dokumentation auf den Spuren von drei Akteuren des Polenfeldzuges nach: Der Frontsoldat Walter K., der Reservist Wilm H. sowie der SS-Mann Erich E. haben Tagebücher und Briefe hinterlassen, in denen sie ihre Erfahrungen und Motive schildern. Wie unter einem Brennglas geben diese drei Geschichten Einblick in das Denken und Handeln deutscher Soldaten von damals. Daneben hat auch die berühmte Regisseurin Leni Riefenstahl einen Auftritt, die im September 1939 Augenzeugin eines Massakers in Polen wurde. Die Dokumentation schildert die Kämpfe an der Front, geht auf die Mord-Aktionen der SS ein, erzählt aber auch von den Gesten der Menschlichkeit, die es bei Soldaten wie Wilm H. gegeben hat. Doch auch sie können nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Feldzug nur einem Ziel dient: Die „lebendige Kraft“ des polnischen Staates soll zerstört werden, wie Adolf Hitler in einem Treffen mit der Wehrmachtsführung im August 1939 erklärte.

Im Stil einer modernen Graphic Novel erzählt der Film von den Wegmarken des Polenfeldzugs und zeigt, was die Akteure auf deutscher Seite damals angetrieben hat. Erklärgrafiken und Landkarten stellen Zusammenhänge her, Archivfilme beleuchten die Hintergründe, ein interdisziplinäres Forscherteam – Historiker, Soziologen, Psychologen aus Deutschland und Polen – analysiert, wie die Wehrmacht bereits im Polenfeldzug ihr Gewissen verloren hat.

Dokumentation von Alexander Hogh und Jean-Christoph Caron (D 2019, 52 Min)
Video auf YouTube verfügbar bis 31/08/2027


Sunday, October 11, 2026

Anschlag gegen Tusk und Verteidigungsminister geplant? Polen ruft Sicherheitsbehörden zusammen

BERLINER ZEITUNG: Polens Polizei hat Hinweise auf einen möglichen Anschlag auf zwei Regierungsmitglieder erhalten. Sicherheitsbehörden sollen die Angaben prüfen, eine Krisensitzung findet statt.

Dieses Bild stammt aus diesem Artikel. | Polens Ministerpräsident Donald Tusk. Polnische Behörden prüfen Hinweise auf einen möglichen Anschlag auf ihn und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz. | © Yurii Rylchuk/Ukrinform/imago

Die polnische Polizei hat Informationen über einen möglichen Anschlag auf Ministerpräsident Donald Tusk und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz erhalten. Das teilte die Sprecherin des Innenministeriums, Karolina Gałecka, am Sonntag auf X mit. Innenminister Marcin Kierwiński und der für die Geheimdienste zuständige Minister Tomasz Siemoniak hätten daraufhin Maßnahmen angeordnet.

Welche Informationen bei der Polizei eingingen und wie konkret die mögliche Bedrohung ist, wurde zunächst nicht bekannt. Die bisher veröffentlichten Angaben belegen keinen bereits unternommenen Anschlagsversuch. Auch zu möglichen Verdächtigen oder Vorbereitungen für eine Tat machten die Behörden zunächst keine Angaben.

Nach Informationen des polnischen Nachrichtenportals Wirtualna Polska werden die Hinweise innerhalb der Regierung ernst genommen. Das Portal beruft sich auf nicht namentlich genannte Regierungskreise, die die Wahrscheinlichkeit eines Anschlags als erheblich eingeschätzt hätten. Woraus sich diese Einschätzung ergibt, blieb offen. Die Behörden bestätigten sie zunächst nicht öffentlich. » | Sophie Barkey | Sonntag 11. Oktober 2026

À LIRE AUSSI:

En Pologne, le chef du gouvernement Donald Tusk et le ministre de l’Intérieur visés par une « possible tentative d’assassinat » : Une réunion d’urgence a lieu ce dimanche au Centre antiterroriste de Varsovie, après les menaces à l’encontre des membres du gouvernement. »

Friday, October 09, 2026

Der Nazi, der den Pianisten Wladyslaw Szpilman & andere Juden rettete - Wilhelm Hosenfeld

May 2, 2024 | Wilhelm Hosenfeld war ein deutscher Heeresoffizier, dessen Leben die einfache Einteilung in Täter und Retter im Zweiten Weltkrieg infrage stellt. Während seines Dienstes im besetzten Polen erlebte er die Zerstörung Warschaus, die Verfolgung der Juden und den moralischen Zerfall der deutschen Herrschaft. Dennoch entschied er sich – unter erheblichem persönlichen Risiko – jenen zu helfen, die von dem Regime verfolgt wurden, dem er offiziell diente. 1895 in Hünfeld geboren, wuchs Hosenfeld in einer katholischen Familie auf und ließ sich zum Lehrer ausbilden. Wie viele Deutsche seiner Generation unterstützte er zunächst Adolf Hitlers Aufstieg und trat der SA sowie später der NSDAP bei. Seine Haltung veränderte sich jedoch grundlegend nach dem Überfall auf Polen 1939 und seiner Versetzung nach Warschau, wo er den größten Teil des Krieges blieb und bis zum Hauptmann aufstieg. Dort wurde Hosenfeld Zeuge der brutalen Realität der Besatzung: der Errichtung und späteren Zerstörung des Warschauer Ghettos, der Massendeportationen, des Hungers und der Erschießungen. Tief erschüttert hielt er seine Gedanken in geheimen Tagebüchern fest. Darin verurteilte er die NS-Verbrechen und bekannte offen seine Scham über das Handeln Deutschlands. Entscheidend war jedoch, dass er nicht nur schrieb – er handelte. Hosenfeld half polnischen Zivilisten, schützte Priester, unterstützte Mitglieder des Widerstands und rettete mehrere Juden, indem er ihnen falsche Papiere, Nahrung und Arbeitsstellen verschaffte.

Seine bekannteste Rettungstat ereignete sich 1944. In den Ruinen der zerstörten Stadt entdeckte er den ausgehungerten jüdischen Pianisten Władysław Szpilman. Anstatt ihn festzunehmen, versorgte Hosenfeld ihn mit Lebensmitteln, Kleidung und einem sicheren Versteck – eine Tat, die später im Film Der Pianist weltweite Bekanntheit erlangte. Nach Kriegsende geriet Hosenfeld in sowjetische Gefangenschaft. Er wurde misshandelt und zu 25 Jahren Arbeitslager verurteilt. Trotz der Fürsprache von Überlebenden, die er gerettet hatte, kam es nie zu seiner Freilassung. 1952 starb er in der Haft. 2008 erkannte Yad Vashem Wilhelm Hosenfeld posthum als „Gerechten unter den Völkern“ an. Seine Geschichte wirft bis heute die Frage auf, wie individuelles Gewissen selbst innerhalb eines verbrecherischen Systems bestehen kann.

Haftungsausschluss: Alle Meinungen und Kommentare unten stammen von Mitgliedern der Öffentlichkeit und spiegeln nicht die Ansichten des World History Channel wider. Wir tolerieren nicht das Fördern von Gewalt oder Hass gegen Einzelpersonen oder Gruppen aufgrund von Merkmalen wie Rasse, Nationalität, Religion, Geschlecht und sexueller Orientierung. World History hat das Recht, Kommentare zu überprüfen und zu löschen, wenn sie als unangemessen erachtet werden.

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Thursday, October 08, 2026

Warum Polen und die Ukraine um ihre Vergangenheit streiten | Tracks East | ARTE

Oct 8, 2026 | Zwischen Polen und der Ukraine ist ein Streit um die Vergangenheit entbrannt, seit sich eine ukrainische Militäreinheit in "Helden der UPA" benannte, der ukrainischen Aufstandsarmee. In Polen wird sie für Massaker an polnischen Zivilisten im Zweiten Weltkrieg verantwortlich gemacht, in der Ukraine gilt sie vielfach als Symbol des Widerstands gegen die Sowjetunion.

Seit eine ukrainische Militäreinheit sich "Helden der ukrainischen Aufstandsarmee" (UPA) genannt hat, ist das Verhältnis zwischen Warschau und Kiew auf einem Tiefpunkt. Denn in Polen steht die historische UPA vor allem für die Massaker an polnischen Zivilisten in Wolhynien und Ostgalizien während des Zweiten Weltkriegs. Schätzungen zufolge wurden dabei bis zu 100.000 Menschen ermordet. In der Ukraine dagegen wird die UPA von vielen als Symbol des Unabhängigkeitskampfes verehrt: Ihre Kämpfer wollten einen eigenen ukrainischen Staat – während des Zweiten Weltkriegs und danach im Kampf gegen die sowjetische Herrschaft.

"Tracks East" begibt sich auf Spurensuche und begleitet in Wolhynien ein Team von polnischen und ukrainischen Forensikern, das Opfer der Massaker von 1943 exhumiert, damit sie eine würdige Bestattung erhalten. Mit dabei: Der Historiker Leon Popek, dessen Familie von den Bluttaten betroffen war. Auch Karolina Romanowskas Familie war von den Massakern betroffen. Sie setzt sich für Versöhnung ein und wendet sich gegen eine Instrumentalisierung der Wolhynien-Opfer für politische Zwecke.

Fast alle Parteien im polnischen Sejm fordern von der Ukraine, die Verbrechen der UPA anzuerkennen und sich von Nationalistenführer Stepan Bandera zu distanzieren – andernfalls könne sie nicht Mitglied der EU werden. Kiew wiederum will sich nicht vorschreiben lassen, wie es den eigenen Unabhängigkeitskampf, die UPA und Bandera erinnern soll. Wer in Polen vor allem als Täter gilt, wird in der Ukraine von vielen als Kämpfer für die Unabhängigkeit verehrt.

Magazin (D 2026, 30 Min)
Video auf YouTube verfügbar bis 10/10/2027


Wednesday, September 30, 2026

Der Nazi, der den Pianisten Wladyslaw Szpilman & andere Juden rettete - Wilhelm Hosenfeld

May 2, 2024 | Wilhelm Hosenfeld war ein deutscher Heeresoffizier, dessen Leben die einfache Einteilung in Täter und Retter im Zweiten Weltkrieg infrage stellt. Während seines Dienstes im besetzten Polen erlebte er die Zerstörung Warschaus, die Verfolgung der Juden und den moralischen Zerfall der deutschen Herrschaft. Dennoch entschied er sich – unter erheblichem persönlichen Risiko – jenen zu helfen, die von dem Regime verfolgt wurden, dem er offiziell diente. 1895 in Hünfeld geboren, wuchs Hosenfeld in einer katholischen Familie auf und ließ sich zum Lehrer ausbilden. Wie viele Deutsche seiner Generation unterstützte er zunächst Adolf Hitlers Aufstieg und trat der SA sowie später der NSDAP bei. Seine Haltung veränderte sich jedoch grundlegend nach dem Überfall auf Polen 1939 und seiner Versetzung nach Warschau, wo er den größten Teil des Krieges blieb und bis zum Hauptmann aufstieg. Dort wurde Hosenfeld Zeuge der brutalen Realität der Besatzung: der Errichtung und späteren Zerstörung des Warschauer Ghettos, der Massendeportationen, des Hungers und der Erschießungen. Tief erschüttert hielt er seine Gedanken in geheimen Tagebüchern fest. Darin verurteilte er die NS-Verbrechen und bekannte offen seine Scham über das Handeln Deutschlands. Entscheidend war jedoch, dass er nicht nur schrieb – er handelte. Hosenfeld half polnischen Zivilisten, schützte Priester, unterstützte Mitglieder des Widerstands und rettete mehrere Juden, indem er ihnen falsche Papiere, Nahrung und Arbeitsstellen verschaffte.

Seine bekannteste Rettungstat ereignete sich 1944. In den Ruinen der zerstörten Stadt entdeckte er den ausgehungerten jüdischen Pianisten Władysław Szpilman. Anstatt ihn festzunehmen, versorgte Hosenfeld ihn mit Lebensmitteln, Kleidung und einem sicheren Versteck – eine Tat, die später im Film Der Pianist weltweite Bekanntheit erlangte. Nach Kriegsende geriet Hosenfeld in sowjetische Gefangenschaft. Er wurde misshandelt und zu 25 Jahren Arbeitslager verurteilt. Trotz der Fürsprache von Überlebenden, die er gerettet hatte, kam es nie zu seiner Freilassung. 1952 starb er in der Haft. 2008 erkannte Yad Vashem Wilhelm Hosenfeld posthum als „Gerechten unter den Völkern“ an. Seine Geschichte wirft bis heute die Frage auf, wie individuelles Gewissen selbst innerhalb eines verbrecherischen Systems bestehen kann.

Haftungsausschluss: Alle Meinungen und Kommentare unten stammen von Mitgliedern der Öffentlichkeit und spiegeln nicht die Ansichten des World History Channel wider. Wir tolerieren nicht das Fördern von Gewalt oder Hass gegen Einzelpersonen oder Gruppen aufgrund von Merkmalen wie Rasse, Nationalität, Religion, Geschlecht und sexueller Orientierung. World History hat das Recht, Kommentare zu überprüfen und zu löschen, wenn sie als unangemessen erachtet werden.


Wednesday, September 02, 2026

1. September 1939: Hitlers Angriff auf die Welt | SPIEGEL TV | Reupload

Aug 31, 2024 | Am frühen Morgen des 1. September 1939 eröffnet die SMS Schleswig-Holstein das Feuer auf die Halbinsel Westerplatte bei Danzig. Fast zeitgleich greift die deutsche Luftwaffe die Kleinstadt Wieluń südwestlich von Łódź an. Mit dem deutschen Überfall auf Polen beginnt der Zweite Weltkrieg. Von Anfang an wird dieser Konflikt mit großer Brutalität geführt und fordert tausende zivile Opfer. Obwohl die Wehrmacht das Nachbarland binnen weniger Wochen besiegt, verläuft der Feldzug nicht so reibungslos wie erwartet: Die Polen leisten erbitterten Widerstand.

Die Dokumentation wirft einen ausführlichen Blick auf verschiedene Aspekte des Überfalls und verdeutlicht die Auswirkungen des Feldzugs auf den weiteren Kriegsverlauf.


Monday, June 15, 2026

Deutschland: Der kranke Mann Europas?

Jun 15, 2026 | Deutschland galt lange als das Land, zu dem alle aufschauten: wirtschaftlich stark, politisch stabil, der Motor Europas. Doch was, wenn diese Erzählung nicht mehr stimmt? Wenn die Erfolgsgeschichten inzwischen woanders geschrieben werden? Während wir über Rezession, Bürokratie und den Verlust unseres Wohlstands diskutieren, entstehen anderswo in Europa Erfolgsgeschichten, die hierzulande kaum jemand wahrnimmt. Länder, die noch vor wenigen Jahrzehnten als arm, krisengeschüttelt oder hoffnungslos rückständig galten, wachsen plötzlich schneller, ziehen Menschen und Investitionen an und scheinen optimistischer in die Zukunft zu blicken als wir selbst. Was machen sie anders? Was können wir von ihnen lernen? Und: Schaffen wir das überhaupt noch?

Thursday, April 16, 2026

Sikorski: Polen lehnt beschleunigten EU-Beitritt der Ukraine ab

BERLINER ZEITUNG: Polens Außenminister Radosław Sikorski hofft auf eine geänderte Haltung Ungarns gegenüber der Ukraine. Für einen EU-Beitritt müsse das Land jedoch „alle Bedingungen erfüllen“.

Screenshot stammt aus diesem Zeitungsartikel. | Polens Außenminister Radosław Sikorski | ZUMA Press/imago

Der polnische Außenminister Radosław Sikorski hat einem verkürzten EU-Beitrittsverfahren für die Ukraine eine Absage erteilt. „In der (Europäischen) Kommission ist ein Vorschlag für eine Mitgliedschaft über eine Abkürzung aufgetaucht. Das wird nicht passieren“, sagte Sikorski dem Radiosender RMF FM.

Damit antwortete er laut der digitalen ukrainischen Zeitung New Voice of Ukraine auf eine Frage zur Position des designierten ungarischen Ministerpräsidenten Péter Magyar, der zuvor erklärt habe, er unterstütze einen beschleunigten Beitritt der Ukraine nicht. Sikorski sagte weiter: „Wir sind der Ansicht, dass die Ukraine alle Bedingungen erfüllen muss, genau wie wir es mussten.“ » | Anika Schlünz | Donnerstag, 16. April 2026

Wednesday, March 25, 2026

Milchbars in Polen | ARTE Re:

Mar 24, 2026 | Zwischen Pfannkuchen und Kompott: Polens Milchbars sind für viele Menschen mehr als nur günstige Kantinen mit traditionellen Gerichten – sie sind sozialistischer Kult und Kindheitserinnerung. Und angesichts der steigenden Lebenshaltungskosten bieten Milchbars Zuflucht für eine Gesellschaft, in der Armut immer sichtbarer wird.

Seit über 40 Jahren gibt es in Kielce die Milchbar Jagienka. Die Arbeit von Agata Bogulak beginnt früh am Morgen: Kartoffeln schälen, Piroggen füllen, Suppen ansetzen – bevor mittags bis zu 400 Gäste kommen. Studenten, Arbeiter, Familien aus dem Viertel. Die Milchbar wurde erst vor Kurzem komplett renoviert. Die sozialistische Einrichtung musste neuem weichen, doch die Gerichte sind die gleichen geblieben. Viele "Kantinen für Alle" sind im Wandel zur kultigen Milchbar.

Polens "Milchbars" sind ein sozialistisches Relikt. Verteilt im ganzen Land bieten die einfachen Kantinen polnische Hausmannskost an – bis heute. Lange hat der Staat die Milchbars subventioniert, so dass sich jeder für wenig Geld eine warme Mahlzeit leisten kann. In den vielen Küchen der Milchbars arbeiten vor allem Rentnerinnen wie Wanda Szyszko. Die 73-Jährige hilft in der Stettiner Milchbar Kogel Mogel in der Küche aus. Die Milchbar bietet ihre Gerichte sehr günstig an, weil die Stadt sie mitfinanziert und die Supermärkte Lebensmittel spenden. Doch selbst diese günstigen Preise werden für viele zur Herausforderung.

Auch in Bydgoszcz sieht Pfarrer Sławomir Bar, wie seine älteren Gemeindemitglieder sparen: zuerst beim Essen. Genau deswegen will er die erste "soziale Milchbar" Polens eröffnen, direkt in seiner Kirche. Die kirchliche Milchbar ist für Menschen über 65 Jahre gedacht, deren Rente nicht zum Leben reicht. Warmes Essen für umgerechnet ein bis zwei Euro – und weniger Einsamkeit im Alter.

Reportage (D 2025, 30 Min)
Video verfügbar bis zum 22/02/2031


Monday, October 27, 2025

Polens Frauen zwischen "Tradwife" und Karriere | ARTE Re:

Oct 27, 2025 | Kaja lebt in Krakau, ist gläubige Katholikin, traditionelle Mutter und Hausfrau aus Überzeugung. Edyta führt einen Reiterhof, jongliert Kinder, Tiere und ihre krisenhafte Beziehung. Magda leitet mit ihrem Partner Kacper, Workshops um Frauen zu helfen ihre Stimmen zu finden. Drei junge polnische Frauen, drei Lebensmodelle. Wohin entwickeln sich weibliche Rollenbilder in Polen?

Kaja lebt mit ihrem Mann und den beiden Kindern in Krakau. Man könnte sie – dem aktuellen Social Media Trend entsprechend – eine Tradwife nennen. Doch sie wehrt sich gegen den Begriff: Sie ist Hausfrau, nicht für Klicks oder aus Zwang, sondern aus Überzeugung. Für sie ist Mutterschaft Berufung, Fürsorge eine Haltung. Kaja sieht sich deshalb auch eher als „Matka Polka“, einem traditionellen, religiös geprägten polnischen Frauenbild aus dem 19 Jahrhundert entsprechend. Der Annahme von der unterdrückten Frau setzt sie das Bild der selbstbestimmten Hausfrau entgegen. Ganz anders lebt Edyta auf ihrem eigenen Reiterhof bei Posen. Sie balanciert Reitstunden, Stall ausmisten, die Erziehung ihrer zwei Töchter und ihre krisenhafte Ehe. Nur selten findet sie Zeit, um im Sattel abzuschalten, denn ihr hektischer Alltag stellt Edyta von früh bis spät vor große Herausforderungen. Sind Familie und Selbstbestimmtheit überhaupt zu vereinbaren?

Magda und Kacper sind beide 30, Schauspieler, und wollen bald heiraten. Gemeinsam leiten sie in einem entlegenen Haus in Niederschlesien den Workshop. „Mit voller Stimme“ der sich explizit an Frauen richtet. Aus ihrer Sicht waren Frauen zu lange zu leise, haben keine Grenzen gezogen. Jetzt sollen sie laut sein und ihre Stimme (wieder-)finden. Im Workshop sind Magda und Kacper ein Team – doch wie sieht es aus, wenn es um ihre gemeinsame Zukunft geht? Was verändert Hochzeit und Familie? Und wie wollen sie sich künftig aufstellen? Polen verändert sich – langsam, widersprüchlich. Und mittendrin: die Frage nach Selbstverwirklichung.

Reportage (D 2025, 31 Min)
Video verfügbar bis zum 08/10/2026



La version française est ici.

Wednesday, October 15, 2025

Polens Außenminister: Ukraine plant für drei weitere Jahre Krieg

BERLINER ZEITUNG: Radosław Sikorski warnt, Russland könne Ziele tief in Europa treffen. Er fordert den Aufbau einer Drohnenmauer und sagt, die Ukraine plane den Krieg auf weitere drei Jahre.

Der polnische Außenminister Radosław Sikorski hat Europa eindringlich davor gewarnt, die Bedrohung durch Russland zu unterschätzen. In London zeigte er eine in der Ukraine abgeschossene Shahed-136-Drohne und forderte, man müsse sich auf mögliche vorbereiten. Laut Sikorski sei Russland in der Lage, „Ziele tief in Europa zu treffen“. Es wäre „unverantwortlich“, keine Verteidigungsmaßnahmen wie eine „Drohnenmauer“ entlang der Ostflanke aufzubauen, sagte der Außenminister laut Reuters.

Zugleich rief Sikorski die europäischen Partner auf, ihre Unterstützung für die Ukraine langfristig auszurichten. Kiew plane den Krieg auf „weitere drei Jahre“, sagte er, und nannte die Einschätzung „vernünftig“. Europa müsse Russlands Präsident Wladimir Putin überzeugen, „dass wir bereit sind, diesen Kurs mindestens für diese drei Jahre beizubehalten“, zitierte ihn Reuters. » | Alexander Schmalz | Mittwoch, 15. Oktober 2025

Sunday, June 22, 2025

Rechtsruck in Polen – Ängste, Sorgen & Polarisierung | DW Reporter

Jun 22, 2025 | Polens neuer Präsident polarisiert. Die einen feiern den Nationalisten Karol Nawrocki, andere befürchten Rückschritte – etwa beim Thema LGBTQ und Abtreibung. Die Euphorie war groß im Herbst 2023: Donald Tusk hatte die Parlamentswahl gewonnen. Die rechtspopulistische Regierung war nach acht Jahren abgewählt. Polen galt als Musterfall dafür, dass ein Kurswechsel weg vom Nationalismus zurück zur solidarischen Gesellschaft möglich ist. Nun aber steht all das in Frage: Der populistische Kandidat Karol Nawrocki hat die Präsidentenwahl überraschend gewonnen und sofort angekündigt, der liberalen Regierung das Leben schwer zu machen.

Wednesday, January 29, 2025

Niklas Frank: «Mein Vater war ein Nazi-Verbrecher» | Sternstunde Religion | SRF Kultur

Jan 28, 2025 | Niklas Frank wächst von 1939 bis 1945 im von Deutschland besetzten Polen auf. Sein Vater Hans Frank ist einer der Hauptverantwortlichen für die Verbrechen der Nationalsozialisten im Zweiten Weltkrieg. Wie lebt man im Schatten eines solchen Vaters? Und wie geht man mit familiärer Kriegsschuld um?

Eine Kindheit im fremden Polen, aber in Luxus und Pomp, das erlebte Niklas Frank bis zu seinem sechsten Lebensjahr. Dann befreiten die Amerikaner Polen von der deutschen Besatzung, suchten und verhafteten die Nazi-Schergen und stellten sie vor das Internationale Militärtribunal in Nürnberg. Elf wurden zum Tod durch den Strang verurteilt, unter ihnen Hans Frank, Generalgouverneur von Polen, Hitlers Anwalt in zahlreichen Prozessen und damit politisch verantwortlich für die Deportation und Hinrichtung Hunderttausender Menschen.

Mit knapp 50 Jahren beginnt der Autor und Journalist Niklas Frank, sich intensiver mit seinem Vater und dessen Taten auseinanderzusetzen. Obsessiv durchforstet er Akten, Briefe, Fotos und schreibt sich hasserfüllt von der Seele, was er Vater und Mutter nie sagen konnte. Olivia Röllin fragt anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau: Wie geht man mit vergangener Schuld und einer solchen Familiengeschichte um? Was verbindet uns mit unseren Vorfahren, wie kann die Erinnerung an die Shoah lebendig gehalten werden und was passiert, wenn es eines Tages keine Zeitzeugen mehr gibt?

Sternstunde Religion vom 26.01.2025


Tuesday, July 02, 2024

Scholz verspricht Hilfen wegen NS-Verbrechen in Polen

Jul 2, 2024 | Bundeskanzler Olaf Scholz hat mehr Hilfen für die Opfer der NS-Besatzung angekündigt. Auch die deutsch-polnische Zusammenarbeit in der Verteidigung soll verstärkt werden.

Friday, September 29, 2023

Dicke Luft zwischen Polen und der Ukraine | ARTE Europa - Die Woche

Sep 29, 2023 | Es sind kleine Körner, doch sie Sorgen für mächtig Ärger: Weil Polen am Importstopp für Getreide aus der Ukraine festhält, um mitten im Wahlkampf nicht die eigenen Landwirte zu verärgern, eskaliert der Streit zwischen beiden Nachbarländern. Polen will zunächst keine neuen Waffen an Kiew mehr liefern - ein Tabubruch. Bröckelt nun die Solidarität mit der Ukraine?

Monday, September 25, 2023

Warschau wirft Scholz Einmischung vor

ÄUSSERUNGEN ZUR VISA-AFFÄRE

FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG: Laut Justizminister Ziobro will der deutsche Bundeskanzler den polnischen Oppositionsführer Tusk im Wahlkampf unterstützen. Scholz hatte am Wochenende von Polen Aufklärung in der Visa-Affäre verlangt.

Die polnische Regierung wirft Bundeskanzler Olaf Scholz wegen Äußerungen zur Visa-Affäre eine Einmischung in den Wahlkampf vor. „Die Zuständigkeit des Bundeskanzlers betrifft eindeutig nicht das laufende Verfahren in Polen“, schrieb Außenminister Zbigniew Rau am Sonntagabend auf der Plattform X. „Äußerungen in diesem Zusammenhang deuten auf einen Versuch hin, sich in die inneren Angelegenheiten des polnischen Staates und den laufenden Wahlkampf in Polen einzumischen.“ » | Von Niklas Zimmerman | Montag, 25. September 2023

Wednesday, April 19, 2023

So gedenkt Bundespräsident Steinmeier dem Aufstand im Warschauer Ghetto

Streamed live 5 hours ago | Vor 80 Jahren begann der Aufstand im Warschauer Ghetto. Jüdinnen und Juden kämpften gegen die deutschen Besatzer, um ihre Deportation zu verhindern. Verfolgen Sie die Gedenkrede von Bundespräsident Steinmeier live.

Monday, December 05, 2022

Kaczynski prangert deutsche „Dominanz“ in Europa an

VORSITZENDER DER PIS

FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG: Als Vorsitzender der Regierungspartei PiS bestimmt Jaroslaw Kaczynski den Ton der polnischen Politik. Einmal mehr kritisiert er Deutschland.

Der Vorsitzende der polnischen Regierungspartei PiS, Jaroslaw Kaczynski, hat eine deutsche „Dominanz“ in Europa angeprangert. Deutschland wolle heute mit friedlichen Methoden die Pläne verwirklichen, die es einst mit militärischen Mitteln habe umsetzen wollen, sagte Kaczynski am Samstag bei einem Auftritt im Südwesten Polens. » | Quelle: AFP | Sonntag, 4. Dezember 2022

Saturday, November 19, 2022

Der Zweite Weltkrieg (Teil 1): Überfall auf Polen | SPIEGEL TV

May 1, 2020 | Mit dem Polenfeldzug beginnt am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg. Um 4.45 Uhr eröffnet das Linienschiff "Schleswig-Holstein" das Feuer auf polnische Befestigungen auf der Westerplatte vor der Freien Stadt Danzig.

Nach dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der deutschen Wehrmacht erklären Frankreich und Großbritannien dem Deutschen Reich zwei Tage später den Krieg. Die letzten polnischen Truppen kapitulierten am 6. Oktober 1939. Das Datum gilt als Ende des Polenfeldzugs. Die polnische Armee hatte den Tod von 120.000 Soldaten zu beklagen. 917.000 mussten den Weg in die Kriegsgefangenschaft antreten.



Teil 2 befindet sich hier; und Teil 3, hier.