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Thursday, May 14, 2026

1944: Ohne Strafe, ohne Reue — So lebten diese NS-Verbrecher vor dem Kriegsende

May 14, 2026 | 1944 – das Jahr, in dem das NS-Vernichtungssystem seinen grausamsten Höhepunkt erreichte. Über 430.000 ungarische Juden deportiert, Gaskammern rund um die Uhr in Betrieb – und die Männer dahinter? Sie frühstückten, schrieben Berichte, planten ihre Karrieren. Mengele, Barbie, Eichmann, Stangl, Rauff: Wer waren diese Männer wirklich – und wie konnten sie jahrzehntelang frei leben?

In diesem Video rekonstruieren wir ihren Alltag im Jahr 1944 – und verfolgen, was danach geschah: Flucht, Verstecke, Prozesse und Straflosigkeit. Einer hingerichtet, zwei frei gestorben, das Recht jahrzehntelang blockiert. Wie funktioniert ein System des Völkermords – und warum versagte die Justiz so oft?


Wednesday, January 29, 2025

Niklas Frank: «Mein Vater war ein Nazi-Verbrecher» | Sternstunde Religion | SRF Kultur

Jan 28, 2025 | Niklas Frank wächst von 1939 bis 1945 im von Deutschland besetzten Polen auf. Sein Vater Hans Frank ist einer der Hauptverantwortlichen für die Verbrechen der Nationalsozialisten im Zweiten Weltkrieg. Wie lebt man im Schatten eines solchen Vaters? Und wie geht man mit familiärer Kriegsschuld um?

Eine Kindheit im fremden Polen, aber in Luxus und Pomp, das erlebte Niklas Frank bis zu seinem sechsten Lebensjahr. Dann befreiten die Amerikaner Polen von der deutschen Besatzung, suchten und verhafteten die Nazi-Schergen und stellten sie vor das Internationale Militärtribunal in Nürnberg. Elf wurden zum Tod durch den Strang verurteilt, unter ihnen Hans Frank, Generalgouverneur von Polen, Hitlers Anwalt in zahlreichen Prozessen und damit politisch verantwortlich für die Deportation und Hinrichtung Hunderttausender Menschen.

Mit knapp 50 Jahren beginnt der Autor und Journalist Niklas Frank, sich intensiver mit seinem Vater und dessen Taten auseinanderzusetzen. Obsessiv durchforstet er Akten, Briefe, Fotos und schreibt sich hasserfüllt von der Seele, was er Vater und Mutter nie sagen konnte. Olivia Röllin fragt anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau: Wie geht man mit vergangener Schuld und einer solchen Familiengeschichte um? Was verbindet uns mit unseren Vorfahren, wie kann die Erinnerung an die Shoah lebendig gehalten werden und was passiert, wenn es eines Tages keine Zeitzeugen mehr gibt?

Sternstunde Religion vom 26.01.2025


Saturday, January 25, 2025

Erschreckendes Familien-Erbe: Marias Urgroßvater war NS-Verbrecher I 37 Grad

Jan 22, 2025 | Maria findet durch Zufall heraus, dass ihr Urgroßvater Wilhelm Dreimann ein von KZ-Insassen gefürchteter Rapportführer im KZ Neuengamme war. Sein Rufname: “Henker von Neuengamme”.

Ein Zufall führt zu der Entdeckung: Marias Mutter interessiert sich für Ahnenforschung und ermutigt ihren Ehemann, seine eigene Familiengeschichte zu erforschen. Marias Vater gibt den Namen „Wilhelm Dreimann“ in eine Suchmaschine ein – und stößt auf einen langen Wikipedia-Eintrag. Was er findet, ist die erschütternde Wahrheit über die Verbrechen seines Großvaters. Wilhelm Dreimann war Rapportführer im KZ Neuengamme in Hamburg. Er war von den Insassen gefürchtet und brutal in seinen Methoden. Mehr als 100.000 Menschen waren im KZ inhaftiert, über 42.000 starben dort. Maria und ihr Vater durchforsten Archive, suchen nach Aufzeichnungen und entdecken immer mehr Details. „Er war kein Mitläufer“, betont Maria. Besonders prägend für Maria ist der Besuch der Gedenkstätte Bullenhuser Damm. Dort wurden in der Nacht vom 20. auf den 21. April 1945 zwanzig jüdische Kinder und vier ihrer Betreuer, allesamt politische Häftlinge, ermordet. Dreimann war nicht nur am Transport der Kinder aus Neuengamme beteiligt, sondern auch direkt an der Ermordung mindestens dreier Kinder. Auch in ihrem beruflichen Umfeld stößt sie immer wieder auf das Erbe ihrer Familiengeschichte. In der Schule, an der sie unterrichtet, findet sie zufällig eine Gedenkstätte für die zwanzig ermordeten Kinder. Als sie ihrem Schulleiter, der Jude ist, davon erzählt, ist dieser tief berührt. „Für uns beide war es ein besonderer Moment“, erinnert er sich. „Nachkommen der Täter und der Opfer nehmen sich in den Arm und blicken gemeinsam auf diese schreckliche Vergangenheit.“ Für Maria war das der Anfang eines langen Aufarbeitungs-Prozesses, in dem sie auch öffentlich über ihren Urgroßvater spricht. Maria ist wichtig, dass junge Menschen verstehen, was damals passiert ist und welche Verbindung es zur Gegenwart gibt. Sie weiß, dass nur durch das Erinnern und das Aufarbeiten der Vergangenheit ein tieferes Verständnis und eine bessere Zukunft möglich sind.