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Wednesday, May 27, 2026

Bunt, billig und: verboten! Snus-Boom unter Jugendlichen | quer vom BR

May 26, 2026 | Es gibt sie mit Fruchtgeschmack, sie sind günstig und viel unauffälliger zu konsumieren als Zigaretten: sogenannte "Snus", Beutel mit Nikotin, die unter die Oberlippe geschoben werden. Für Jugendliche hoch attraktiv!

n Deutschland ist der Verkauf dieser Nikotinbeutel verboten, doch online und unter der Ladentheke werden sie massenhaft verkauft. Während Gesundheitsexperten vor hohem Suchtpotential und Gesundheitsrisiken warnen, fordert die Industrie eine regulierte Freigabe. Nur dann sei Jugendschutz möglich und ein Schwarzmarkt zurückzudrängen. Doch wäre das der richtige Weg?



Politiker haben dem Rauchen und dem Tabakkonsum einen regelrechten Krieg erklärt und es den Menschen so schwer gemacht, in der Öffentlichkeit zu rauchen, dass sie nun nach Alternativen suchen, um ihren Nikotinkonsum um jeden Preis zu erhalten. Zuerst waren es E-Zigaretten und das Dampfen, und jetzt immer häufiger Nikotinbeutel. Doch die Politiker lösen damit kein einziges Problem. Sie zwingen die Menschen lediglich dazu, andere Wege zu finden, sich zu vergnügen und ihren Nikotinbedarf zu decken. Dieser Krieg gegen das Rauchen wird die Gesundheit der Menschen kein bisschen verbessern. Er wird lediglich die Art der Krankheiten verändern, an denen sie später leiden werden, und die Krankheiten, an denen sie sterben werden. Es wäre weitaus besser gewesen, wenn diese Politiker sich einfach rausgehalten hätten. Bevor sie sich einmischten, sank die Raucherquote ohnehin. Doch nun haben sie neue Wege geschaffen, um den Nikotinbedarf zu decken. Erreicht wurde nichts. — © Mark Alexander

Jeffrey Sachs an Bundeskanzler Merz: Verhindern Sie offenen Krieg mit Russland!

BERLINER ZEITUNG : Der Ökonom und Diplomat Jeffrey Sachs fordert Bundeskanzler Merz auf, mit Russlands Präsident Putin unverzüglich Gespräche über Frieden in Europa zu beginnen. Der Brief im Wortlaut.

Dieser Screenshot stammt aus diesem Artikel der Berliner Zeitung. | Jeffrey Sachs, hier beim Antalya Diplomacy Forum 2025 in der Türkei, warnt vor einem Krieg in Europa und der Zerstörung der deutschen Wirtschaft. | © IMAGO/Emin Sansar

Offener Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Merz,

als ich Ihnen vor einem halben Jahr einen offenen Brief schrieb, habe ich an Deutschland appelliert, die Diplomatie gegenüber Russland zu suchen, anstatt den Krieg zu normalisieren. Sechs Monate später hat sich die Lage in Europa dramatisch verschlechtert. Europa und Russland schlittern in einen offenen Krieg. In dieser Situation tragen Sie, Herr Bundeskanzler, eine einzigartige Verantwortung. Kein anderer europäischer Staats- und Regierungschef – weder in Paris, noch in Warschau, noch in Rom – verfügt über das Gewicht Deutschlands oder hat die Macht, die Sie persönlich besitzen, diese Katastrophe zu verhindern. Werden Sie sich für den Frieden einsetzen?

Sie selbst forderten im Januar 2026 gemeinsam mit Premierminister Meloni und Präsident Macron die Wiederaufnahme der Beziehungen Europas zu Russland und bezeichneten Russland als „ein europäisches Land“. Dennoch haben Sie die Diplomatie nicht verfolgt. Angesichts der Zukunft Europas, die auf dem Spiel steht, ist dies ein beispielloser Verzicht auf Ihre Führungsrolle. Haben Sie in Ihrer Zeit als Bundeskanzler auch nur einen einzigen substanziellen Dialog mit Präsident Putin versucht? Hat Ihr Außenminister jemals einen substanziellen Dialog mit Außenminister Lawrow versucht? Echte Gespräche, so wie jene, die den Kalten Krieg beendeten? Soweit die öffentlichen Aufzeichnungen belegen, lautet die Antwort: Nein. Nicht ein einziges Mal. Und nicht etwa, weil die Dringlichkeit nicht erkannt worden wäre. Lesen Sie den Brief weiter » | Michael Maier Jeffrey Sachs | Mittwoch, 27. Mai 2026

Tuesday, May 26, 2026

Jeder fünfte Mensch in Deutschland raucht – Männer deutlich häufiger als Frauen

BERLINER ZEITUNG: Der Anteil der Raucher in Deutschland hat sich seit 2021 kaum verändert. Vor allem unter Jüngeren greifen wieder etwas mehr Menschen zur Zigarette.

Dieser Screenshot kommt aus diesem Artikel. | Der Raucheranteil in Deutschland stagniert, während Männer in der Statistik klar in der Überzahl sind. | © Jens Kalaene/dpa

In Deutschland hat im Jahr 2025 knapp ein Fünftel der Bevölkerung ab 15 Jahren zumindest gelegentlich geraucht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag in Wiesbaden anlässlich des Weltnichtrauchertags am 31. Mai auf Basis von Erstergebnissen des Mikrozensus mitteilte, lag die Raucherquote bei 19,1 Prozent. Damit blieb der Anteil im Vergleich zu 2021 mit damals 18,9 Prozent nahezu unverändert. Im Jahr 2017 hatte die Quote noch bei 22,4 Prozent gelegen.

Nach Angaben der Statistikbehörde rauchten 78,5 Prozent der Raucher überwiegend Zigaretten. 9,2 Prozent bevorzugten die E-Zigarette. Der Rest verteilte sich unter anderem auf Zigarren, Zigarillos, Pfeifen und Shisha. » | Maximilian Eichgrün | Dienstag, 26. Mai 2026

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Rauchende Rebellion: Die Welt steht auf der Kippe, immer mehr junge Leute zünden sich eine an: Zigaretten galten lange als abstoßend. Doch in einer Welt im Krisenmodus gewinnt das Rauchen für unsere Autorin und ihre Generation wieder an Anziehungskraft. » [€]

Monday, May 25, 2026

9 Millionen Mitglieder: Wie Hitler die Demokratie zerstörte | DER SPIEGEL

May 25, 2026 | Von einer kleinen Splitterpartei zur totalen Kontrolle über Deutschland. Über den Aufstieg der NSDAP von den ersten Parteimitgliedern bis zu den rund 9 Millionen registrierten Mitgliedern im Jahr 1945. Wie konnte Adolf Hitler die Demokratie zerstören? Welche Rolle spielten Propaganda, Wirtschaftskrise und Gewalt? Und warum traten immer mehr Deutsche der Partei bei? Eine chronologische Analyse über Macht, Manipulation und den Weg in die Diktatur.

Sunday, May 24, 2026

Hitler über Berlin - Der Aufstieg des Nationalsozialismus von der Weimarer Republik bis 1939 (1/5)

Sep 17, 2021 | Der Film zeigt Berlin und den Aufstieg des Nationalsozialismus von der Weimarer Republik bis in das Jahr 1939. Zitate aus der Zeit dokumentieren die Ereignisse, wie die Berliner diese Jahre erlebt haben. Das zum Teil stark beschädigte schwarz-weiß und farbige Originalmaterial wurde in einem Durchlauf mithilfe von künstlicher Intelligenz restauriert.

Zusammenschnitt der Irmgard von zur Mühlen Dokumentarfilme "Weltbühne Berlin" (1988), "Berlin unter dem Hakenkreuz" (1987), "Bomben auf Berlin" (1983) sowie CHRONOS-MEDIA Film- und Tonarchiv.


Wednesday, May 20, 2026

Wenn die Taxifahrt zur Bedrohung wird: So judenfeindlich ist Berlin

BERLINER ZEITUNG: Jüdische Menschen berichten von Beschimpfungen und Ausgrenzungen. Ein blutiger Vorfall zeigt, wohin Antisemitismus führt.

Der Tourist aus Spanien war am Holocaust-Mahnmal unterwegs. Als er das Stelenfeld verließ, stürzte sich ein Mann auf ihn und stach ihm von hinten ein Messer in den Hals. Der Täter, ein 19-jähriger Syrer, hatte an dem Gedenkort Juden vermutet. Nach Überzeugung des Gerichts wollte er einen Menschen jüdischen Glaubens töten. Das war das Motiv des Islamisten, der die Ideologie der Terrormiliz IS teilt. Der Angegriffene überlebte, weil sofort ein Notarzt zur Stelle war. Das Berliner Kammergericht verurteilte den Angreifer im März dieses Jahres zu 13 Jahren Haft.

Der Fall vom Februar 2025 ist ein krasses Beispiel dafür, wohin Judenhass führen kann. Neben diesem versuchten Mord gab es noch 39 weitere antisemitisch motivierte körperliche Angriffe. In mehreren Fällen schlugen die Angreifer den Betroffenen mit der Faust ins Gesicht. Andere wurden ebenfalls geschlagen, geschubst, angespuckt. Es wurden Kleidungsstücke oder Schmuck vom Körper gerissen. In einem Fall wurde einer als „Jude“ beschimpften Person Reizgas ins Gesicht gesprüht. » | Andreas Kopietz | Mittwoch, 20. Mai 2026

Monday, May 18, 2026

"Adolf Hitler war ein Linker" - Alice Weidel im Gespräch mit Nikolaus Blome | ntv

Jan 9, 2025 | Nach ihrem Gespräch mit Elon Musk auf dessen Plattform X stellt sich AfD-Vorsitzende und -Kanzlerkandidatin Alice Weidel den Fragen von RTL/ntv-Politikchef Nikolaus Blome.


Hitler war doch kein „Linker“! Er hasste Leute, die links orientiert waren. Wo er es nur konnte, hat er sie umbringen lassen! Hitler war ein echter Rechtsextremist! Mit dieser Aussage versucht Alice Weidel, die Leute zu verwirren. — © Mark Alexander

Alice Weidel - die AfD-Chefin im Porträt

Feb 19, 2025 | Für Alice Weidel, Partei- und Fraktionsvorsitzende der AfD, ist Berlin der Mittelpunkt ihres politischen Wirkens. Dort lässt sich ihre politische Entwicklung nachzeichnen von "Gaulands Mädchen" – als Sidekick für den Bundestagswahlkampf 2017 – bis zur (fast) unangefochtenen Spitzenfrau der AfD. Der Film von ZDF-Reporter David Gebhard begleitet die AfD-Kanzlerkandidatin durch den Wahlkampf.

Alice Weidel ist eine der umstrittensten politischen Figuren in Deutschland. Hoffnungsträgerin und Idol für die einen, Feindbild und Hassfigur für die anderen.



Aufgepaßt! Gefahr voraus! — © Mark Alexander

So war das Leben eines Juden in Deutschland | 1925–1932 | Vor der NS-Diktatur

Apr 8, 2026 | In diesem Video erkunden wir das Leben der Juden in Deutschland zwischen 1925 und 1932 — nicht die Version der Tragödie, sondern das echte Leben davor. Das geflochtene Eierbrot am Freitagabend, der Arzt, der seine Patienten beim Namen kannte, die Kinder, die in denselben Schulen saßen wie alle anderen. Wir folgen einer jüdischen Familie in Berlin, Prenzlauer Berg, durch ihren Alltag: das Zuhause, die Arbeit, die Schule, die Feste und die pulsierende Stadt, die sie liebten — bevor das ganze Chaos begann.

Sunday, May 17, 2026

„Nakba-Aktionstage“: Wandschmierereien, Angriffe auf Polizisten und Festnahmen

BERLINER ZEITUNG: Mehrere tausend Menschen demonstrieren in Kreuzberg und Neukölln gegen Israel. Es wird nicht die einzige Aktion bleiben.

Dieser Screenshot ist von diesem Artikel. | Tumult bei der Demonstration „Schluss mit der Besatzung Palästinas. 78 Jahre Al Nakba“: Die Polizei geht in die Menge. | © Fabian Sommer/dpa

BERLINER ZEITUNG: Mehrere tausend Menschen demonstrieren in Kreuzberg und Neukölln gegen Israel. Es wird nicht die einzige Aktion bleiben.

Das Wochenende in Berlin stand im Zeichen des palästinensischen Kampfes gegen Israel. Etwa 2000 Menschen zogen am Samstagnachmittag durch Kreuzberg nach Neukölln. Die Demonstration unter dem Motto „Schluss mit der Besatzung Palästinas – 78 Jahre Al Nakba“ begann am Oranienplatz und endete am Südstern. Die Demonstranten protestierten gegen Israels Militäraktionen im Gazastreifen und im Libanon sowie gegen den Krieg gegen Iran.

Die Polizei zählte rund 2000 Teilnehmer. Die Stimmung war aufgeheizt und zum Teil aggressiv. Laut Polizei wurden Einsatzkräfte angegriffen und verbotene Parolen skandiert. Auch Journalisten wurden attackiert. » | Andreas Kopietz | Sonntag, 17. Mai 2026

Saturday, May 16, 2026

"Lebensunwert" - Paul Brune. NS-Psychiatrie und ihre Folgen | Dokumentarfilm

May 14, 2026 | In drei Wochen werden auf dem YouTube Kanal „Westfalen im Film“ drei Dokumentarfilme aus den frühen 2000er Jahren erstmals online veröffentlicht. Sie erzählen die Lebensgeschichten verschiedener Zeitzeug:innen unter der NS-Diktatur.

Der erste der drei Filme „Lebens(un)wert“ beschäftigt sich mit dem Schicksal von Paul Brune, der Opfer der nationalsozialistischen Psychiatrieverbrechen war. Denn mit dem Ende des zweiten Weltkriegs endete zwar das „Euthanasie“-Mordprogramm, nicht aber das Leid und die Misshandlungen menschenunwürdiger Unterbringungsbedingungen und „Behandlungsmethoden“. Paul Brune litt bis an sein Lebensende an den Folgen dieser NS-Verbrechen. Anhand seiner tragischen Erfahrungen beleuchtet der Dokumentarfilm die NS-Psychiatrieverbrechen und ihre Kontinuitäten über das Jahr 1945 hinaus.



WARNUNG: Dieser Dokumentarfilm ist für empfindliche Menschen gar nicht geeignet. — Mark

Monday, May 11, 2026

So war das Leben einer jüdischen Frau in Deutschland | 1925–1932 | Vor der NS-Diktatur

Apr 30, 2026 | Wie lebte eine jüdische Frau in Berlin zwischen 1925 und 1932 wirklich – von der Universität bis zum Schabbat-Tisch? In der Weimarer Republik genossen jüdische Frauen eine Freiheit, die kaum jemand erwartet: Akademikerinnen, Wählerinnen, Mitgestalterinnen einer modernen Gesellschaft. Doch während die Kerzen am Freitagabend brannten, begann draußen eine Welt zu kippen – leise, fast unmerklich, aber unaufhaltsam.

Was bedeutete es, gleichzeitig deutsch und jüdisch zu sein – in einer Zeit, in der die Gesellschaft begann, genau diese Zugehörigkeit in Frage zu stellen? Der Alltag jüdischer Frauen in der Weimarer Republik war weder Dunkelheit noch Naivität, sondern ein tiefes, gelebtes Verwurzeltsein, das sich nicht über Nacht aufgeben ließ. Dieses Video erzählt eine der menschlichsten und verstörendsten Geschichten des 20. Jahrhunderts – bevor die Tür für immer zufiel.


Thursday, May 07, 2026

Nein zur Wehrpflicht: Stoppt den neuen Bellizismus!

BERLINER ZEITUNG: Am Tag der Befreiung gehen Schüler in über 100 Städten gegen die Wehrpflicht auf die Straße. Ein klares Zeichen gegen Militarisierung und die neue Kriegslogik.

Der 8. Mai ist der Tag der Befreiung, an dem 1945 die Wehrmacht nach der größten von Deutschland verschuldeten Katastrophe kapitulierte. Damals endete das unfassbare Leid des Zweiten Weltkriegs in Europa mit Elend, Zerstörung und bis zu 80 Millionen Toten.

An diesem Tag findet die 3. Runde der Schulstreiks gegen die Reaktivierung der Wehrpflicht in über 100 Städten statt. Sie sind ein Ausdruck des wachsenden Widerstands junger Menschen gegen den neuen Bellizismus in unserem Land, der auch jüngere Jahrgänge in eine militärische Fremdbestimmung einbinden will. » | Reiner Braun, Andrea Hornung, Yanick Kiesel, Michael Müller | Donnerstag, 7. Mai 2026

Tuesday, May 05, 2026

Götz Aly: Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933 bis 1945 (03.12.25)

Mar 5, 2026 | Nationalsozialismus und Holocaust: Wie konnte das geschehen? In einer schweren Krise wurde die NSDAP 1932 zur stärksten Partei gewählt. Sie versprach den Deutschen Aufstieg und Wohlstand, zugleich gab man den Menschen keine Atempause, keine Zeit zum Nachdenken. Warum beteiligten sich Hunderttausende an beispiellosen Massenmorden? Götz Aly schildert in einer fesselnden Erzählung die Herrschafts¬methoden, mit denen die NS-Machthaber Millionen Deutsche in gefügige Vollstrecker oder in vom Krieg abgestumpfte Mitmacher verwandelten. – Nicht wenige der Methoden sind beängstigend aktuell.

Prof. Dr. Götz Aly ist Historiker und Journalist, er zählt zu den bekanntesten Autoren zur Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust. Seine Bücher wurden unter anderem mit dem Heinrich-Mann-Preis und dem Geschwister-Scholl-Preis ausgezeichnet.


Saturday, May 02, 2026

Nur noch 13 Prozent der jüdischen Gemeinden sehen eine gute Zukunft in Deutschland

BERLINER ZEITUNG: Jüdische Gemeinden sehen sich zunehmend im Stich gelassen - und ein proiranisches Terror-Netzwerk bedroht jüdische Einrichtungen in ganz Europa.

Da es in den vergangenen Monaten in Deutschland vermehrt zu antisemitischen Bedrohungen und Anschlägen gekommen ist, sehen nur noch 13 Prozent der jüdischen Gemeinden die Zukunft für jüdisches Leben im Land positiv. Das ist dem Lagebild der Jüdischen Gemeinden 2026 zu entnehmen, das der Zentralrat der Juden am Freitag veröffentlichte.

Demnach haben zwei Drittel der Befragten auch durch die Waffenruhe in Gaza keine Erleichterung der Sicherheitslage gespürt. 68 Prozent der jüdischen Gemeinschaft nehmen das Leben in Deutschland als unsicherer wahr als vor dem 7. Oktober 2023. Die Solidarität mit Jüdinnen und Juden in Deutschland ist laut der Erhebung deutlich zurückgegangen – von 62 Prozent im Jahr 2023 auf heute nur noch 35 Prozent. „Diese Zustände sind unhaltbar“, erklärte Zentralratspräsident Josef Schuster. Er mahnte zudem, der Antisemitismus habe sich als Teil des öffentlichen Raums normalisiert. » | Luise Evers | Samstag, 2. Mai 2026

Tuesday, April 28, 2026

Spahn: Zuckersteuer soll Kinder und Jugendliche vor „Dickmachern“ schützen

BERLINER ZEITUNG: Um den Haushalt zu stabilisieren, will die schwarz-rote Koalition neue Maßnahmen einführen. Der Plan für eine Zuckerabgabe stößt nicht nur auf Lob.

Die Bundesregierung plant die Einführung einer „Zuckerabgabe“. Zur Konsolidierung des Haushalts sind daneben eine Erhöhung der Alkohol- und Tabaksteuer sowie der Abbau von Finanzhilfen geplant, wie es aus Kreisen des Finanzministeriums hieß. Neben mehreren Verbraucherschützern zeigte sich auch Union-Fraktionschef Jens Spahn (CDU) zufrieden mit der Maßnahme. Kritik kommt aus der Branche.

Das von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) eingesetzte Gremium schlug unter anderem die Einführung einer gestaffelten Steuer auf zuckergesüßte Erfrischungsgetränke wie Colas und Limonaden vor. In den Kreisen des Finanzministeriums ist nun von einer Abgabe die Rede. Am Mittwoch will das Bundeskabinett den Gesetzentwurf beschließen, anschließend beginnt das parlamentarische Verfahren. » | Eva Maria Braungart, Maximilian Eichgrün | Dienstag, 28. April 2026

Gerade was ich vor ein paar Tagen geschrieben habe! Zuerst waren es in Großbritannien Leute , die es genießen eine Zigarette zu rauchen. Nun, in Deutschland, ist Zucker schon an der Reihe! Nach Zucker wird Alkohol im Fokus dieser Gutmenschen sein. Für solche Kontrollfreaks gibt es kein Ende! Sie wollen voll Kontrolle haben. — © Mark Alexander

Sunday, April 26, 2026

Reza Pahlavi kritisiert Bundesregierung für Haltung zum Regime im Iran

DIE ZEIT: Er fordert ein Ende der »Beschwichtigung« bezüglich des iranischen Regimes und übt Kritik an der Bundesregierung: Reza Pahlavi hat in Berlin eine Pressekonferenz gegeben.

Screenshot aus diesem Artikel. | Die deutsche Bundesregierung lasse sich vom iranischen Regime erpressen – Schah-Sohn Reza Pahlavi wirft Deutschland vor, ihn zu ignorieren. © John Macdougall/AFP/Getty Images

Reza Pahlavi, der Sohn des letzten iranischen Schahs, hat die deutsche Bundesregierung wegen ihrer Haltung ihm gegenüber deutlich kritisiert. Es sei »eine Schande«, dass sie nicht mit ihm sprechen wolle, sagte Pahlavi bei einer Pressekonferenz in Berlin. Demokratische Regierungen sollten »mit den Menschen sprechen, ⁠die die Stimme der Stimmenlosen« seien. Auf der Pressekonferenz zählte er mehrere Beispiele von Gräueltaten des iranischen Regimes auf.

Die Bundesregierung lasse sich vom Regime in Teheran erpressen und spreche nicht mit ihm, kritisierte Pahlavi. Er rief in ⁠der Pressekonferenz mehrfach dazu auf, das klerikale System der Islamischen Republik zu stürzen. »Das Regime war nie so brüchig wie jetzt«, sagte er. Pahlavi warnte außerdem vor Vergeltung. Das Regime sei »eine verwundete Bestie«.

Es handele sich um einen »Krieg des Regimes gegen die Bürger von Iran«, sagte Pahlavi und beklagte, dass das Regime aufgrund der US-israelischen Angriffe versuche, sich als Opfer darzustellen. »Je früher dieses Regime verschwunden ist, desto eher wird auch der Konflikt enden«, betonte der Schah-Sohn. »Nicht durch Verhandlungen mit den Überresten dieses Regimes, sondern indem wir dem iranischen Volk helfen, dieses Regime zu überwinden.« » | Quelle: DIE ZEIT, dpa, Reuters, lgi , yer | Donnerstag, 23. April 2026

Friday, April 24, 2026

Soßen-Attentat auf den Schah-Sohn: Warum kam der Attentäter so dicht an Reza Pahlavi heran?

BERLINER ZEITUNG: Ein 22-Jähriger schüttet rote Flüssigkeit auf den Sohn des gestürzten Schahs von Iran. Auf X kursieren derweil wildeste Behauptungen.

Bei dem Angreifer, der Reza Pahlavi mit Tomatensoße beworfen hat, handelt es sich um einen 22-jährigen in Berlin geborenen Mann. Gegen ihn werde nun wegen versuchter Körperverletzung ermittelt, sagte ein Polizeisprecher am Freitagvormittag der Berliner Zeitung. Der Täter sei bislang nicht polizeilich in Erscheinung getreten.

Nach Angaben des Polizeisprechers handelt es sich definitiv nicht um jene Person, die auf einem Account des Netzwerks X samt vollem Namen und Foto gepostet wurde. Dort wurde behauptet, dass der Täter Sohn eines früheren Beamten der iranischen Revolutionsgarde sei. » | Andreas Kopietz | Freitag, 24. April 2026

Thursday, April 23, 2026

Deutschland bereitet sich auf Krieg vor: Der Feind ist Russland

BERLINER ZEITUNG: Die neue Militärstrategie ändert das Verhältnis zwischen Moskau und Berlin dauerhaft. Das hat Folgen für alle Deutschen.

Deutschland bereitet sich auf einen Krieg vor. Das von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius am Mittwoch vorgestellte Paket soll die Bundeswehr zur „stärksten konventionellen Armee Europas“ machen. Pistorius präsentierte eine neue Militärstrategie, ein „Fähigkeitsprofil“ der Bundeswehr und einen „Plan zum personellen Aufwuchs“.

In der Strategie wird klar: Deutschlands erster Feind ist Russland. Laut dem Papier hat sich das Ministerium „detailliert“ mit dem „internationalen Handlungs- und Bedrohungsumfeld“ beschäftigt und „daraus Folgerungen für die Bundeswehr“ gezogen. Die Bundeswehr kommt ohne Wenn und Aber auf den Punkt: „Ihr Schwerpunkt liegt dabei auf Russland als für die deutsche, europäische und transatlantische Sicherheit auf absehbare Zeit größte und unmittelbare Bedrohung.“ Russland stelle „eine gesamtstaatliche und umfassende militärstrategische Bedrohung dar“: Russland agiere „bereits heute unterhalb der Schwelle des Krieges“. Daher seien „alle Elemente des Staates gefordert“. » | Michael Maier | Mittwoch, 22. April 2026

Schah-Sohn Pahlavi in Berlin: Bundesregierung verweigert Empfang

BERLINER ZEITUNG: Der Sohn des 1979 gestürzten Schahs trifft in der Hauptstadt nur Bundestagsabgeordnete. Regierungssprecher Kornelius verweist auf die fortbestehenden Kontakte zu Teheran.

Reza Pahlavi, Sohn des 1979 gestürzten letzten Schahs von Iran, ist zu einem Besuch in Berlin eingetroffen. Vertreter der Bundesregierung werden ihn dort nicht empfangen.

Die Bundesregierung sehe „keinen Anlass, mit ihm das Gespräch zu suchen“, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Mittwoch in Berlin. Pahlavi sei „ein Privatmann, der natürlich für eine Bewegung steht oder von einer Bewegung getragen wird“. Die Erwartung der Bundesregierung sei, „dass das iranische Volk die freie Entscheidung hat, über seine Führung zu bestimmen“. » | Stephanie Lehner | Mittwoch, 22. April 2026

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Schah-Sohn Pahlavi besucht Berlin: Hier sind Demonstrationen geplant: Der umstrittene iranische Oppositionspolitiker Reza Pahlavi kommt am Donnerstag nach Berlin. Dabei gibt es in der Stadt Proteste, aber auch unterstützende Kundgebungen. »

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Bei Berlin-Besuch: Schah-Sohn Pahlavi wird mit Tomatensauce beworfen: Der Sohn des gestürzten Schahs wird nicht von der Bundesregierung empfangen. Mit anderen Politikern will er sich trotzdem treffen. »