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Saturday, July 04, 2026

Deutschland — Constantin Schreiber: „Droht uns die Verarmung?“

Jun 1, 2026 | Immer mehr Menschen in Deutschland sind arm. Die Armutsquote ist in den vergangenen Jahren gestiegen und betrifft inzwischen rund 13 Millionen Menschen.

Besonders alarmierend ist, dass immer mehr Menschen trotz Arbeit armutsgefährdet sind und kaum finanzielle Rücklagen bilden können. Viele Beschäftigte arbeiten ihr gesamtes Leben, müssen aber dennoch befürchten, im Alter nur eine geringe Rente zu erhalten. Die steigende Nachfrage bei Tafeln und Lebensmittelhilfen zeigt, dass finanzielle Not längst nicht mehr nur Randgruppen betrifft.

Gleichzeitig wächst der Wohlstand in vielen anderen Ländern schneller als in Deutschland, während die deutsche Wirtschaft unter schwachem Wachstum, hohen Kosten und mangelnden Investitionen leidet. Immer mehr Menschen leben finanziell auf Kante und können unerwartete Ausgaben kaum noch bewältigen.


Thursday, July 02, 2026

Vor Gipfel in der Türkei: Trump bezeichnet Deutschlands Nato-Ausgaben als „lächerlich“


TAGESSPIEGEL: Es sind nur noch wenige Tage bis zum Nato-Gipfel in der Türkei. Donald Trump setzt jetzt den Ton und baut Druck auch Richtung Deutschland auf. Worauf er sich genau stützt, ist unklar.

Kurz vor dem Nato-Gipfel in Ankara teilt US-Präsident Donald Trump erneut gegen Deutschland und andere Verbündete aus. Er bezeichnete deren Beiträge für das Verteidigungsbündnis in einem Post auf der Plattform Truth Social als „lächerlich“. Damit baut Trump Druck auf die Nato-Alliierten vor dem Gipfel auf, der am 7. und 8. Juli in der Türkei abgehalten wird.

Trump listete in seinem Post mehrere Länder, darunter Großbritannien und Italien, sowie Finanzzahlen auf. Diese ähneln einem Nato-Bericht für das Jahr 2025 zu Verteidigungsausgaben, Trump nannte aber keine genaue Quelle. » | Tagesspiegel | Donnerstag, 2. Juli 2026

Am Lächerlichsten ist Donald Trump selbst! — © Mark Alexander

Saturday, June 27, 2026

FKK vor dem Aus? | ARTE Re:

Oct 2, 2025 | Nacktheit am Strand oder beim Camping als Lebensgefühl – für manche selbstverständlich, für andere provokant. In Deutschland und Großbritannien hat der Naturismus seit mehr als 100 Jahren Tradition. Doch die Realität zeigt: Die Mitgliederzahlen sinken und die Vereine haben Nachwuchsprobleme. Was tun, um die jüngere Generation für FKK zu begeistern?

Die Freikörperkultur, kurz FKK, lebt Jeannette Langner aus Zwickau schon seit ihrer Kindheit in der DDR – damals keine Besonderheit. An der Ostsee tummelten sich tausende nackte Badegäste, FKK oder Naturismus stand für Toleranz, Freiheit, Naturverbundenheit. Doch seit der Wende 1990 hat die Szene knapp die Hälfte ihrer Mitglieder verloren – immer mehr Menschen tragen ihre Badehosen auch im FKK-Bereich und blicken wertend auf die ausgelebte Nacktheit. Seit diesem Jahr gilt daher sogar an einigen deutschen FKK-Stränden Nacktpflicht. Jeannette findet das gut. Sie hält Naturismus für schützenswert, will FKK sogar als immaterielles Weltkulturerbe bei der Unesco anmelden.

Als Vorsitzende des Vereins Get Naked Germany kämpft sie mit dem Nachwuchsmangel. Durch besondere FKK-Erlebnisse versucht der Verein gezielt Jüngere zu erreichen: Wanderungen, Museumsbesuche oder mal eine Wein-Verkostung? Das muss Jeannette zufolge auch nackt möglich sein.

Blöd nur, dass es bei der Online-Präsenz hakt. Denn in der digitalen Welt dominieren perfekte Körper und glatte Haut, keine Dehnungsstreifen oder Falten. Nackte Durchschnittskörper werden zensiert und tabuisiert.

Die junge Britin Saoirse Newhouse steht vor einem ganz ähnlichen Problem. Auch sie möchte sich seit kurzem für unbeschwerte Nacktheit stark machen und tritt als Botschafterin für den Dachverband British Naturism in dessen Social-Media-Kanälen auf. Für die 21-Jährige ist Naturismus auch ein Akt der Rebellion - den eigenen Körper annehmen, ohne sich zu verstecken.

Reportage (D 2025, 30 Min)
Video verfügbar bis zum 11/09/2030


Aufgrund seiner altersbeschränkten Inhalte darf dieses Video nicht an externen Websites eingebbetet werden. Deshalb kann man das Video nur auf YouTube selbst zugesehen werden.

FKK = Freikörperkultur. Gerade was man bei dieser Hitze braucht! 😊

TW: Dieser Reportage ist weder für Kinder noch für die Überempfindlichen und die Engstirnigen geeignet. — Mark Alexander

Friday, June 26, 2026

Die Königin der SS & Himmlers persönlicher Albtraum – Seine Frau Margarete

Jun 25, 2026 | Margarete Himmler war die Ehefrau von Heinrich Himmler, dem Reichsführer-SS und einem der mächtigsten Männer in Nazi-Deutschland. Während ihr Mann die Konzentrationslager, den Polizeiterror und die Maschinerie des Holocaust überwachte, hielt Margarete ihm kompromisslos die Treue und übernahm die Ideologie des Dritten Reiches ohne jedes Zögern.

Diese Dokumentation beleuchtet das Privatleben der Familie Himmler sowie die seltsame und oft verstörende Welt, die die Elite des NS-Regimes während des Zweiten Weltkrieges umgab.

Geboren als Margarete Boden im Deutschen Kaiserreich, arbeitete sie zunächst als Krankenschwester, bevor sie in den 1920er Jahren Heinrich Himmler kennenlernte.

Verbunden durch Antisemitismus, Nationalismus und ihre Verehrung für Adolf Hitler wurden die beiden Teil des inneren Machtzirkels von Nazi-Deutschland. Mit dem wachsenden Einfluss ihres Mannes versuchte Margarete, sich unter den Ehefrauen führender SS-Offiziere zu etablieren, wurde jedoch innerhalb der gesellschaftlichen Kreise des NS-Regimes häufig verspottet und abgelehnt.

Die Dokumentation begleitet Margarete Himmler durch den Aufstieg und den Zusammenbruch des Dritten Reiches, einschließlich ihrer Tätigkeit im Deutschen Roten Kreuz während des Zweiten Weltkrieges, ihrer Besuche in den Konzentrationslagern Dachau und Ravensbrück sowie ihrer Reaktion auf die Affäre ihres Mannes mit seiner Sekretärin Hedwig Potthast.

Außerdem untersucht der Film ihre private Korrespondenz, die einen tief verwurzelten Hass auf Juden und ihre unerschütterliche Unterstützung für Heinrich Himmler offenbart, selbst als Millionen Menschen unter dem von ihm mitgeschaffenen NS-System starben.

Anhand historischer Aufzeichnungen, Briefe, Zeugenaussagen und Dokumente aus der Kriegszeit untersucht diese Dokumentation die Beziehung zwischen Ideologie, Familienleben und Mitverantwortung innerhalb von Nazi-Deutschland. Sie verfolgt zudem Margarete Himmlers Leben nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches, einschließlich ihrer Verhaftung, ihrer Verhöre und ihrer Aussagen nach dem Krieg.


Thursday, June 25, 2026

Rente, Tankrabatt, Grundsicherung: Das ändert sich für Verbraucher im Juli

BERLINER ZEITUNG: Mit dem kommenden Monat gibt es einige Neuerungen. Die wichtigsten Informationen im Überblick.

Im Juli kommen zahlreiche Änderungen auf die Verbraucher zu. Es gibt eine Rentenerhöhung, zudem heißt das Bürgergeld zukünftig Grundsicherung. Im neuen Monat läuft zudem der von der Bundesregierung festgelegte Tankrabatt aus. Die wichtigsten Informationen im Überblick.

Die rund 21 Millionen Rentner in Deutschland erhalten ab Juli mehr Geld. Die Altersbezüge steigen um 4,24 Prozent. Grund ist die Entwicklung der Bruttolöhne im Vorjahr, an die die Rentenhöhe gekoppelt ist. Für eine Standardrente bei durchschnittlichem Verdienst und 45 Beitragsjahren bedeutet das laut Bundesarbeitsministerium ein Plus von 77,85 Euro im Monat. » | Eva Maria Braungart | Donnerstag, 25. Juni 2026

NB: Rente (D) = state pension (GB). – Mark

Kein „Küsschen“ für Trump: US-Präsident kritisiert Deutschland und lobt Selenskyj

BERLINER ZEITUNG: US-Präsident Trump kritisiert beim Treffen mit Nato-Chef Mark Rutte Deutschland und weitere Verbündete für ihre Haltung zum Iran-Krieg. Über Selenskyj äußerte er sich positiv.

US-Präsident Donald Trump hat knapp zwei Wochen vor dem Nato-Gipfel in Ankara seine Kritik an europäischen Verbündeten erneuert. Trump zeigte sich am Mittwoch im Oval Office verärgert über die aus seiner Sicht mangelnde Unterstützung mehrerer Nato-Staaten im Iran-Krieg.

Er sei „enttäuscht über Deutschland“, sagte er nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP, ohne Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) namentlich zu nennen. Er habe die Bundesregierung um Unterstützung gebeten: „Gebt uns einen kleinen Stups, gebt uns ein kleines Küsschen. Aber sie haben nein gesagt.“

Über Rutte sagte Trump laut Reuters, dieser habe „wirklich gute Arbeit geleistet“. „Ich glaube, wenn jemand anderes in dieser Position gewesen wäre, würden wir uns heute gar nicht treffen, um ehrlich zu sein, denn wir wurden im Stich gelassen“, so der US-Präsident. » | Anika Schlünz | Donnerstag, 25. Juni 2026

Gold, Gold, und noch mehr Gold! In der Tat, eine Unmenge von Gold ist überall wahrzunehmen! Trotzdem sieht Trumps Weißes Haus so billig aus! Trump sollte eine einfache Lektion lernen: Weniger ist meistens mehr! – © Mark Alexander

Sunday, June 21, 2026

Tabaksteuer steigt: Zigarettenpreise könnten bis 2027 auf 11,40 Euro klettern

BERLINER ZEITUNG: Der Bund rechnet mit Milliarden-Mehreinnahmen. Auch andere Tabakprodukte sollen teurer werden.

Dieses Bild stammt aus diesem Artikel. | Das Finanzministerium plant eine deutliche Verteuerung von Zigaretten. | © Sven Hoppe/dpa

Das Bundesfinanzministerium hat einen Entwurf für eine schrittweise deutliche Erhöhung der Tabaksteuer vorgelegt. Der Durchschnittspreis für eine 20er-Packung Zigaretten könnte demnach von rund 8,80 Euro im Jahr 2027 auf etwa 11,40 Euro im Jahr 2030 steigen, wie aus dem Entwurf hervorgeht, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Der Steueranteil am Päckchenpreis würde sich nach den Plänen von rund 4,40 Euro auf 5,75 Euro erhöhen. Die Verteuerung soll auch für andere gängige Tabakprodukte gelten.

Ein Sprecher des Finanzministeriums erklärte auf Anfrage, der Entwurf diene „auch dem Schutz der öffentlichen Gesundheit und steht im Einklang mit dem Ziel, die Raucherquote von Jugendlichen und Erwachsenen zu senken“. Zudem sei es eine zentrale Aufgabe, den Haushalt zu konsolidieren und die Einnahmeseite zu stärken. „Dazu gehört unter anderem, die Tabaksteuer zu erhöhen.“ » | Stephanie Lehner | Samstag, 20. Juni 2026

Der Krieg gegen Raucher und das Rauchen ist unaufhörlich. Raucher stehen immer wieder im Visier westlicher Politiker, die vorgeben, sich um ihre Gesundheit zu kümmern, in Wirklichkeit aber nur an den Kosten des Rauchens interessiert sind und die Staatskassen mit Steuereinnahmen füllen wollen. — © Mark Alexander

Wednesday, June 17, 2026

Geschichte einer Verfolgung - Der "Schwulenparagraph" | dokus und reportagen

Mar 24, 2031 | Man nannte sie "die 175er". Verhaftet wurden diese Männer schon mal direkt beim Liebesspiel, nicht selten am Arbeitsplatz, oder die Polizei holte sie von zu Hause ab. Ein paar Stunden später saßen sie oft schon in Haft, die Kündigung vom Arbeitgeber ließ meist nicht lange auf sich warten. Ihr begangenes Verbrechen: einvernehmlicher Sex unter erwachsenen Männern. Damit verstießen sie gegen den Paragrafen 175.

Verbotene Liebe - Homosexualität im NS-Regime | Reupload

Sep 19, 2015 | Gleichgeschlechtliche Liebe war in den Augen der Nazis entartete Sexualität. Tausende schwule Männer kamen in den Konzentrationslagern ums Leben. Das schwul-lesbische Filmfestival Pink Apple in Zürich widmete im Mai 2015 diesen verboteten Liebesgeschichten einen Schwerpunkt.

Monday, June 15, 2026

Deutschland: Der kranke Mann Europas?

Jun 15, 2026 | Deutschland galt lange als das Land, zu dem alle aufschauten: wirtschaftlich stark, politisch stabil, der Motor Europas. Doch was, wenn diese Erzählung nicht mehr stimmt? Wenn die Erfolgsgeschichten inzwischen woanders geschrieben werden? Während wir über Rezession, Bürokratie und den Verlust unseres Wohlstands diskutieren, entstehen anderswo in Europa Erfolgsgeschichten, die hierzulande kaum jemand wahrnimmt. Länder, die noch vor wenigen Jahrzehnten als arm, krisengeschüttelt oder hoffnungslos rückständig galten, wachsen plötzlich schneller, ziehen Menschen und Investitionen an und scheinen optimistischer in die Zukunft zu blicken als wir selbst. Was machen sie anders? Was können wir von ihnen lernen? Und: Schaffen wir das überhaupt noch?

Friday, June 12, 2026

Zentralrat der Juden sorgt sich um wachsenden Antisemitismus

Jun 10, 2026 | Angesichts der hohen Zahlen antisemitischer Delikte in Deutschland sei die Sorge vieler jüdischer Menschen gestiegen, sagte der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef Schuster, in einem Interview mit der Deutschen Welle. Viele hätten Sorge, sich erkennbar durch das Tragen einer Kippa oder eines Davidsterns auf der Straße zu zeigen. Das gelte hauptsächlich für größere Städte wie Berlin. In Kleinstädten und auf dem Land sei die Lage besser, so Josef Schuster. Der Zentralrat der Juden hat in einer Umfrage in über 100 jüdischen Gemeinden die Stimmungslage abgefragt.

Kritisch sieht Schuster das weitere Erstarken der in Teilen rechtsextremen AfD. Noch seien die Koffer für eine mögliche Auswanderung wegen antisemitischer Taten nicht gepackt, sagte Josef Schuster. "Aber im Moment wird mehr und mehr geguckt, wo der leere Koffer steht und man überlegt schon, was man in den leeren Koffer wieder hineintut. Also die Überlegung auch, wenn man auswandern wollte, wohin sollte man auswandern? Diese Frage ist eine ernsthafte Frage, die in jüdischen Kreisen leider diskutiert wird."

Dass es in der AfD mittlerweile eine Gruppe gibt, die sich "Juden in der AfD" nennt, kommentierte der Präsident des Zentralrates der Juden so: "Juden in der AfD ist eine sehr kleine Gruppierung, die ein Feigenblatt ist. Eine Gruppierung mit einer Mitgliederzahl allenfalls im niedrigen zweistelligen Bereich, von denen auch nicht alle Mitglieder selber Juden sind. Es gibt ein Vorurteil ‘Alle Juden sind schlau.’ Das ist ein falsches Vorurteil. Allein diese Gruppierung Juden in der AfD belegt das."


Wednesday, June 10, 2026

Homosexuelle unter dem Hakenkreuz - Dr. Burkhard Jellonnek, 19.01.2018

Jan 22, 2018 | Voller Titel: Homosexuelle unter dem Hakenkreuz: Die Verfolgung von Homosexuellen im Dritten Reich

Gedenken an Holocaust-Opfer - Verbrechen: Homosexualität | Kontrovers | BR24

Jan 27, 2022 | Kriminalisiert, im KZ gefoltert und ermordet: Homosexuelle wie Richard Grune galten während des NS-Regimes als Verbrecher - offiziell auch noch im Nachkriegsdeutschland bis Ende der 60er Jahre. Bis heute kämpfen Homosexuelle gegen Hass und Diskriminierung. Die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg und das Projekt "ReMember" arbeiten zusammen mit Jugendlichen daran, Hass, Rassismus und Antisemitismus zu bekämpfen.

Lange hat man sie als Opfer der Konzentrationslager nicht im Blick gehabt: Homosexuelle Männer wie Richard Grune. Er kam ins KZ - weil er Männer liebte und keine Frauen. 1933 zog Grune nach Berlin, wollte künstlerisch arbeiten und sich als Homosexueller sicher fühlen. Nur kurze Zeit später, im Jahr 1934, wurde er als Homosexueller registriert und zunächst in verschiedenen Gefängnissen festgehalten. Ab 1937 bis zum Ende des NS-Regimes im Jahr 1945 war er in Konzentrationslagern: Gezeichnet mit dem nationalsozialistischen Symbol für homosexuelle Gefangene, dem Rosa Winkel. Fünf dieser acht Jahre musste Grune in Flossenbürg verbringen.


L(i)eben im Verborgenen – Homosexualität zwischen Stonewall und der Ehe für Alle

July 15, 2021

Wednesday, June 03, 2026

Weltkriegsbomben entdeckt: Evakuierung in drei Städten Brandenburgs

BERLINER ZEITUNG: Die Sprengung von Weltkriegsmunition legt Teile Brandenburgs lahm. Tausende Einwohner in Hohen Neuendorf, Oranienburg und Frankfurt (Oder) sind betroffen.

Wegen der Sprengung von Munition aus dem Zweiten Weltkrieg müssen am Mittwoch rund 3000 Menschen in Brandenburg ihre Wohnungen verlassen. Betroffen sind Hohen Neuendorf, Oranienburg und Frankfurt (Oder). » | Maximilian Eichgrün | Mittwoch, 3. Juni 2026

Einbürgerungen auf Rekordniveau: Türken und Russen holen stark auf

BERLINER ZEITUNG: Einbürgerungen in Deutschland 2025: Erstmals liegt die Zahl bei über 300.000. 90 Prozent der Einbürgerungsverfahren enden erfolgreich.

Erstmals seit Einführung der Statistik im Jahr 2000 sind in Deutschland innerhalb eines Jahres mehr als 300.000 Menschen eingebürgert worden. Besonders stark stieg die Zahl bei den türkischen und russischen Staatsangehörigen, die sich in vielen Fällen eine doppelte Staatsbürgerschaft sicherten. » | Maximilian Eichgrün | Mittwoch, 3. Juni 2026

Tuesday, June 02, 2026

Berlin benennt Straße am Reichstag um: Dorotheenstraße wird Yad Vashem-Straße

BERLINER ZEITUNG: Ein Abschnitt der Dorotheenstraße soll künftig den Namen der israelischen Holocaust-Gedenkstätte tragen. Die feierliche Umbenennung ist für den 85. Jahrestag der Wannseekonferenz vorgesehen.

Dieser Screenshot stammt aus diesem Artikel der Berliner Zeitung. | Nach einem Beschluss des Berliner Senats soll ein Abschnitt der Dorotheenstraße künftig den Namen der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad-Vashem tragen. | © Sebastian Gollnow/dpa

Der Berliner Senat hat beschlossen, einen Abschnitt der Dorotheenstraße im Bezirk Mitte in Yad Vashem-Straße umzubenennen. Die betreffende Strecke verläuft zwischen Ebertstraße und Wilhelmstraße in unmittelbarer Nähe des Reichstagsgebäudes und führt beidseitig am Jakob-Kaiser-Haus des Deutschen Bundestages vorbei, in dem Büros von Bundestagsabgeordneten untergebracht sind.

„Wir begrüßen die Entscheidung des Senats für die Straßenumbenennung sehr und bedanken uns auch ausdrücklich bei Bundestagspräsidentin Julia Klöckner, die diesen Prozess mit großem persönlichem Einsatz maßgeblich mit vorangetrieben hat", sagte der Vorsitzende des Freundeskreis Yad Vashem e.V., Kai Diekmann. » | Mario Jacob | Dienstag, 2. Juni 2026

Sunday, May 31, 2026

Constantin Schreiber – Gesellschaft: Sind wir in Deutschland besonders unfreundlich?

May 31, 2026 | Ist Deutschland ein besonders unfreundliches Land? Viele Menschen haben zumindest dieses Gefühl – sei es im Alltag, im Straßenverkehr, beim Einkaufen oder im Umgang mit Behörden. Oft entsteht der Eindruck, dass die Geduld abgenommen hat, der Ton rauer geworden ist und gegenseitige Rücksicht immer seltener wird. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob die Menschen tatsächlich unfreundlicher geworden sind oder ob Stress, Zeitdruck und gesellschaftliche Spannungen unsere Wahrnehmung beeinflussen. Denn Freundlichkeit zeigt sich nicht nur in großen Gesten, sondern oft in kleinen Dingen: einem Lächeln, einem Dankeschön oder etwas mehr Gelassenheit im Umgang miteinander. Wenn viele Menschen den Eindruck haben, dass das gesellschaftliche Klima kälter geworden ist, sollte diese Wahrnehmung ernst genommen werden. Die entscheidende Frage lautet deshalb: Wie können wir wieder zu mehr Freundlichkeit, Respekt und gegenseitiger Wertschätzung im Alltag finden?

Wednesday, May 27, 2026

Bunt, billig und: verboten! Snus-Boom unter Jugendlichen | quer vom BR

May 26, 2026 | Es gibt sie mit Fruchtgeschmack, sie sind günstig und viel unauffälliger zu konsumieren als Zigaretten: sogenannte "Snus", Beutel mit Nikotin, die unter die Oberlippe geschoben werden. Für Jugendliche hoch attraktiv!

n Deutschland ist der Verkauf dieser Nikotinbeutel verboten, doch online und unter der Ladentheke werden sie massenhaft verkauft. Während Gesundheitsexperten vor hohem Suchtpotential und Gesundheitsrisiken warnen, fordert die Industrie eine regulierte Freigabe. Nur dann sei Jugendschutz möglich und ein Schwarzmarkt zurückzudrängen. Doch wäre das der richtige Weg?



Politiker haben dem Rauchen und dem Tabakkonsum einen regelrechten Krieg erklärt und es den Menschen so schwer gemacht, in der Öffentlichkeit zu rauchen, dass sie nun nach Alternativen suchen, um ihren Nikotinkonsum um jeden Preis zu erhalten. Zuerst waren es E-Zigaretten und das Dampfen, und jetzt immer häufiger Nikotinbeutel. Doch die Politiker lösen damit kein einziges Problem. Sie zwingen die Menschen lediglich dazu, andere Wege zu finden, sich zu vergnügen und ihren Nikotinbedarf zu decken. Dieser Krieg gegen das Rauchen wird die Gesundheit der Menschen kein bisschen verbessern. Er wird lediglich die Art der Krankheiten verändern, an denen sie später leiden werden, und die Krankheiten, an denen sie sterben werden. Es wäre weitaus besser gewesen, wenn diese Politiker sich einfach rausgehalten hätten. Bevor sie sich einmischten, sank die Raucherquote ohnehin. Doch nun haben sie neue Wege geschaffen, um den Nikotinbedarf zu decken. Erreicht wurde nichts. — © Mark Alexander

Jeffrey Sachs an Bundeskanzler Merz: Verhindern Sie offenen Krieg mit Russland!

BERLINER ZEITUNG : Der Ökonom und Diplomat Jeffrey Sachs fordert Bundeskanzler Merz auf, mit Russlands Präsident Putin unverzüglich Gespräche über Frieden in Europa zu beginnen. Der Brief im Wortlaut.

Dieser Screenshot stammt aus diesem Artikel der Berliner Zeitung. | Jeffrey Sachs, hier beim Antalya Diplomacy Forum 2025 in der Türkei, warnt vor einem Krieg in Europa und der Zerstörung der deutschen Wirtschaft. | © IMAGO/Emin Sansar

Offener Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Merz,

als ich Ihnen vor einem halben Jahr einen offenen Brief schrieb, habe ich an Deutschland appelliert, die Diplomatie gegenüber Russland zu suchen, anstatt den Krieg zu normalisieren. Sechs Monate später hat sich die Lage in Europa dramatisch verschlechtert. Europa und Russland schlittern in einen offenen Krieg. In dieser Situation tragen Sie, Herr Bundeskanzler, eine einzigartige Verantwortung. Kein anderer europäischer Staats- und Regierungschef – weder in Paris, noch in Warschau, noch in Rom – verfügt über das Gewicht Deutschlands oder hat die Macht, die Sie persönlich besitzen, diese Katastrophe zu verhindern. Werden Sie sich für den Frieden einsetzen?

Sie selbst forderten im Januar 2026 gemeinsam mit Premierminister Meloni und Präsident Macron die Wiederaufnahme der Beziehungen Europas zu Russland und bezeichneten Russland als „ein europäisches Land“. Dennoch haben Sie die Diplomatie nicht verfolgt. Angesichts der Zukunft Europas, die auf dem Spiel steht, ist dies ein beispielloser Verzicht auf Ihre Führungsrolle. Haben Sie in Ihrer Zeit als Bundeskanzler auch nur einen einzigen substanziellen Dialog mit Präsident Putin versucht? Hat Ihr Außenminister jemals einen substanziellen Dialog mit Außenminister Lawrow versucht? Echte Gespräche, so wie jene, die den Kalten Krieg beendeten? Soweit die öffentlichen Aufzeichnungen belegen, lautet die Antwort: Nein. Nicht ein einziges Mal. Und nicht etwa, weil die Dringlichkeit nicht erkannt worden wäre. Lesen Sie den Brief weiter » | Michael Maier Jeffrey Sachs | Mittwoch, 27. Mai 2026