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Tuesday, February 10, 2026

Die Geschichte Chinas (1/3) | Doku HD Reupload | ARTE

Feb 8, 2026 | Die dreiteilige Doku erzählt anhand außergewöhnlicher Archivbilder von Chinas Aufstieg und Fall im Laufe der Geschichte. Dank der Einordnungen internationaler Historiker:innen entsteht eine völlig neue Perspektive auf 150 Jahre chinesischer Geschichte. Teil 1: China ist den Europäern Anfang des 19. Jahrhunderts unheimlich. Das "Reich der Mitte" schottet sich ab ...

Mehr als 2.000 Jahre lang wähnte sich China im Zentrum der Welt, ohne ernstzunehmende Gegner und hermetisch abgeriegelt von Fremden, die allesamt als unbedeutende Barbaren galten. Doch im 19. Jahrhundert sah sich das Reich der Mitte mit der geballten Macht der Europäer konfrontiert. Ein brutaler Schock, der das Land fast vernichtet hätte.

Aber China gab sich nicht geschlagen, sondern interessierte sich zunehmend für neue Ideen aus aller Welt – aus Russland, Deutschland, Japan und den USA – und machte sie sich zunutze.

Von den luxuriösen Kaiserpalästen bis zu den überfüllten Straßen Pekings, von durch Krieg und Hungersnot verwüsteten Landstrichen bis zu den Kreisen der im Exil lebenden chinesischen Intellektuellen erfanden außergewöhnliche Frauen und Männer das Land neu. Wie wurde China in anderthalb Jahrhunderten wieder zu dem, was es zwei Jahrtausende lang war: eine führende Weltmacht? Die dreiteilige Dokumentation sucht nach Antworten.

Die erste Folge beginnt in der Mitte des 19. Jahrhunderts, als China angegriffen wird und begreift, dass es sich neu erfinden muss, um nicht unterzugehen. Rebellenführer, Mandarine und mächtige Frauen kämpfen im Namen von Idealen, die uns heute widersprüchlich erscheinen, indem sie Anschauungen aus der chinesischen Tradition mit Elementen aus dem Christentum, dem Nationalismus oder dem Feminismus verbinden. In diesem halben Jahrhundert steht die Nation am Rande des Abgrunds und versucht einen Weg zu finden, zu überleben. Ohne ihre Identität zu preiszugeben, erfindet sie sich neu.

Dokureihe, Regie: Karim Miske und Ilana Navaro (F 2022, 54 Min)
Video verfügbar bis zum 14/07/2026


Saturday, February 07, 2026

Marvin Gaye: Visionär des Soul | Doku HD | ARTE

Jan 30, 2026 | Marvin Gaye war mehr als ein Soul-Sänger – er war ein Visionär. Mit Songs wie “What’s Going On”, “I Heard It Through The Grapevine” und “Sexual Healing” prägte er Generationen und verlieh gesellschaftlichen Fragen eine unverwechselbare Stimme. Die Dokumentation zeichnet das bewegte Leben des „Prince of Soul“ nach.

Er war der sanfte Rebell des Soul: Marvin Gaye, einer der größten Musiker des 20. Jahrhunderts. Mit seiner unverwechselbaren Stimme und Hits wie "I Heard It Through The Grapevine", "What's Going On" und "Sexual Healing" prägte er die US-amerikanische Popkultur – bis heute. Ohne Notenkenntnisse oder klassische Ausbildung arbeitete sich der "Prince of Soul" vom Background-Sänger zu einem der wichtigsten Künstler des legendären Motown-Labels empor. Seine Songs verbanden Melancholie und Hoffnung, Sinnlichkeit und Sozialkritik – und machten ihn zu einer Stimme des Aufbruchs. Doch hinter der perfekten Fassade verbarg sich ein zutiefst verletzter Mensch. Frühkindliche Traumata, Depressionen, Auftrittsängste, Drogenmissbrauch und familiäre Konflikte überschatteten Gayes Leben. Eine Auszeit im belgischen Ostende Anfang der 1980er Jahre schien kurzzeitig Heilung zu versprechen - doch die innere Zerrissenheit blieb. Am 1. April 1984, einen Tag vor seinem 45. Geburtstag, endete sein Leben tragisch: erschossen vom eigenen Vater.

Die Filmemacher begeben sich auf Spurensuche nach dem Menschen hinter der Legende. Weggefährten wie sein Freund und Biograf David Ritz, Bandmitglied George Shaw, der britische Musiker Jamie Lidell und Journalistin Hadnet Tesfai erzählen von der Magie seiner Musik und der Sehnsucht, die in jedem Ton mitschwingt. Ein eindringliches Porträt eines "musikalischen Picasso", dessen Vermächtnis bis heute Künstlerinnen und Künstler auf der ganzen Welt inspiriert.

Dokumentation von Schyda Vasseghi (D 2026, 52 Min)
Video auf YouTube verfügbar bis zum 29/07/2026


Saturday, January 31, 2026

Melania Trump: Dieses obscure Objekt der Macht | Doku HD Reupload | ARTE

Jan 31, 2026 | Ist Melania Trump nur Objekt der Begierde und Spielball ihres Ehemanns Donald Trump? Oder ist sie es, die ein perfektes Spiel auf der Bühne der Mächtigen spielt? Das Porträt zeigt ihren Werdegang, von ihrer Kindheit in Slowenien über die Modelkarriere bis hin zum Triumph 2017, als sie als First Lady und Ikone des konservativen Amerikas ins Weiße Haus zog.

Innerhalb von wenigen Jahren ist es ihr gelungen, zur Vorzeigefrau des „Trumpismus“ zu werden: Melania Trump. Schönheitswahn, Mode, Macht und Geld – dieses Porträt bietet einen neuen Blick auf die Frau an Donald Trumps Seite. Was ist über sie bekannt? Und warum hat sie eine so große weibliche Anhängerschaft? Melania wuchs in einer kleinen Industriestadt in Slowenien auf. Bereits im Alter von sieben Jahren schickt ihr Vater sie zu Modelwettbewerben. Auch heute träumen junge Mädchen in Slowenien von einer Karriere à la Melania. Ihre Schönheit ist ihr Kapital und der Türöffner, um Slowenien den Rücken zu kehren. Nach einem abgebrochenen Architekturstudium zieht die 26-jährige Melania nach New York, nachdem sie Slowenien über Nacht verlassen hatte und drei Jahre verschwunden war. Für eine Supermodel-Karriere ist sie nun bereits zu alt. Doch dank der Begegnung mit einem nahezu doppelt so alten, wohlhabenden Bauunternehmer in einem Varieté-Theater von Manhattan stellt sich der langersehnte Erfolg ein. Donald Trump beschafft seiner künftigen Ehefrau ein Arbeitsvisum und verhilft ihr auf die Titelseiten der Magazine. Als er 2015 seine Kandidatur für die US-Präsidentschaftswahl verkündet, kommt Melania eine wichtige Rolle im Kampf um weibliche Stimmen zu. Doch als sie 2016 nach dem Plagiat einer Rede von Michelle Obama zur Zielscheibe der Medien wird, zieht sie sich von der politischen Bühne zurück und engagiert sich für wohltätige Zwecke. Die ehemalige Washington-Korrespondentin Laurence Haïm geht in der Dokumentation dem Mysterium Melania Trump nach. Hat sie Einfluss auf Donald Trumps politische Entscheidungen, ist sie aktiver, als es den Anschein hat? Zu Wort kommen unter anderem Melanias Freund, der Modefotograf Alé de Basseville, einige der vielen sogenannten Meladias, die sich in die Hände der besten Schönheitschirurgen begeben, um Melania zu ähneln, sowie Mitglieder von „Women for Trump“. Wie Melania tragen sie High Heels, figurbetonte Kleider, sind für eine starke Rolle der Familie und die gleiche Bezahlung von Mann und Frau. Sie stehen für einen neuen konservativen Feminismus. Neben den „Trumpettes“, einem Frauenclub, der Trumps Politik mit sehr viel Geld unterstützt, spricht auch die Republikanerin Christina Hagan über ihre politischen Visionen und ihre Kandidatur für den US-Kongress. Sie wird von der Waffenlobby National Rifle Association unterstützt.

Dokumentarfilm von Laurence Haïm (F 2020, 57 Min)
Video verfügbar bis zum 29/07/2026


Thursday, January 29, 2026

Muskelwahn und Männerkult - Adonis | Doku HD | ARTE

Jan 28, 2026 | Vor Kurzem noch ein Privileg der Leistungssportler, doch inzwischen hat der Konsum von Anabolika im Rahmen des Körperkults bei jungen Männern alarmierende Ausmaße angenommen.

Ein Einblick in die Maschinerie des Kraftsports und Fokus auf die körperlichen, psychischen und gesellschaftlichen Auswirkungen der Obsession vom perfekten männlichen Körper.



Diese jungen Männer verzichten auf alles, auf alle Annehmlichkeiten des Lebens, nur um sich beeindruckende Muskeln anzutrainieren. Sie trinken keinen Alkohol und rauchen natürlich auch nicht. Sie verbringen viel Zeit im Fitnessstudio. Doch sobald sie damit aufhören, werden ihre Muskeln schlaff und fett! Es ist mir ein Rätsel, warum diese jungen Männer so viel Wert auf ihre Muskeln legen, aber ihrer Haut so wenig Beachtung schenken. Sie sind bereit, ihre Haut mit unzähligen Tattoos zu verunstalten. — © Mark Alexander

Als der Reichstag brannte | Doku HD Reupload | ARTE

Jan 27, 2026 | Vor 90 Jahren, in der Nacht vom 27. Februar zum 28. Februar 1933 steht der Reichstag in Flammen – und mit ihm die deutsche Demokratie. Der Brand dient Hitler, der einen Monat zuvor zum Reichskanzler ernannt worden war, als Vorwand für die Errichtung einer Diktatur. Binnen Stunden werden Tausende Oppositionelle interniert. Doch wer war für den Reichstagsbrand verantwortlich?

1928 steht Deutschland am Rande eines Bürgerkriegs. Kommunisten und Nationalsozialisten liefern sich Kämpfe auf den Straßen und an den Wahlurnen, um die Mehrheit im Reichstag zu erlangen. Wahl um Wahl erobern Hitler und seine Partei die politische Landschaft, während seine Braunhemden bei politischen Gegnern Angst und Schrecken verbreiten. Am 30. Januar 1933 wird Hitler dank einer wackeligen Koalition mit der nationalkonservativen DNVP Reichskanzler. Kurz darauf sorgt das Gerücht eines bevorstehenden Staatsstreichs für zusätzliche Verunsicherung.

Am 27. Februar 1933 werden mit dem Brand des Reichstagsgebäudes alle Befürchtungen wahr. In dem brennenden Gebäude wird ein Mann aufgegriffen: der 24-jährige arbeitslose Niederländer Marinus van der Lubbe, der als Kommunist gilt – in den Augen der Nationalsozialisten ein Bilderbuchtäter. Der Vorwand ist gefunden, über Nacht Tausende Oppositionelle zu verhaften und in den ersten nationalsozialistischen Konzentrationslagern zu internieren. Darunter befinden sich auch drei bulgarische „Agitatoren“ und der Fraktionsvorsitzende der Kommunisten im Reichstag, die zu Komplizen des jungen Niederländers erklärt werden.

Binnen weniger Wochen wird Deutschland zur Diktatur: Der Kanzler erhält die volle Macht, während seine Milizen auf den Straßen im Namen der Partei Terror verbreiten. Außerhalb Deutschlands organisiert sich Widerstand: Die Kommunisten beschuldigen ihrerseits Goebbels, Göring beziehungsweise die SA, den Brand gelegt zu haben.

Die Nationalsozialisten reagieren mit einem Schauprozess gegen die mutmaßlichen Reichstagsbrandstifter. Drei Monate lang werden alle Verhandlungen aufgezeichnet. Mehr als 200 Zeugen und Sachverständige treten unter strenger Kontrolle der Propaganda in den Zeugenstand. Die Schuld von Marinus van der Lubbe scheint außer Zweifel zu stehen …

Dokumentarfilm von Mickaël Gamrasni (F 2022, 90 Min)
Video verfügbar bis zum 11/07/2026


Sunday, January 25, 2026

ICE: Was hinter Trumps Schocktruppe steckt | ARTE Hintergrund

Jan 25, 2026 | Die US-Einwanderungsbehörde ICE steht nach mehreren gewaltsamen Übergriffen in der Kritik und ist dennoch zur führenden Bundespolizeibehörde geworden. Rekordbudget, Neueinstellungen, Abschiebungen, Schockwerbespots: ICE ist der bewaffnete Arm von Präsident Trump und seiner Migrationspolitik an oder jenseits der Grenze zur Legalität.

Video verfügbar bis zum 22/01/2027


Tuesday, September 30, 2025

Erich Maria Remarque und Marlene Dietrich | Doku HD| ARTE

Sep 10, 2025 | In seinem Welterfolg „Arc de Triomphe” verarbeitete der Schriftsteller Erich Maria Remarque seine eigenen Exilerfahrungen und die folgenreiche Begegnung mit Marlene Dietrich. Die Dokumentation rekonstruiert die bewegende Entstehungsgeschichte dieses stark autobiografischen Romans, der heute als ein Schlüsselwerk der europäischen Exilliteratur gilt.

Was bedeuten Flucht und Vertreibung für die Betroffenen?

Das beschreibt der Bestsellerautor Erich Maria Remarque in seinem zweiten großen Welterfolg „Arc de Triomphe“. Der Roman erzählt die Liebesgeschichte eines verfolgten deutschen Emigranten, der unmittelbar vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs in Paris eine geheimnisvolle Frau trifft. Eine Amour fou, wie Remarque sie selbst mit der Hollywood-Diva Marlene Dietrich erlebt hat. Zu einer Zeit, in der ein Leben im faschistischen Deutschland für beide Weltstars ausgeschlossen war.

Die Dokumentation rekonstruiert die Parallelen zwischen dieser realen Liebesgeschichte und der fiktiven im Roman. In „Arc de Triomphe“ verarbeitet Remarque nicht nur den Schmerz seines eigenen Heimatverlusts, sondern auch seine über zehn Jahre währende, aufreibende Beziehung zu Marlene Dietrich. Entlang der Lebensstationen des Paares und auf der Grundlage von biografischen und historischen Dokumenten sowie Filmausschnitten – 1947 wurde „Arc de Triomphe“ in Hollywood mit Starbesetzung verfilmt – begibt sich der Film auf eine mitreißende Zeitreise.

Von Paris und Antibes nach Los Angeles und New York rekonstruiert er die Entstehungsgeschichte dieses stark autobiografischen Romans, der heute als Schlüsselwerk der europäischen Exilliteratur gilt – als literarisches Vermächtnis einer langjährigen Leidenschaft zweier Weltstars. Dokumentation von Hedwig Schmutte und Rolf Lambert (Deutschland 2025, 53 Min)

Video auf YouTube verfügbar bis zum 07/12/2025

Wednesday, September 03, 2025

Putins Griff nach Afrika | Doku HD | ARTE

Sep 3, 2025 | Nachdem Militärregime in Niger, Mali und Burkina Faso westliche Truppen vertrieben haben, nutzt Russland das entstandene Machtvakuum für seinen geopolitischen Vormarsch. Die Sahelzone ist geprägt von Terror, Repression und Einflusskämpfen.

Die Dokumentation legt offen, wie stark Putin den russischen Einfluss auf dem afrikanischen Kontinent ausweitet. Die Dokumentation bietet einen investigativ-journalistischen Blick auf eine Region, die zur globalen Schachfigur geworden ist. In Mali, Burkina Faso und Niger haben Militärs gewählte Regierungen gestürzt. Der Westen wurde zum Abzug gezwungen – Russland füllt das entstandene Vakuum mit Waffen, Beratern und Propaganda. Der Kreml baut Einflusszonen auf, wo früher Demokratie und Entwicklungshilfe versprochen wurden.

Die Sahelzone – eine der ärmsten und jüngsten Regionen der Welt – leidet unter Terror, Klimawandel, Hunger und Perspektivlosigkeit. Mehr als die Hälfte aller Terroropfer weltweit stammen inzwischen von hier. Russland bietet den neuen Regimen Rückendeckung – und verfolgt dabei knallharte strategische Interessen.

Diese Dokumentation führt in Länder, in denen Journalismus kaum noch möglich ist. Unter lebensgefährlichen Bedingungen ist es dem Filmteam gelungen, exklusive Einblicke zu gewinnen – in eine Welt der Einschüchterung, der Repression und des geopolitischen Wettlaufs. Das Kamerateam trifft Menschen, die alles riskieren, um ihre Geschichte zu erzählen – und legt offen, wie Russland mit harter Hand seinen Einfluss auf dem afrikanischen Kontinent ausweitet.

Dokumentation von Sira Thierij (Deutschland 2025, 52 Min)
Video verfügbar bis zum 01/12/2025


Russland, China, Iran: Front gegen den Westen | Doku HD Reupload | ARTE

Sep 3, 2025 | Russland, China und der Iran – die drei autokratischen Staaten sind Nachfolger zerfallener Imperien und versuchen heute, ihre einstige Macht zurückerlangen. Seit Beginn des Ukrainekrieges treten sie international als Verbündete auf, geeint durch gemeinsame Ziele: das Zurückdrängen der westlichen Hegemonie. Welches sind ihre Ziele?

Was verbindet Russland, China und den Iran? Die drei autokratischen Staaten sind Nachfolger zerfallener Imperien und versuchen heute, ihre einstige Macht wiederherzustellen. Seit der russischen Invasion in die Ukraine im Februar 2022 treten die Länder international als Verbündete auf und stellen sich erstmals geschlossen gegen ihren gemeinsamen Feind – den Westen.

Die Ablehnung der USA gehört zum propagierten Selbstverständnis der drei Länder und bildet einen Grundstein ihrer Zusammenarbeit. Nach jahrelanger Annäherung schließen die Regimes von Russland, China und dem Iran sich in Bündnissen zusammen, um in der Weltpolitik mehr Gewicht zu erlangen. Ihre gemeinsamen Ziele sind klar: die Erhaltung ihrer Macht und die Wiederherstellung ihrer früheren Einflussbereiche im Nahen Osten, Eurasien und Südasien.

So beginnt zugleich auch ein Kampf gegen das politische System des Westens und das internationale Rechtssystem, das nach dem Zweiten Weltkrieg zum Schutz des Friedens und der Menschenrechte eingeführt wurde. Das selbsternannte „Bündnis für das Gute“ führt einen hybriden Krieg mit militärischen, technologischen, wirtschaftlichen, geostrategischen und propagandistischen Mitteln.

Sie umgehen internationale Sanktionen, unterstützen sich gegenseitig in den Kriegen in der Ukraine und in Israel und agieren gemeinsam als BRICS-Staaten oder Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit. Wie beeinflusst die antiwestliche Front aus Russland, China und dem Iran die aktuelle Weltpolitik?

Dokumentarfilm von Sophie Lepault (F 2024, 94 Min)
Video verfügbar bis zum 14/01/2026


Thursday, August 21, 2025

Venezuela - Maduros Machtkampf | Doku HD Reupload | ARTE

Aug 20, 2025 | Präsident Maduro regiert Venezuela seit elf Jahren mit harter Hand. Trotz Unruhen und Wirtschaftssanktionen der USA hält er an der Macht fest. Maduro stürzte das Land in die schlimmste humanitäre Krise seiner Geschichte. Jahrelang galt er im Westen als Paria, doch nun ist er wieder salonfähig: denn seit dem Krieg in der Ukraine braucht die Welt dringend venezolanisches Öl.

Vom Busfahrer zum Präsidenten: Nicolás Maduro gibt so schnell nicht auf. Mit unerschütterlichem Glauben an seinen guten Stern und glühendem Sendungsbewusstsein sieht er es als seine Mission an, die sozialistische Revolution Venezuelas um jeden Preis fortzuführen. Einst war Venezuela das reichste Land Lateinamerikas. Seit Maduros Amtsantritt befindet es sich in der schwersten humanitären, sozialen, monetären und wirtschaftlichen Krise seiner Geschichte, zerrüttet von autoritärem Regierungsstil, ideologischer Verhärtung und jahrelangen wirtschaftlichen Fehlentscheidungen.

Die Ölproduktion brach von fast vier Millionen auf weniger als 500.000 Barrel pro Tag ein. Die Inflation erreichte einen Rekordwert von über 3.000 Prozent. Mittlerweile leben 90 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Millionen Venezolaner haben das Land verlassen. Auf die sozialen Unruhen reagierte Maduro mit einem zunehmend diktatorischen Führungsstil. Er machte die Opposition mundtot, brachte die Presse zum Schweigen und ließ sich als Alleinherrscher feiern. Jahrelang wurde er von der internationalen Gemeinschaft ausgegrenzt und von internationalen Treffen ausgeschlossen. Doch der Krieg in der Ukraine hat das geopolitische Kräfteverhältnis tief erschüttert. Heute braucht die Welt dringend venezolanisches Öl. Vom Paria wird Nicolas Maduro wieder zum gefragten Gesprächspartner und unverzichtbaren Verbündeten.

Dokumentation von Paul Cabanis (F 2024, 52 Min)
Video verfügbar bis zum 15/02/2026


Thursday, August 14, 2025

Ukraine - Europas Schicksal | Doku HD Reupload | ARTE

Aug 14, 2025 | Bis zum Kriegsausbruch im Februar 2022 interessierten sich nur wenige für die Geschichte der Ukraine. Präsident Putin jedoch kennt sie gut und benutzte sie zur Rechtfertigung seiner militärischen "Spezialoperation". Die Doku untersucht im Rückblick auf die letzten hundert Jahre, worin die Identität der Ukraine besteht und warum Putin diese zu leugnen versucht.

Putins Russland zeigt im Ukrainekrieg sein wahres Gesicht als imperialer und repressiver Staat. Europa entdeckt seine militärische Schwäche und seine Energieabhängigkeit. Ähnlich wie das Coronavirus macht die Ukrainekrise die Grenzen der Globalisierung deutlich: Die Mittelmeeranrainer sind von Hunger bedroht, und die Inflation erreicht sämtliche Industrieländer. Als Putin die Drohkulisse des Atomwaffeneinsatzes aufbaut, entdeckt die Welt von neuem, dass sie Gefahr läuft zu verschwinden.

Der Ukrainekrieg offenbart nicht nur die wahre Identität jedes Akteurs, sondern beschwört gleichzeitig die Geister der Vergangenheit herauf. So beruft sich Putin in einem Atemzug auf Peter den Großen und auf Stalin. Unablässig bemüht er den Zweiten Weltkrieg, um an den Mut der Roten Armee gegenüber dem Faschismus zu erinnern: Letzterer müsse nun in der Ukraine ausgerottet werden. Doch Putin bezieht die Rechtfertigungen seines Krieges aus einer noch weiter zurückliegenden Vergangenheit. Mittels historischer Argumente bemüht er sich, die „historische Einheit von Russen und Ukrainern“ zu untermauern.

Die Dokumentation zeigt die Veränderungen, die der Krieg auf die Kriegsführenden selbst sowie auf ihre Nachbarn ausübt, sucht die Gründe für diesen Konflikt – auch in der Vergangenheit – und hinterfragt Putins Geschichtsbild.

Dokumentation von Alain de Halleux (F/B 2023, 75 Min)
Video verfügbar bis zum 17/11/2025


Tuesday, August 12, 2025

Pakistanische Wurzeln, britische Heimat - Mein Pakistan | Doku HD | ARTE

Aug 12, 2025 | Rund 1,5 Millionen Menschen in Großbritannien stammen aus Pakistan. So wie Ahad, ein erfolgreicher DJ, der als Kind Rassismus erlebte. Er entwickelte Strategien dagegen, das hat ihn gestärkt. Mahi und Irfan führen ein Modegeschäft. Trotz ihrer vielen Freunde vermissen sie Pakistan. Roshy und Sima stärken als Community-Arbeiterinnen Mädchen aus südasiatischen Familien.

Pakistanische Wurzeln – britische Heimat: Rund 1,5 Millionen Menschen in Großbritannien stammen aus Pakistan. Ob in der ersten oder zweiten Generation – sie bewegen sich zwischen zwei Kulturen. Die britische Gesellschaft ist vielfältig, doch Menschen mit Migrations-geschichte stoßen immer wieder auf Hindernisse. Rassismus und Diskriminierung gehören für viele zum Alltag. Gleichzeitig bietet das Königreich Chancen: Bildung, beruflicher Aufstieg und neue Freiheiten. Diese Mischung aus Herausforderungen und Möglichkeiten prägt das Leben der pakistanischen Diaspora – und stärkt ihren Zusammenhalt.

Ahad kam als Teenager nach England und fühlte sich oft ausgegrenzt. Inzwischen ist er ein weltweit gefeierter DJ, in dessen Musik beide Kulturen zusammenfließen. Mahi und Irfan führen im Londoner Stadtteil Southall ein erfolgreiches Modegeschäft. Obwohl ihre Kinder hier geboren sind und sie sich hier ein Leben aufgebaut haben, bleibt die Sehnsucht nach Pakistan groß.

Roshy und Sima, in Großbritannien geboren und aufgewachsen, fühlen sich nicht ganz so stark verbunden mit Pakistan, schöpfen aber viel Kraft aus ihrer muslimischen Kultur. Als Community-Arbeiterinnen setzen sie sich besonders für Mädchen und Frauen der südasiatischen Gemeinschaft ein. Die pakistanische Diaspora ist in Großbritannien zuhause – und doch bleibt Pakistan ein wichtiger Teil ihres Lebens.

Video verfügbar bis zum 14/12/2036


Saturday, August 09, 2025

Pakistan: Islam bestimmt den Alltag | Doku HD | ARTE

Aug 9, 2025 | In Pakistans Gesellschaft brodelt es. Immer mehr Menschen fordern mehr Freiheit und Gleichheit. Der Rockmusiker Aaiz rebelliert mit provokanten Texten gegen das Patriarchat, die Anwältin Neha kämpft gegen die Zwangsheirat. Der Imam Abdul Jameel dagegen fordert die Einhaltung der religiösen Regeln.

Pakistan ist ein Land, in dem Männer meistens das Sagen haben. Patriarchale Strukturen und religiöse Normen prägen Gesellschaft und Familie. Männliche Gewalt ist allgegenwärtig. Zwar gibt es zahlreiche Gesetze, die Frauen schützen sollen – doch in der Realität stehen Frauen einem System gegenüber, das sie oft unterdrückt. Aber nicht nur Frauen sind betroffen: Jeder, der in dieser konservativ-muslimischen Gesellschaft von der Tradition abweicht, hat es schwer. Besonders junge Menschen in den Städten spüren den Konflikt zwischen modernen Einflüssen und den Regeln, die Familien und Moscheen vorgeben. Doch es regt sich Widerstand – nicht nur unter Frauen, sondern auch unter Männern.

Der Imam Abdul Jameel versteht den Islam als Maßstab für sein Leben und als Grundlage für eine geordnete Gesellschaft. Er fordert strenge islamische Regeln – für seine Gemeinde, seine Frau und seine Söhne. Der Rockmusiker Aaiz setzt mit provokanten Texten und seinem Lebensstil ein Zeichen gegen die engen gesellschaftlichen Zwänge. Mit seiner Band rebelliert er gegen den Konservatismus und die Macht der Religion. Die Anwältin Neha kämpft für Mädchen und Frauen, die schutzlos sind oder Opfer männlicher Gewalt wurden. Sie weiß aus eigener Erfahrung, wie es ist, Missbrauch zu erleiden – und keine Möglichkeit zu haben, ihn anzuzeigen.Drei Menschen, die unterschiedliche Haltungen und Perspektiven vertreten im „Land der Männer“.

Video verfügbar bis zum 14/12/2036


Sunday, August 03, 2025

1921. Hilfe gegen den Hunger in Russland | Verschollene Filmschätze Reupload | ARTE

Aug 3, 2025 | 1921 bedrohte eine schlimme Hungersnot in Russland das Leben von 40 Millionen Menschen. Rettung kam von Hilfsorganisationen aus Europa und den USA, die während des Ersten Weltkriegs gegründet worden waren und erstmals in Friedenszeiten aktiv wurden. Die Hilfsmaßnahmen wurden mit der Filmkamera dokumentiert.

Russland, 1921: Als nach dem Ersten Weltkrieg, der Oktoberrevolution und dem Bürgerkrieg die Ernten durch eine Dürre vernichtet werden, kommt es zu einer schweren Hungersnot. Das Leben von 40 Millionen Kindern und Erwachsenen ist bedroht. Humanitäre Hilfsorganisationen, die im Ersten Weltkrieg entstanden sind, mobilisieren ihre Kräfte.

Aus ganz Europa treffen Hilfsgüter ein, aber vor allem auch aus den USA. Unmengen von Lebensmitteln und Saatgut werden bis in die entlegensten Dörfer gebracht. Es ist die erste großangelegte Hungerhilfe in Friedenszeiten. Und das im jungen bolschewistischen Russland, dem erklärten Feind der meisten kapitalistischen Länder.

Es ist auch das erste Mal, dass die Hilfsorganisationen vor Ort mit der Kamera filmen. Wozu dienten all diese Bilder? Wie und von wem wurde die gigantische Hilfsaktion organisiert? Sie gilt als eine der erfolgreichsten Hilfskampagnen der Geschichte, die jedoch bald in Vergessenheit geriet: Mehr als zehn Millionen Menschen konnten dank ihr überleben.

Dokureihe (F 2020, 26 Min)
Video verfügbar bis zum 17/08/2025


Wednesday, July 30, 2025

Japan und die "Ära des erleuchteten Friedens" | Doku HD Reupload | ARTE

Jul 30, 2025 | TW: Dieses Programm enthält Inhalte, die für Kinder, Jugendliche und empfindsame Zuschauer verstörend wirken können.

Für Japan beginnen die 1920er Jahre mit einer neuen Herausforderung: die Rivalität zu den Westmächten. Das industrielle Wachstum des Landes zieht Tausende Menschen aus aller Welt an. Unter ihnen ist eine französische Familie: Emmy und Jean Millot bleiben über 20 Jahre in Japan. Sie erleben die Militarisierung des Landes, die Eroberungen in Asien und die Niederlage 1945 ...

Im Jahr 1925 kommt der junge französische Ingenieur Jean Millot nach Yokohama, um von dort aus die Telefonverbindung zwischen Japan und Frankreich aufzubauen. Ab 1927 erlebt er eine neue Zeit des japanischen Kaiserreichs: Showa, die "Ära des erleuchteten Friedens". Japan wird zu einer Demokratie mit freier Presse und einer lebendigen sozialen Bewegung. Doch ab 1929 ist die Demokratie in Gefahr.

Die Wirtschaftskrise sowie antikommunistische und militaristische Kräfte destabilisieren das Land. Zu dieser Zeit kommen Jean und die in Tokio lebende Emmy zusammen. Sie gründen eine Familie und erleben ein immer aggressiver werdendes Regime sowie einen Krieg, der 15 Jahre dauern wird.

Japans Expansionsdrang erstreckt sich über ganz Südostasien bis nach Indochina. 1940 tritt Japan als Verbündeter von Nazideutschland und dem faschistischen Italien in den Krieg ein. Im Namen des Kaisers sollen sich Millionen Soldaten für den Sieg der Nation opfern. Die Familie aus dem Westen, die in Japan eine neue Heimat gefunden hat, erlebt Kriege und Niederlagen. In Archivaufnahmen erzählt diese Dokumentation von einer zerstörerischen Zeit, in der sich Japan in eine Kriegsnation verwandelte.

Dokumentation von Kenichi Watanabe (F 2023, 55 Min)
Video verfügbar bis zum 11/12/2025


Friday, July 18, 2025

Ist die Rente noch sicher? | Doku HD Reupload | ARTE

Jul 17, 2025 | Wie kann die Rente heute noch sicher, ausreichend und gerecht sein? Welche Reformen sind dazu nötig - und welche Vorbilder gibt es in Europa? Gemeinsam mit zwei jungen Protagonisten nimmt die Doku unsere Ängste und Vorurteile unter die Lupe und stellt interessante Ideen aus ganz Europa vor. Klar ist: Reformen werden nur gelingen, wenn alle Bürger*innen mitreden!

Die Sicherung der Altersvorsorge ist eine der größten Herausforderungen für die Zukunft Europas. In den nächsten Jahren gehen die sogenannten Babyboomer in den Ruhestand. Manche waren beruflich erfolgreich, andere oft arbeitslos oder Geringverdiener. Frauen erhalten im Schnitt deutlich weniger Rente als Männer. Wie können wir Altersarmut verhindern? Und wie können junge Menschen mit einer Rente rechnen, die zum Leben reicht?

Gemeinsam mit unseren Protagonisten Moritz (19) und Estelle (32) wagt der Film einen Blick in die Zukunft. Estelle lässt sich auf ein Experiment ein: Sie wird von einer Maskenbildnerin alt geschminkt. Wird sie anders über ihre Altersvorsorge denken, wenn sie sich selbst als alte Frau sieht? Moritz engagiert sich in der Generationenstiftung für eine Rente, in die auch Beamte und Selbstständige einzahlen – wie in Österreich, wo die Renten um 70 Prozent höher liegen als in Deutschland. Auch Estelle kann als Französin eine bessere Rente erwarten: Ihre Mutter Helga hat dank gesetzlicher Zusatzrenten ein gutes Auskommen und kann auf ihre Enkel aufpassen, während Estelle arbeiten geht.

Wie kam es dazu, dass das deutsche Rentenniveau so gesunken ist? Und warum gehen die Menschen in Frankreich für ihre Rente auf die Straße? Gemeinsam mit Walter Riester zeigen wir, was bei seiner Zusatzrente schiefging – in Schweden funktioniert sie recht gut. Bei der privaten Vorsorge gibt es immer noch viele falsche Versprechen, vor allem in Polen sind die Menschen enttäuscht.

Dokumentarfilm von Sabine Jainski und Ilona Kalmbach (D 2023, 90 Min)
Video verfügbar bis zum 25/09/2025


Monday, July 07, 2025

Auf den Spuren des Apfelweins | Stadt Land Kunst | ARTE

Jul 4, 2025 | In der Normandie soll es mehr als vier Millionen Apfelbäume geben – und folglich unzählige Familien, die traditionell mit der Herstellung und dem Konsum von Cidre in Verbindung stehen. Der fermentierte Apfelsaft, der lange als Notersatz für Bier oder Wein getrunken wurde, ist heute zentraler Bestandteil des Kulturerbes der Normandie. Was im 11. Jahrhundert begann, schreibt heute mehr denn je Geschichte.

Friday, July 04, 2025

Evangelikale – Mit Gott an die Macht (1/3) | Doku HD Reupload | ARTE

Am Anfang war Billy Graham. Mitten im Kalten Krieg etablierte sich der US-amerikanische Prediger als "Papst" der Evangelikalen – einer christlich-konservativen Bewegung, die das Ziel verfolgt, den gesellschaftlichen Einfluss der Religion auszubauen. Sein "großer Kreuzzug" wurde in den folgenden Jahrzehnten von einer mächtigen politisch-religiösen Lobby vereinnahmt.

Jesus lebt, und das Christentum ist in vollem Aufschwung. Diese Wiederauferstehung ist nicht den sogenannten „historischen“ Konfessionen – katholisch, evangelisch, orthodox – zu verdanken, sondern den Evangelikalen. Mehrere hundert Millionen Menschen gehören dieser Strömung an. Die christliche Erneuerungsbewegung hat sie über alle Kontinente hinweg binnen weniger Jahrzehnte bis an die Spitze der Macht gebracht.

Wie ist es den Evangelikalen gelungen, ihre neue moralische Ordnung durchzusetzen und überall dort, wo sie an die Regierung kommen, die Trennung von Geistlichem und Weltlichem, von Religion und Politik in Frage zu stellen? Wie lässt sich dieser ultrakonservative Umschwung erklären? Am Anfang war Billy Graham. Mitten im Kalten Krieg faszinierte der charismatische Prediger die Massen auf der ganzen Welt ebenso wie die herrschenden Eliten in Washington. Er wurde zum „Papst“ der Evangelikalen und verhalf dieser neuen christlichen Bewegung zu einem enormen Aufschwung. Auf seinen Reisen um den Globus füllte er ganze Stadien, wandte sich in einfachen Worten an die Neubekehrten und brachte so eine Missionierungsdynamik in Gang, die immer mehr Menschen dazu bewegte, sich in den Dienst Gottes zu stellen. Bald wimmelte es auf allen Kontinenten nur so von Mega-Churches, und von Korea über Nigeria bis Brasilien ernteten neue religiöse Führer erfolgreich, was Billy Graham gesät hatte – und gaben ihrem spirituellen Kampf eine noch radikalere Ausrichtung.

Die Evangelikalen zählen nicht nur zu den dynamischsten Strömungen des zeitgenössischen Christentums, sie sind auch eine mächtige politisch-religiöse Bewegung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, jede Entwicklung zu bekämpfen, die eine Gefahr für die gesellschaftliche Vormacht der sogenannten „jüdisch-christlichen“ Kultur darstellen könnte. Aus diesem Grund lehnen sie Abtreibung, Gleichberechtigung von LGBTIQ+-Personen und Islam vehement ab und bestreiten die Evolutionstheorie ebenso wie die Existenz des Klimawandels. Im Ergebnis verhalf die Christliche Rechte mit Unterstützung ihrer evangelikalen Gefolgschaft etwa Donald Trump in den USA und Jair Bolsonaro in Brasilien zur Macht, die zwar zwielichtige Machenschaften verfolgten, aber im Namen Gottes regieren wollten.

Dokureihe, Regie: Thomas Johnson (F/USA 2023, 53 Min)
Video auf Youtube verfügbar bis zum 31/08/2025



Werden all diese armen Menschen im Namen Jesu Christi in Konzentrationslager geschickt? Ist es ein Kennzeichen des heutigen amerikanischen Christentums, Menschen wie Tiere zu behandeln? Behandeln Amerikaner andere wie Dreck, weil sie Gott gefallen wollen? Das ist alles sehr rätselhaft. – © Mark Alexander

Sunday, June 29, 2025

Haben wir früher mehr geschuftet? | Stimmt es, dass...? | ARTE

Arbeiten wir heute wirklich mehr oder eher weniger als unsere Vorfahren? Jäger und Sammler kamen oft mit wenig Aufwand aus – erst mit Ackerbau und Industriearbeit explodierten die Stunden. Die Geschichte der Arbeitszeit zeigt: Technischer Fortschritt spart nicht nur Arbeit – er schafft auch neue. Heute träumen viele wieder von mehr Zeit – wird der Wunsch Realität?

Haben Menschen heute mehr Freizeit als vor zehntausend Jahren? Oder lebten sie früher entspannter? Die Dokumentation rekonstruiert die Entwicklung der Arbeitszeit in menschlichen Gesellschaften und zeigt, wie verschiedene Kulturtechniken einerseits Arbeit abnahmen – und andererseits neue schufen. Was als „Arbeit“ gilt, hat sich im Lauf der Geschichte immer wieder gewandelt. Der Anthropologe James Suzman berichtet von Gesellschaften, die bis vor Kurzem als Jäger und Sammler lebten. Für sie ist es irritierend, dass westliche Kulturen Kinderbetreuung als Arbeit ansehen – während eine Jagd als Freizeitbeschäftigung gilt. Die Betrachtung dieser Lebensformen macht deutlich: Auch in der Steinzeit mussten Menschen wohl nicht rund um die Uhr schuften, um zu überleben – im Gegenteil. Doch mit der Einführung des Ackerbaus änderte sich das. Die Entwicklung kulminierte in der Industrialisierung – mit Arbeitszeiten von über 70 Stunden pro Woche. Wie konnte es so weit kommen? Die Ökonomin Juliet Schor sieht den Wendepunkt in der Industriellen Revolution und fragt, wann Menschen begannen, ihre Zeit nicht mehr zu „verbringen“, sondern zu „investieren“. Zwar setzten Gewerkschaften im Westen später die 40-Stunden-Woche durch – doch was wurde aus den einstigen Träumen von einer 15-Stunden-Woche? Und wie werden wir in Zukunft die Geschichte der Arbeitszeit weiterschreiben?

Video verfügbar bis zum 19/07/2030


Sunday, January 19, 2025

Im Kopf eines Nazis: "Die Wohlgesinnten" von Jonathan Littell | Doku HD | ARTE

Jan 19, 2025 | Im Jahr 2006 erschien der Tatsachenroman "Die Wohlgesinnten" von Jonathan Littell. Es handelt sich um die fiktiven Lebenserinnerungen eines SS-Offiziers und eine ungeschönte Schilderung der brutalen NS-Verbrechen aus Täterperspektive. Die Doku befasst sich auch mit der Rezeptionsgeschichte dieses Romans, der einen empfindlichen Nerv der Erinnerungskultur traf.

Der 2006 erschienene Roman „Die Wohlgesinnten“ von Jonathan Littell erzählt die Lebenserinnerungen des fiktiven SS-Offiziers Maximilian Aue, der im Zweiten Weltkrieg Teil der NS-Vernichtungsmaschine war. Das Werk markierte insofern einen literarischen Tabubruch, als es auf mehr als tausend Seiten ungeschönt und brutal das Nazi-Grauen aus der Täterperspektive schildert. Die fiktive Biografie wird dabei mit gründlich recherchierten realen Ereignissen und Personen des Holocaust verbunden. Provokant, abstoßend, skandalös – „Die Wohlgesinnten“ ist all das, aber tatsächlich noch viel mehr.

Das Werk des 1967 geborenen französischen Schriftstellers amerikanischer Herkunft wurde in Frankreich mit den begehrten Literaturpreisen Prix Goncourt und Grand Prix de l'Académie française ausgezeichnet und sorgte sofort nach seiner Veröffentlichung für Polemik: Die einen empörten sich über den „pornografischen“ Aspekt der Erzählung, die anderen lobten das literarische Genie und die Tatsache, dass endlich ein Autor die Courage aufbrachte, den Holocaust aus einer Warte zu behandeln, an die sich noch kein Historiker herangetraut hatte. „Im Kopf eines Nazis – Die Wohlgesinnten von Jonathan Littell“ nimmt die gespaltene Rezeption des Buchs zum Anlass, wesentliche Fragen zu beleuchten: Wie spricht man heute, nach unzähligen Büchern, Filmen und Erzählungen und dem Tod der letzten Zeitzeugen, über die Nazi-Barbarei? Wo liegen die Grenzen der Kunst im Allgemeinen und der Literatur im Besonderen, wenn es um den Holocaust geht?

Mit Hilfe von Archivmaterial, Begehungen der Schauplätze der Judenvernichtung, Auszügen aus dem Buch und Gesprächen mit renommierten Historikern, Schriftstellern und Publizisten zeichnet der Film die Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte dieses Ausnahmewerks nach, das das Konzept der Menschlichkeit hinterfragt und einen empfindlichen Nerv der Erinnerungskultur traf.

Dokumentation von Jean-Christophe Klotz (F 2023, 56 Min)
Video verfügbar bis zum 29/04/2025


Dieser Dokumentarfilm ist nicht länger einbettbar auf äußerlichen Websites. Neuerdings muß man den Film auf YouTube selbst zusehen. Hier ist ein Link zu dem Film. – Mark