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Sunday, May 03, 2026

Kim Jong-un erklärt Nordkoreas Jugend zur „Vorhut“ – auch im Krieg gegen die Ukraine

BERLINER ZEITUNG: Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un verschärft den ideologischen Kurs gegen junge Menschen. Zugleich verknüpft die Führung die Jugendorganisation offen mit Russlands Krieg gegen die Ukraine.

Der Screenshot wurde von diesem Artikel genommen. | Kim Jong-un bei einer Militärzeremonie: Die Führung stellt junge Menschen zunehmend in den Dienst von Ideologie und Kriegspolitik. | © KCNA/dpa

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat die Jugend des Landes als „Vorhut“ staatlicher Ziele bezeichnet und ihre Rolle im Krieg Russlands gegen die Ukraine hervorgehoben. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Sonntag.

Kim traf demnach in Pjöngjang Delegierte des elften Kongresses der Sozialistisch-Patriotischen Jugendliga. Das Treffen findet nur alle fünf Jahre statt und dient der politischen Mobilisierung junger Nordkoreaner im Alter zwischen etwa 14 und 30 Jahren. Begleitet wurde der Kongress von Massenkundgebungen, Fackelzügen und einer Gala in der Hauptstadt. » | Alexander Schmalz | Sonntag, 03. Mai 2026

Friday, April 24, 2026

150 Millionen Barrel: Jakarta vereinbart große Ölimporte aus Russland

BERLINER ZEITUNG: Indonesiens Präsident Prabowo Subianto vereinbarte die Lieferung nach einem Treffen mit Wladimir Putin in Moskau. Die Einfuhr soll den Bedarf bis Jahresende sichern.

Indonesien will in diesem Jahr 150 Millionen Barrel Rohöl aus Russland einführen. Das sagte Vize-Energieminister Yuliot Tanjung am Freitag laut Reuters vor Journalisten. „Es wurde vereinbart, dass die Gesamtmenge an Rohöl, die wir aus Russland importieren werden, bei rund 150 Millionen Barrel liegt, um unseren Bedarf bis Jahresende zu decken“, sagte Yuliot. Offen sei nur noch die Abwicklung der Einfuhr.

Die Vereinbarung folgt auf ein Treffen von Präsident Prabowo Subianto mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau in der Vorwoche. Der Sondergesandte des Präsidenten für Energie und Umwelt, Hashim Djojohadikusumo, erklärte am Donnerstag laut der staatlichen indonesischen Nachrichtenagentur Antara, Russland habe zunächst zugesagt, 100 Millionen Barrel zu einem Sonderpreis zu liefern sowie weitere 50 Millionen Barrel bei Bedarf. Djojohadikusumo ist der Bruder des Präsidenten. Über das Liefervolumen für Flüssiggas sei noch nicht entschieden, sagte Yuliot laut Reuters. » | Peter Steiniger | Freitag, 24. April 2026

Thursday, April 23, 2026

Deutschland bereitet sich auf Krieg vor: Der Feind ist Russland

BERLINER ZEITUNG: Die neue Militärstrategie ändert das Verhältnis zwischen Moskau und Berlin dauerhaft. Das hat Folgen für alle Deutschen.

Deutschland bereitet sich auf einen Krieg vor. Das von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius am Mittwoch vorgestellte Paket soll die Bundeswehr zur „stärksten konventionellen Armee Europas“ machen. Pistorius präsentierte eine neue Militärstrategie, ein „Fähigkeitsprofil“ der Bundeswehr und einen „Plan zum personellen Aufwuchs“.

In der Strategie wird klar: Deutschlands erster Feind ist Russland. Laut dem Papier hat sich das Ministerium „detailliert“ mit dem „internationalen Handlungs- und Bedrohungsumfeld“ beschäftigt und „daraus Folgerungen für die Bundeswehr“ gezogen. Die Bundeswehr kommt ohne Wenn und Aber auf den Punkt: „Ihr Schwerpunkt liegt dabei auf Russland als für die deutsche, europäische und transatlantische Sicherheit auf absehbare Zeit größte und unmittelbare Bedrohung.“ Russland stelle „eine gesamtstaatliche und umfassende militärstrategische Bedrohung dar“: Russland agiere „bereits heute unterhalb der Schwelle des Krieges“. Daher seien „alle Elemente des Staates gefordert“. » | Michael Maier | Mittwoch, 22. April 2026

Friday, April 03, 2026

Ist Trump ein Russischer Einfluß-Agent? "Erdrückende Indizien"

Apr 2, 2026 | Sandra Navidi hält Trump für ein Asset, einen Einfluss-Agenten, Putins. Sie nennt Angriffe auf Justiz, Medien und Fed sowie den Ausstieg aus der NATO und Ukraine als Muster.

Saturday, March 21, 2026

Russisch und schwul in Berlin...

Sergei und Evgenij beschreiben, wie das Leben für Schwule in Russland aussieht.

Saturday, February 28, 2026

Iran: Russland warnt vor „Ausbruch des Dritten Weltkriegs“

BERLINER ZEITUNG: Moskau fordert Krisensitzung des UN-Sicherheitsrat und warnt vor einem Flächenbrand in der Region. Auch China und die Türkei sehen diese Gefahr.

Russland forderte ein sofortiges Ende der US-amerikanischen und israelischen Angriffe auf den Iran und erklärte, die Situation müsse „auf den Weg einer politischen und diplomatischen Lösung zurückgeführt werden“. In einer Stellungnahme erklärte das russische Außenministerium laut Al Jazeera, die internationale Gemeinschaft müsse rasch eine objektive Bewertung der aus seiner Sicht unverantwortlichen Aktionen abgeben, die die Region weiter destabilisieren könnten. Russland sei weiterhin bereit, wie bisher die Bemühungen um friedliche Lösungen auf der Grundlage des Völkerrechts, gegenseitigen Respekts und eines ausgewogenen Interessenausgleichs zu unterstützen. » | Michael Maier | Samstag, 28. Februar 2026

Wednesday, February 25, 2026

Inside Russia: Im Krieg gegen die Ukraine und das eigene Volk | SPIEGEL TV

Feb 25, 2026 | Seit genau vier Jahren greift Putin die Ukraine an. Sein Ziel: die Wiederherstellung Russlands in den Grenzen der Sowjetunion. Doch wie sieht es im eigenen Land aus? In Teilen der Bevölkerung ist die Zustimmung für den Kremlchef hoch, Familien gefallener Soldaten erhalten großzügige Prämien und die russische Rüstungsindustrie boomt trotz Sanktionen. Doch die meisten Regimekritiker sind entweder tot, im Gefängnis oder haben sich ins Ausland abgesetzt.

SPIEGEL TV spricht mit Angehörigen getöteter Soldaten, geflüchteter Oppositioneller und Kriegsdienstverweigerer und stellt die Frage: Welche Rolle die Geheimdienste in Putins Herrschaft spielen. Innenansichten aus einem abgeschotteten System.


Tuesday, February 10, 2026

Wenig Interesse, kaum Widerstand: Warum Russlands Bevölkerung Putins stärkste Waffe ist

BERLINER ZEITUNG: Das Interesse am Ukraine-Krieg nimmt in Russland ab, doch die Unterstützung bleibt hoch. Lewada-Umfragen zeigen: Politische Apathie stabilisiert Putins Kurs.

Den jüngsten Umfragen des unabhängigen russischen Meinungsforschungsinstitutes Lewada-Zentrum zufolge stagniert das Interesse der russischen Bevölkerung am Kriegsgeschehen in der Ukraine seit dem Höchstwert von 66 Prozent im September 2022 bei rund 50 Prozent. Im Januar 2026 verfolgten nur noch 45 Prozent der Befragten (13 Prozent „sehr aufmerksam“ und 32 Prozent „ziemlich aufmerksam“) das Kriegsgeschehen.

Auch die Unterstützung der sogenannten Spezialmilitäroperation bleibt nach wie vor auf einem hohen Niveau. Demnach befürworten im Januar 76 Prozent der Befragten das Vorgehen der russischen Streitkräfte in der Ukraine; davon 43 Prozent „definitiv ja“ und 33 Prozent „eher ja“. Gleichzeitig bleibt die Zahl derjenigen, die den Kriegshandlungen gegenüber eine ablehnende Haltung zeigen, mit 16 Prozent deutlich unter der 20-Prozent-Marke. Selbst wenn man 8 Prozent der Befragten mit „keiner Antwort“ zu den Kriegsgegnern hinzurechnet, bleibt die Zahl der skeptisch eingestellten Personen unter 25 Prozent. Im Übrigen wurde die höchste Negativstimmung unmittelbar nach dem Ausbruch der Kampfhandlungen Ende Februar 2022 mit 23 Prozent (sowie 9 Prozent „keine Antwort“) gemessen. » | Alexander Dubowy | Dienstag, 10. Februar 2026

Thursday, January 15, 2026

Russland kritisiert Entsendung europäischer Soldaten nach Grönland

BERLINER ZEITUNG: Russland hat die Entsendung von Soldaten aus mehreren Nato-Ländern nach Grönland kritisiert und dem Bündnis vorgeworfen, die Annexionsdrohungen von US-Präsident Donald Trump für eigene Interessen zu missbrauchen.

Die russische Botschaft in Brüssel hat die Ankündigung mehrerer europäischer Länder kritisiert, Soldaten nach Grönland zu entsenden. Die Nato nutze die jüngsten Aussagen von US-Präsident Donald Trump zu einer möglichen Übernahme Grönlands „zur Förderung einer antirussischen und antichinesischen Agenda“, erklärte die Botschaft laut der russischen Zeitung Iswestija.

Von europäischer Seite seien „bereits Aufrufe zu hören, die Insel einzukreisen und dort eine Art groß angelegte kollektive Landung durchzuführen“, hieß es weiter. Mehrere Länder, darunter auch Deutschland und Frankreich, hatten angekündigt, im Rahmen einer gemeinsamen Militärübung mit dem Namen „Operation Arctic Endurance“ Soldaten nach Grönland zu schicken. » | Gabriel Pol | Donnerstag, 15. Januar 2026

Wednesday, January 14, 2026

Die Romanows | Die letzte Familie der Zaren

15 Dec 2025 | Die Romanows - Die Dokumentation spannt den Bogen von der Blütezeit der Herrscherfamilie bis zum Vermächtnis der Romanows.

Die Romanows (2014)
Regisseur: Manfred Oldenburg Genre: Dokumentarfilm, Geschichte
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 05.08.2014 (Deutschland)

Handlung:
Keine andere Familie hat Russland so geprägt wie die Romanows. Drei Jahrhunderte lang herrschte die Zarendynastie über das größte Land der Erde. Mit Heiratspolitik, Waffengewalt und diktatorischer Härte manifestierten die Romanows ihre Macht. Mythen und Legenden ranken sich um das Herrschergeschlecht. Große Namen sind mit ihm verbunden, verehrt und gefürchtet gleichermaßen.

Peter der Große modernisierte das Land und machte es zur europäischen Großmacht. Mit Katharina der Großen eroberte eine Deutsche den russischen Zarenthron. Mit Verstand und Tücke wurde sie zur mächtigsten Frau der Welt. Unter Nikolaus II. ging das Zarenreich unter. In einem der brutalsten politischen Morde des 20. Jahrhunderts wurden der letzte Zar, seine Familie und seine treuesten Diener in der Nacht vom 16. auf den 17. Juli 1918 umgebracht.

In ganz Russland machten die Bolschewiken in jenen Tagen Jagd auf Angehörige der Romanow-Familie. 18 Mitglieder der Dynastie und zahllose Menschen aus ihrem Umfeld fielen ihnen zum Opfer. Doch einige konnten rechtzeitig außer Landes flüchten. Rund 60 Angehörige der Zarenfamilie leben heute in der Welt verteilt.

Die Filmemacher besuchten die Nachfahren der Romanows. Persönlich und kenntnisreich blicken die hochbetagten Brüder Prinz Nicholas und Prinz Dimitri auf ihre Familiengeschichte zurück. Bis heute begleitet sie das Schicksal der Zarenfamilie, zu dessen Aufklärung sie aktiv beigetragen haben. Wie es gelungen ist, den Jahrhundertmord mit all seiner Brutalität und den vielen Rätseln aufzuklären, berichtet Chefermittler Wladimir Solowjow eindrucksvoll. Zeugnis vom einstigen Leben am russischen Zarenhof legt Xenia Sfiris ab, die Großnichte des letzten Zaren. Aus erster Hand erzählt sie von den Erinnerungen ihrer Großeltern an die Zarenfamilie und an den Zarenflüsterer Rasputin, der im Haus ihrer Großeltern unter Mitwirkung ihres Großvaters legendär ermordet wurde.

Wie sich die Ereignisse im Zarenreich zugetragen haben, dokumentiert der Film bildgewaltig. Er nimmt den Zuschauer mit auf eine Entdeckungsreise durch die Geschichte Russlands. Von ausgenommener Schönheit präsentieren sich in St. Petersburg die Romanow-Paläste als steinerne Zeugen von einstiger Macht und unermesslichem Reichtum, während in Jekaterinburg die Narben der Vergangenheit vom Massaker an der Zarenfamilie allgegenwärtig sind. Selbst hinter den Pforten des Moskauer Kremls, wo einst die Geschichte der Romanow-Herrschaft begann, gelang es, seltene Aufnahmen aus dem Zentrum der Macht zu machen.

Die Dokumentation spannt den Bogen von der Blütezeit der Herrscherfamilie bis zum Vermächtnis der Romanows. Anhand ausgewählter Biografien reflektiert der Film die Geschichte des zaristischen Russlands und beschäftigt sich mit der übergeordneten Frage, wie die 300-jährige Herrschaft der Romanows das Land geprägt hat. Auf spannende und unterhaltsame Weise wird dabei auch der Ursprung der heutigen Machtverhältnisse ergründet. Denn das Erbe der Zaren ist auch im heutigen Russland noch deutlich spürbar – nicht nur an den imposanten Bauwerken, die die Romanows errichten ließen. Wer die heutige Politik in Russland beobachtet, entdeckt viele Parallelen zu längst vergangenen Zeiten.


Saturday, January 03, 2026

„Trump nimmt Venezuela, und wir die Ukraine“: So blickt Russland auf den Angriff auf Venezuela

BERLINER ZEITUNG: Moskau verurteilt die US-Operation in Venezuela, doch Militäranalysten und Blogger loben ihre Effizienz und ziehen unbequeme Vergleiche zur Ukraine.

Nach der nächtlichen Militäroperation gegen Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro reagiert das offizielle Moskau bekannt kühl. Das russische Außenministerium verurteilte den amerikanischen Einsatz als „Akt bewaffneter Aggression“ und sprach von „tiefer Besorgnis“. Wichtig sei nun, so die diplomatische Formel im Außenministerium, eine weitere Eskalation zu verhindern und einen Ausweg „durch Dialog“ zu finden.

Lateinamerika müsse eine „Zone des Friedens“ bleiben, Venezuela das Recht haben, sein Schicksal selbst zu bestimmen. „Wir bekräftigen unsere Solidarität mit dem venezolanischen Volk und unsere Unterstützung für den Kurs seiner bolivarischen Führung, der darauf abzielt, die nationalen Interessen und die Souveränität des Landes zu schützen“, zitiert die staatliche Nachrichtenagentur Tass das russische Außenamt. Moskau unterstütze die Erklärung der venezolanischen Behörden und der Staats- und Regierungschefs der lateinamerikanischen Länder, die eine sofortige Sitzung des UN-Sicherheitsrates fordern. Russland, heißt es weiter in Moskau, sei bereit, Vermittlungsbemühungen zwischen Caracas und Washington zu unterstützen. » | Nicolas Butylin | Samstag, 3. Januar 2026

Was für ein Zeitalter! Es ist ein Zeitalter des Überflusses in vielerlei Hinsicht. Gier ohne Ende, ganz sicher. Und auch ein Zeitalter der Gesetzlosigkeit. Heutzutage greift man sich einfach, was man will! Wenn man es greifen kann, gehört es einem! Wir kehren zu einer Welt zurück, die dem Wilden Westen unweigerlich ähnelt! Putin wollte die Ukraine, also schnappte er sich alles, was er kriegen konnte, und versucht immer noch mehr zu schnappen. Jetzt schnappt sich Trump Venezuela. Warum? Ganz einfach, weil er es will, wegen seines Ölreichtums. Als Nächstes werden Grönland, Kuba, Kanada und Kolumbien in sein Visier geraten. Das Gesetz des Dschungels hat die Oberhand schon gewonnen! — © Mark Alexander

Wednesday, December 24, 2025

Drei Tote: Russland meldet erneute Explosion in Moskau

BERLINER ZEITUNG: Bei einer Explosion in Moskau starben nach russischen Angaben zwei Polizisten und eine weitere Person. Es ist der zweite Vorfall innerhalb weniger Tage.

Bei einer erneuten Explosion in Moskau sind nach russischen Angaben drei Menschen gestorben, darunter zwei Verkehrspolizisten. Die Polizisten hatten in der Nacht zu Mittwoch eine „verdächtige Person in der Nähe eines Polizeidienstfahrzeugs“ bemerkt, wie die russische Nachrichtenagentur Interfax schrieb.

„Als sie sich ihr zur Festnahme näherten, wurde ein Sprengsatz ausgelöst. Infolge der erlittenen Verletzungen kamen zwei Polizeibeamte sowie die Person, die sich in der Nähe der Polizisten befand, ums Leben“, erklärte das russische Ermittlungskomitee laut Interfax. Es seien Ermittlungen wegen eines Angriffs auf das Leben von Polizeibeamten und des illegalen Umgangs mit Sprengstoff eingeleitet worden. » | Mittwoch, 24. Dezember 2025

Tuesday, December 09, 2025

Brics: Ende von Dollar-Dominanz und Sanktionen? Russland testet erstmals goldgedeckte Kryptowährung

BERLINER ZEITUNG: Die Brics kommen mit der Entwicklung einer Gemeinschaftswährung voran. Treibt Trump mit seinen Drohungen selbst skeptische Länder wie Indien aus dem Dollar-System?

Die westlichen Sanktionen gegen Russland, China und andere Staaten haben zahlreiche Regierungen dazu veranlasst, eine Alternative zum Dollar-dominierten Swift-Zahlungssystem zu suchen. Der Streit innerhalb der EU, wie mit den Milliarden an eingefrorenem russischen Zentralbankvermögen umgegangen werden soll, verdeutlicht, dass die Glaubwürdigkeit des westlich dominierten Finanzsystems auf dem Spiel steht.

Innerhalb der Brics-Gruppe – Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika – wird seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs intensiv darüber diskutiert, wie die Dollar-Dominanz gebrochen und somit ein wirksamer Schutz gegen westliche Sanktionen eingeführt werden kann. » | Simon Zeise | Dienstag, 9. Dezember 2025

Monday, December 08, 2025

Bericht: USA drängen Ukraine zu Rückzug aus Donezk

BERLINER ZEITUNG: Die USA wollen einem Medienbericht zufolge eine rasche Einigung erreichen und drängen Kiew auf territoriale Zugeständnisse im Donbass. Die Ukraine warnt vor gefährlichen Folgen.

Einem US-Medienbericht zufolge erhöhen die Vereinigten Staaten den Druck auf die Ukraine, Gebiete an Russland abzutreten. In den laufenden Friedensgesprächen gibt es demnach weiter erheblichen Streit über die Zukunft der östlichen Donbass-Region. Nach Informationen von Politico drängt Washington darauf, dass sich Kiew „auf die eine oder andere Weise“ aus den noch kontrollierten Teilen der Donezk-Region zurückzieht.

Ein ranghoher europäischer Diplomat sagte gegenüber dem Nachrichtenportal, die US-Verhandler suchten nach Wegen, russische Forderungen nach territorialen Zugeständnissen umzusetzen. Russland fordert seit langem, die gesamte Donbass-Region unter seine Kontrolle zu bringen. Rund 30 Prozent der Donezk-Gebiete sind jedoch weiterhin in ukrainischer Hand. » | Alexander Schmalz | Montag, 8. Dezember 2025

Was ist Trump eigentlich? Ein russischer Informant oder ein russischer Agent? — © Mark Alexander

Thursday, December 04, 2025

Putin droht mit kompletter Einnahme des Donbass

BERLINER ZEITUNG: Abzug oder Krieg: Mit dieser Drohung erhöht Wladimir Putin den Druck auf die Ukraine. Kiew lehnt das strikt ab und warnt, Russland dürfe nicht für seinen Angriffskrieg belohnt werden.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat der Ukraine mit einer vollständigen militärischen Eroberung des Donbass gedroht, sollte Kiew seine Truppen nicht aus der Region abziehen. „Entweder wir befreien diese Gebiete mit Waffengewalt oder die ukrainischen Truppen verlassen diese Gebiete“, sagte Putin laut einem von Reuters zitierten Interviewausschnitt aus einem Gespräch mit dem indischen Sender India Today.

Putin verwies demnach darauf, dass Russland diese Forderung bei Gesprächen mit den Vereinigten Staaten wiederholt habe. Er sagte laut russischen Staatsmedien, Washington habe eine Aufteilung eines 28-Punkte-Plans zu einem möglichen Friedensabkommen in vier Themenblöcke vorgeschlagen. » | Alexander Schmalz | Donnerstag, 4. Dezember 2025

Sunday, November 30, 2025

US-Gesandter auf Putins Seite? | DW Nachrichten

Nov 28, 2025 | Der US-Sondergesandte und Trump-Freund Steve Witkoff gerät wegen mutmaßlicher Russlandnähe in die Kritik. Ein geleaktes Telefonat mit Putins Berater Juri Uschakow enthüllt brisante Details: Witkoff spricht von „tiefstem Respekt“ für Putin und deutet einen Ukraine-Deal an. Die Journalistin Anne Applebaum warnt vor den Folgen – und sieht Verflechtungen: Verhandelt werde nicht nur über Frieden, sondern auch über Öl, Gas und Mineralien.

Was passiert, wenn Putin stirbt? | Michael Thumann

Nov 18, 2025 | Wladimir Putin hat das wohl bedrohlichste Regime der Welt aufgebaut. Seit Jahren terrorisiert er nicht nur die Ukraine sondern ganz Europa. Doch wie fest sitzt Putin angesichts hoher Verluste im Krieg und schwächelnder Wirtschaft heute wirklich noch im Sattel? Und was passiert, wenn Russlands Diktator stirbt? Das besprechen wir mit Michael Thumann. Er ist Osteuropa-Korrespondent der "Zeit" und Autor des neu erschienen Buchs "Eisiges Schweigen flussabwärts".

Saturday, November 22, 2025

Wut in Europa über Witkoffs Ukraine-Plan zu russischen Staatsgeldern

BERLINER ZEITUNG: Witkoffs Vorschlag, eingefrorene russische Gelder für amerikanische Projekte zu nutzen, lässt europäische Diplomaten aufkochen. Brüssel fürchtet, am Ende leer auszugehen.

In europäischen Hauptstädten kocht die Stimmung über. Mitten in der heikelsten Phase der EU-Verhandlungen über den Umgang mit eingefrorenen russischen Staatsgeldern hat Donald Trumps Sondergesandter Steve Witkoff einen Plan präsentiert, den europäische Diplomaten übereinstimmenden Medienberichten nur noch als „Provokation“ bezeichnen.

Monatelang ringen die EU-Mitgliedstaaten darum, einen legal tragfähigen Weg zu finden, rund 140 Milliarden Euro russischer Vermögenswerte, die größtenteils bei Euroclear in Belgien liegen, zur Unterstützung der Ukraine zu verwenden. Die Zeit drängt nämlich: Kiew könnte im kommenden Jahr ohne frische Finanzhilfen zahlungsunfähig werden. Spekulationen zufolge soll das Geld im März oder April 2026 zu Ende gehen.

Doch aus Washington kommt nun ein Vorschlag, der den gesamten europäischen Ansatz aushebeln könnte. Laut dem 28-Punkte-Plan der Trump-Administration sollen dieselben Gelder für amerikanisch geführte Wiederaufbauprojekte nach einem Waffenstillstand genutzt werden. Die USA würden 50 Prozent der daraus entstehenden Profite erhalten. » | Nicolas Butylin | Samstag, 22. November 2025

Sunday, November 09, 2025

Großbritannien entsendet Militär nach Belgien nach Drohnenvorfällen

BERLINER ZEITUNG: Nach Drohnensichtungen über belgischem Territorium entsendet Großbritannien Soldaten und Ausrüstung, um die Abwehr zu unterstützen. Auch Deutschland und Frankreich helfen mit.

Großbritannien entsendet Militärpersonal und Ausrüstung nach Belgien, um das Land nach einer Reihe von Drohnenüberflügen zu unterstützen. Wie die BBC am Sonntag berichtete, reagiert London damit auf eine Bitte der belgischen Regierung, nachdem es in der vergangenen Woche zu mehreren Drohnensichtungen über Flughäfen und militärischen Einrichtungen gekommen war.

Nach Angaben des neuen britischen Generalstabschefs Sir Richard Knighton habe sein belgischer Amtskollege „Anfang der Woche um Hilfe gebeten“. Großbritannien stelle „Ausrüstung und Fähigkeiten“ zur Verfügung, die bereits auf dem Weg seien. Zum Einsatz kommen sollen Angehörige des „2 Force Protection Wing“ der Royal Air Force, die zuletzt auch bei den Olympischen Spielen in Paris 2024 im Anti-Drohnen-Einsatz waren. » | Raphael Schmeller | Sonntag, 9. November 2025