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Friday, June 12, 2026

Indischer Außenminister: „Die USA forderten Indien auf, russisches Öl zu kaufen“

BERLINER ZEITUNG: Der indische Außenminister Jaishankar äußert sich zu dem Kauf russischen Öls. Zudem kritisiert er die aus seiner Sicht widersprüchliche Haltung der USA.

Dieser Screenshot stammt aus diesem Artikel. | Indiens Außenminister Subrahmanyam Jaishankar | © Lehtikuva/imago

Der indische Außenminister Subrahmanyam Jaishankar hat den Kauf russischen Öls durch Indien verteidigt und den USA wechselhafte Politik vorgeworfen. Bei Gesprächen im finnischen Kultaranta sagte Jaishankar laut Bloomberg am Donnerstag, nach Beginn des Ukraine-Kriegs sei viel des verfügbaren Öls russisch gewesen, weil europäische Staaten Lieferungen aus dem Nahen Osten aufgekauft hätten – der traditionellen Bezugsquelle Indiens.

Die USA riefen Indien nach Angaben des Ministers zu diesem Zeitpunkt dazu auf, russisches Öl zu kaufen. „Damals forderten die USA Indien ausdrücklich auf, russisches Öl zu kaufen, um den Ölmarkt zu stabilisieren“, sagte Jaishankar demnach. „Ich kaufe Öl auf Basis von Kosten und Verfügbarkeit.“ » | Anika Schlünz | Freitag, 12. Juni 2026

Friday, June 05, 2026

Selenskyj bietet Putin direkte Gespräche an – Kreml stellt Bedingung

BERLINER ZEITUNG: Als mögliche Orte nennt Kiew die Schweiz, die Türkei oder ein arabisches Land. Für die Verhandlungen bietet die Ukraine eine Waffenruhe an.

Dieser Screenshot kommt von diesem Artikel. | Wolodymyr Selenskyj hat Wladimir Putin in einem offenen Brief direkte Gespräche in einem Drittstaat vorgeschlagen. | © Sven Hoppe/dpa

BERLINER ZEITUNG: Als mögliche Orte nennt Kiew die Schweiz, die Türkei oder ein arabisches Land. Für die Verhandlungen bietet die Ukraine eine Waffenruhe an.

Der Kreml hat am Donnerstag den Vorschlag des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj für direkte Gespräche in einem Drittstaat zurückhaltend aufgenommen. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte laut Medienberichten, man habe Selenskyjs offenen Brief zur Kenntnis genommen. Präsident Wladimir Putin werde nach seinem Gespräch mit dem usbekischen Staatschef darüber unterrichtet. Selenskyj könne jederzeit nach Moskau kommen, wenn er reden wolle, sagte Peskow demnach. » | Peter Steiniger | Donnerstag, 4. Juni 2026

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Guerre en Ukraine : Zelensky « propose une rencontre » en tête-à-tête à Poutine, le Kremlin l’invite à venir à Moscou « à tout moment » : Dans cette lettre adressée à son homologue russe, Volodymyr Zelensky écrit que « l’Ukraine propose de mettre fin à cette guerre via un engagement direct entre » les deux chefs d’États. »

Monday, June 01, 2026

Lukaschenko droht Ukraine mit Angriff auf „strategisch wichtiges Ziel“

BERLINER ZEITUNG: Ein ukrainischer Drohnenkommandeur erklärt, seine Truppen hätten 500 mögliche Angriffsziele in Belarus erfasst. Machthaber Alexander Lukaschenko reagiert mit einer Drohung gegen die Ukraine.

Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hat der Ukraine mit einem Angriff auf ein „strategisch wichtiges Ziel“ gedroht. Laut dem regierungsnahen Telegram-Kanal Pul Pervogo sagte er, Belarus verfüge über die genauen Koordinaten eines bedeutenden Ziels auf ukrainischem Gebiet. Die Aussagen wurden von den ukrainischen Nachrichtenportalen European Pravda und Ukrainska Pravda aufgegriffen. » | Alexander Schmalz | Sonntag, 31. Mai 2026

Thursday, May 28, 2026

Eskalation in Ukraine: „Europa und Russland schlittern in offenen Krieg“

BERLINER ZEITUNG: Die Ukraine greift Russland in der Tiefe an. Moskau will „systematisch“ eskalieren. Jeffrey Sachs warnt Bundeskanzler Merz vor Untätigkeit.

Dieser Screenshot stammt aus diesem Artikel der Berliner Zeitung. | Der russische Präsident Wladimir Putin setzt Oreschniks ein und kündigt weitere Angriffe auf Kiew an. | © dpa

Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine und ihren westlichen Unterstützern hat eine neue Phase erreicht. Der Ökonom und Spitzendiplomat Jeffrey Sachs sieht die Zuspitzung in einem Offenen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz als alarmierend an. Er schreibt, im Hinblick auf einen Frieden habe sich „die Lage in Europa dramatisch verschlechtert“: „Europa und Russland schlittern in einen offenen Krieg.“Merz müsse umgehend mit Russlands Präsident Wladimir Putin sprechen (ganzer Brief im Wortlaut hier).

Nachdem der Krieg nach der russischen Invasion 2022 zunächst als Materialschlacht und Abnutzungskrieg nach traditionellen Mustern verlaufen war, hat sich der Charakter deutlich verändert. Der russische Vormarsch geht nur noch schleppend voran. Zwischen den Truppenverbänden an der Front liegt ein lückenlos von Drohnen beider Seiten kontrollierter Korridor, den die Russen nur mit heftigsten Verlusten überwinden könnten. Auch die Ukraine kann in diesem Bereich keinen Gegenangriff starten. Russland flog daher massive Luftschläge gegen ukrainische Infrastruktureinrichtungen, vor allem im Energiebereich. Kiew hat daraufhin vor einigen Monaten begonnen, Ziele tief in Russland anzugreifen. Die Ukraine greift russische Häfen und Ölanlagen an. Auch ein Teil der nuklearen Triade wurde durch einen Drohnenangriff beschädigt. Besonders irritiert hat den russischen Präsidenten Waldimir Putin ein Angriff auf seine Valdai-Residenz. » | Michael Maier | Donnerstag, 28. Mai 2026

Jeffrey Sachs dringender Brief an Bundeskanzler Merz befindet sich auch hier.

Wednesday, May 27, 2026

Jeffrey Sachs an Bundeskanzler Merz: Verhindern Sie offenen Krieg mit Russland!

BERLINER ZEITUNG : Der Ökonom und Diplomat Jeffrey Sachs fordert Bundeskanzler Merz auf, mit Russlands Präsident Putin unverzüglich Gespräche über Frieden in Europa zu beginnen. Der Brief im Wortlaut.

Dieser Screenshot stammt aus diesem Artikel der Berliner Zeitung. | Jeffrey Sachs, hier beim Antalya Diplomacy Forum 2025 in der Türkei, warnt vor einem Krieg in Europa und der Zerstörung der deutschen Wirtschaft. | © IMAGO/Emin Sansar

Offener Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Merz,

als ich Ihnen vor einem halben Jahr einen offenen Brief schrieb, habe ich an Deutschland appelliert, die Diplomatie gegenüber Russland zu suchen, anstatt den Krieg zu normalisieren. Sechs Monate später hat sich die Lage in Europa dramatisch verschlechtert. Europa und Russland schlittern in einen offenen Krieg. In dieser Situation tragen Sie, Herr Bundeskanzler, eine einzigartige Verantwortung. Kein anderer europäischer Staats- und Regierungschef – weder in Paris, noch in Warschau, noch in Rom – verfügt über das Gewicht Deutschlands oder hat die Macht, die Sie persönlich besitzen, diese Katastrophe zu verhindern. Werden Sie sich für den Frieden einsetzen?

Sie selbst forderten im Januar 2026 gemeinsam mit Premierminister Meloni und Präsident Macron die Wiederaufnahme der Beziehungen Europas zu Russland und bezeichneten Russland als „ein europäisches Land“. Dennoch haben Sie die Diplomatie nicht verfolgt. Angesichts der Zukunft Europas, die auf dem Spiel steht, ist dies ein beispielloser Verzicht auf Ihre Führungsrolle. Haben Sie in Ihrer Zeit als Bundeskanzler auch nur einen einzigen substanziellen Dialog mit Präsident Putin versucht? Hat Ihr Außenminister jemals einen substanziellen Dialog mit Außenminister Lawrow versucht? Echte Gespräche, so wie jene, die den Kalten Krieg beendeten? Soweit die öffentlichen Aufzeichnungen belegen, lautet die Antwort: Nein. Nicht ein einziges Mal. Und nicht etwa, weil die Dringlichkeit nicht erkannt worden wäre. Lesen Sie den Brief weiter » | Michael Maier Jeffrey Sachs | Mittwoch, 27. Mai 2026

Tuesday, May 26, 2026

Russland fordert Ausländer und Diplomaten zum Verlassen von Kiew auf

BERLINER ZEITUNG: Russland fordert Diplomaten und ausländische Staatsbürger auf, Kiew „so schnell wie möglich zu verlassen“ und kündigt neue Angriffe an.

Das russische Außenministerium hat neue Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew angekündigt und Ausländer sowie Diplomaten aufgefordert, die Stadt zu verlassen. Russland werde „Anlagen des ukrainischen militärisch-industriellen Komplexes“ angreifen, erklärte das Ministerium laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax.

„Die Angriffe zielen sowohl auf Entscheidungszentren als auch auf Kommandoposten“, hieß es laut Interfax in der Erklärung. Betroffen seien auch Standorte, an denen Drohnen entwickelt, hergestellt und für den Einsatz vorbereitet würden. » | Anika Schlünz | Montag, 25. Mai 2026

Monday, May 25, 2026

Russland feuert „Oreschnik“ auf Kiewer Gebiet: Selenskyj meldet Schäden an 300 Orten

BERLINER ZEITUNG: Bei einem der schwersten russischen Luftangriffe seit Kriegsbeginn wurden in Kiew fast 300 Schäden registriert. Allein in der Hauptstadt wurden nach ukrainischen Angaben 87 Menschen verletzt.

Russland hat die Ukraine in der Nacht zum Sonntag mit einem der schwersten Luftangriffe seit Kriegsbeginn überzogen. Nach dem Einsatz der Hyperschallrakete „Oreschnik“ meldet Präsident Wolodymyr Selenskyj inzwischen Schäden an fast 300 Orten in Kiew.

Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe feuerte Russland bei den Angriffen rund 600 Drohnen und 90 Raketen ab. Mindestens vier Menschen wurden getötet, fast 100 weitere verletzt.

Selenskyj: Auch Kinder unter den Verletzten

Selenskyj erklärte am Montag auf X, die Aufräumarbeiten in den besonders schwer getroffenen Kiewer Stadtteilen Schewtschenkiwskyj und Podil liefen weiter. Insgesamt seien in der Hauptstadt fast 300 Orte beschädigt worden, die meisten davon Wohngebäude. Für rund 150 Häuser und Wohnblocks seien bereits Schadensmeldungen eingegangen. Ukrainischen Behörden zufolge wurden unter anderem das nationale Kunstmuseum, die Philharmonie sowie ein neu eröffnetes Museum zur Tschornobyl-Katastrophe. » | Alexander Schmalz | Montag, 25. Mai 2026

Thursday, May 21, 2026

Anklage gegen Raúl Castro: China und Russland warnen USA vor Eskalation

BERLINER ZEITUNG: Die Spannungen zwischen den USA und Kuba verschärfen sich weiter. China und Russland stellen sich demonstrativ hinter Havanna, während Donald Trump offen über ein mögliches Eingreifen spricht.

Dieser Screenshot kommt aus diesem Artikel. | Der frühere kubanische Präsident Raúl Castro (94) bei einer Parade zum 1. Mai auf dem Platz der Revolution in Havanna. | © Ramon Espinosa

China und Russland haben die Anklage der USA gegen den früheren kubanischen Präsidenten Raúl Castro als gefährliche Eskalation verurteilt. Peking forderte die die Trump-Regierung auf, Kuba nicht länger mit Sanktionen und juristischen Maßnahmen unter Druck zu setzen. Der Kreml sprach von Methoden, die „an Gewalt grenzen“. Hintergrund ist die Anklage gegen den 94-jährigen Castro wegen des Abschusses zweier ziviler Flugzeuge im Jahr 1996, bei dem vier Menschen starben.

US-Präsident Donald Trump verschärfte den Ton gegenüber Havanna am Donnerstag weiter. „Es sieht so aus, als wäre ich derjenige, der eingreifen wird“, sagte Trump laut AP mit Blick auf Kuba. Einen Tag zuvor hatte er noch erklärt, eine weitere Eskalation sei nicht notwendig. » | Alexander Schmalz | Donnerstag, 21. Mai 2026

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„Es gäbe ein Blutbad“: Kuba warnt USA vor militärischem Angriff: Nach Berichten über ein angebliches kubanisches Drohnenarsenal verschärft sich der Streit zwischen Havanna und Washington. Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel warnte die USA vor einem „Blutbad“. »

Wednesday, May 06, 2026

USA und Russland nehmen Gespräche wieder auf: Rubio und Lawrow telefonieren zu Ukraine und Iran

BERLINER ZEITUNG: Zum ersten Mal seit Oktober telefonieren der russische Außenminister und sein Amtskollege wieder. Moskau deutet eine veränderte Verhandlungsposition an.

US-Außenminister Marco Rubio hat am Dienstag nach Angaben des US-Außenministeriums mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow telefoniert. Das Gespräch sei auf Bitten der russischen Seite zustande gekommen, teilte der Sprecher des Außenministeriums, Tommy Pigott, mit. Diskutiert worden seien die Beziehungen zwischen Washington und Moskau, der Krieg zwischen Russland und der Ukraine sowie der Iran.

Das russische Außenministerium beschrieb den Austausch als „konstruktiv und sachlich“. Beide Seiten hätten „die Uhren verglichen“ zur internationalen Lage und zum Stand der bilateralen Beziehungen sowie über den Zeitplan weiterer Kontakte gesprochen, hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums.

Es war das erste direkte Gespräch zwischen Rubio und Lawrow seit Oktober vergangenen Jahres. Damals hatten beide Seiten mögliche Schritte zur Beendigung der Kampfhandlungen in der Ukraine sowie einen geplanten, später nicht zustande gekommenen Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin in Budapest erörtert. » | Alexander Dergay | Mittwoch, 6. Mai 2026

Sunday, May 03, 2026

Kim Jong-un erklärt Nordkoreas Jugend zur „Vorhut“ – auch im Krieg gegen die Ukraine

BERLINER ZEITUNG: Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un verschärft den ideologischen Kurs gegen junge Menschen. Zugleich verknüpft die Führung die Jugendorganisation offen mit Russlands Krieg gegen die Ukraine.

Der Screenshot wurde von diesem Artikel genommen. | Kim Jong-un bei einer Militärzeremonie: Die Führung stellt junge Menschen zunehmend in den Dienst von Ideologie und Kriegspolitik. | © KCNA/dpa

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat die Jugend des Landes als „Vorhut“ staatlicher Ziele bezeichnet und ihre Rolle im Krieg Russlands gegen die Ukraine hervorgehoben. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Sonntag.

Kim traf demnach in Pjöngjang Delegierte des elften Kongresses der Sozialistisch-Patriotischen Jugendliga. Das Treffen findet nur alle fünf Jahre statt und dient der politischen Mobilisierung junger Nordkoreaner im Alter zwischen etwa 14 und 30 Jahren. Begleitet wurde der Kongress von Massenkundgebungen, Fackelzügen und einer Gala in der Hauptstadt. » | Alexander Schmalz | Sonntag, 03. Mai 2026

Friday, April 24, 2026

150 Millionen Barrel: Jakarta vereinbart große Ölimporte aus Russland

BERLINER ZEITUNG: Indonesiens Präsident Prabowo Subianto vereinbarte die Lieferung nach einem Treffen mit Wladimir Putin in Moskau. Die Einfuhr soll den Bedarf bis Jahresende sichern.

Indonesien will in diesem Jahr 150 Millionen Barrel Rohöl aus Russland einführen. Das sagte Vize-Energieminister Yuliot Tanjung am Freitag laut Reuters vor Journalisten. „Es wurde vereinbart, dass die Gesamtmenge an Rohöl, die wir aus Russland importieren werden, bei rund 150 Millionen Barrel liegt, um unseren Bedarf bis Jahresende zu decken“, sagte Yuliot. Offen sei nur noch die Abwicklung der Einfuhr.

Die Vereinbarung folgt auf ein Treffen von Präsident Prabowo Subianto mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau in der Vorwoche. Der Sondergesandte des Präsidenten für Energie und Umwelt, Hashim Djojohadikusumo, erklärte am Donnerstag laut der staatlichen indonesischen Nachrichtenagentur Antara, Russland habe zunächst zugesagt, 100 Millionen Barrel zu einem Sonderpreis zu liefern sowie weitere 50 Millionen Barrel bei Bedarf. Djojohadikusumo ist der Bruder des Präsidenten. Über das Liefervolumen für Flüssiggas sei noch nicht entschieden, sagte Yuliot laut Reuters. » | Peter Steiniger | Freitag, 24. April 2026

Thursday, April 23, 2026

Deutschland bereitet sich auf Krieg vor: Der Feind ist Russland

BERLINER ZEITUNG: Die neue Militärstrategie ändert das Verhältnis zwischen Moskau und Berlin dauerhaft. Das hat Folgen für alle Deutschen.

Deutschland bereitet sich auf einen Krieg vor. Das von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius am Mittwoch vorgestellte Paket soll die Bundeswehr zur „stärksten konventionellen Armee Europas“ machen. Pistorius präsentierte eine neue Militärstrategie, ein „Fähigkeitsprofil“ der Bundeswehr und einen „Plan zum personellen Aufwuchs“.

In der Strategie wird klar: Deutschlands erster Feind ist Russland. Laut dem Papier hat sich das Ministerium „detailliert“ mit dem „internationalen Handlungs- und Bedrohungsumfeld“ beschäftigt und „daraus Folgerungen für die Bundeswehr“ gezogen. Die Bundeswehr kommt ohne Wenn und Aber auf den Punkt: „Ihr Schwerpunkt liegt dabei auf Russland als für die deutsche, europäische und transatlantische Sicherheit auf absehbare Zeit größte und unmittelbare Bedrohung.“ Russland stelle „eine gesamtstaatliche und umfassende militärstrategische Bedrohung dar“: Russland agiere „bereits heute unterhalb der Schwelle des Krieges“. Daher seien „alle Elemente des Staates gefordert“. » | Michael Maier | Mittwoch, 22. April 2026

Friday, April 03, 2026

Ist Trump ein Russischer Einfluß-Agent? "Erdrückende Indizien"

Apr 2, 2026 | Sandra Navidi hält Trump für ein Asset, einen Einfluss-Agenten, Putins. Sie nennt Angriffe auf Justiz, Medien und Fed sowie den Ausstieg aus der NATO und Ukraine als Muster.

Saturday, March 21, 2026

Russisch und schwul in Berlin...

Sergei und Evgenij beschreiben, wie das Leben für Schwule in Russland aussieht.

Saturday, February 28, 2026

Iran: Russland warnt vor „Ausbruch des Dritten Weltkriegs“

BERLINER ZEITUNG: Moskau fordert Krisensitzung des UN-Sicherheitsrat und warnt vor einem Flächenbrand in der Region. Auch China und die Türkei sehen diese Gefahr.

Russland forderte ein sofortiges Ende der US-amerikanischen und israelischen Angriffe auf den Iran und erklärte, die Situation müsse „auf den Weg einer politischen und diplomatischen Lösung zurückgeführt werden“. In einer Stellungnahme erklärte das russische Außenministerium laut Al Jazeera, die internationale Gemeinschaft müsse rasch eine objektive Bewertung der aus seiner Sicht unverantwortlichen Aktionen abgeben, die die Region weiter destabilisieren könnten. Russland sei weiterhin bereit, wie bisher die Bemühungen um friedliche Lösungen auf der Grundlage des Völkerrechts, gegenseitigen Respekts und eines ausgewogenen Interessenausgleichs zu unterstützen. » | Michael Maier | Samstag, 28. Februar 2026

Wednesday, February 25, 2026

Inside Russia: Im Krieg gegen die Ukraine und das eigene Volk | SPIEGEL TV

Feb 25, 2026 | Seit genau vier Jahren greift Putin die Ukraine an. Sein Ziel: die Wiederherstellung Russlands in den Grenzen der Sowjetunion. Doch wie sieht es im eigenen Land aus? In Teilen der Bevölkerung ist die Zustimmung für den Kremlchef hoch, Familien gefallener Soldaten erhalten großzügige Prämien und die russische Rüstungsindustrie boomt trotz Sanktionen. Doch die meisten Regimekritiker sind entweder tot, im Gefängnis oder haben sich ins Ausland abgesetzt.

SPIEGEL TV spricht mit Angehörigen getöteter Soldaten, geflüchteter Oppositioneller und Kriegsdienstverweigerer und stellt die Frage: Welche Rolle die Geheimdienste in Putins Herrschaft spielen. Innenansichten aus einem abgeschotteten System.


Tuesday, February 10, 2026

Wenig Interesse, kaum Widerstand: Warum Russlands Bevölkerung Putins stärkste Waffe ist

BERLINER ZEITUNG: Das Interesse am Ukraine-Krieg nimmt in Russland ab, doch die Unterstützung bleibt hoch. Lewada-Umfragen zeigen: Politische Apathie stabilisiert Putins Kurs.

Den jüngsten Umfragen des unabhängigen russischen Meinungsforschungsinstitutes Lewada-Zentrum zufolge stagniert das Interesse der russischen Bevölkerung am Kriegsgeschehen in der Ukraine seit dem Höchstwert von 66 Prozent im September 2022 bei rund 50 Prozent. Im Januar 2026 verfolgten nur noch 45 Prozent der Befragten (13 Prozent „sehr aufmerksam“ und 32 Prozent „ziemlich aufmerksam“) das Kriegsgeschehen.

Auch die Unterstützung der sogenannten Spezialmilitäroperation bleibt nach wie vor auf einem hohen Niveau. Demnach befürworten im Januar 76 Prozent der Befragten das Vorgehen der russischen Streitkräfte in der Ukraine; davon 43 Prozent „definitiv ja“ und 33 Prozent „eher ja“. Gleichzeitig bleibt die Zahl derjenigen, die den Kriegshandlungen gegenüber eine ablehnende Haltung zeigen, mit 16 Prozent deutlich unter der 20-Prozent-Marke. Selbst wenn man 8 Prozent der Befragten mit „keiner Antwort“ zu den Kriegsgegnern hinzurechnet, bleibt die Zahl der skeptisch eingestellten Personen unter 25 Prozent. Im Übrigen wurde die höchste Negativstimmung unmittelbar nach dem Ausbruch der Kampfhandlungen Ende Februar 2022 mit 23 Prozent (sowie 9 Prozent „keine Antwort“) gemessen. » | Alexander Dubowy | Dienstag, 10. Februar 2026

Thursday, January 15, 2026

Russland kritisiert Entsendung europäischer Soldaten nach Grönland

BERLINER ZEITUNG: Russland hat die Entsendung von Soldaten aus mehreren Nato-Ländern nach Grönland kritisiert und dem Bündnis vorgeworfen, die Annexionsdrohungen von US-Präsident Donald Trump für eigene Interessen zu missbrauchen.

Die russische Botschaft in Brüssel hat die Ankündigung mehrerer europäischer Länder kritisiert, Soldaten nach Grönland zu entsenden. Die Nato nutze die jüngsten Aussagen von US-Präsident Donald Trump zu einer möglichen Übernahme Grönlands „zur Förderung einer antirussischen und antichinesischen Agenda“, erklärte die Botschaft laut der russischen Zeitung Iswestija.

Von europäischer Seite seien „bereits Aufrufe zu hören, die Insel einzukreisen und dort eine Art groß angelegte kollektive Landung durchzuführen“, hieß es weiter. Mehrere Länder, darunter auch Deutschland und Frankreich, hatten angekündigt, im Rahmen einer gemeinsamen Militärübung mit dem Namen „Operation Arctic Endurance“ Soldaten nach Grönland zu schicken. » | Gabriel Pol | Donnerstag, 15. Januar 2026

Wednesday, January 14, 2026

Die Romanows | Die letzte Familie der Zaren

15 Dec 2025 | Die Romanows - Die Dokumentation spannt den Bogen von der Blütezeit der Herrscherfamilie bis zum Vermächtnis der Romanows.

Die Romanows (2014)
Regisseur: Manfred Oldenburg Genre: Dokumentarfilm, Geschichte
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 05.08.2014 (Deutschland)

Handlung:
Keine andere Familie hat Russland so geprägt wie die Romanows. Drei Jahrhunderte lang herrschte die Zarendynastie über das größte Land der Erde. Mit Heiratspolitik, Waffengewalt und diktatorischer Härte manifestierten die Romanows ihre Macht. Mythen und Legenden ranken sich um das Herrschergeschlecht. Große Namen sind mit ihm verbunden, verehrt und gefürchtet gleichermaßen.

Peter der Große modernisierte das Land und machte es zur europäischen Großmacht. Mit Katharina der Großen eroberte eine Deutsche den russischen Zarenthron. Mit Verstand und Tücke wurde sie zur mächtigsten Frau der Welt. Unter Nikolaus II. ging das Zarenreich unter. In einem der brutalsten politischen Morde des 20. Jahrhunderts wurden der letzte Zar, seine Familie und seine treuesten Diener in der Nacht vom 16. auf den 17. Juli 1918 umgebracht.

In ganz Russland machten die Bolschewiken in jenen Tagen Jagd auf Angehörige der Romanow-Familie. 18 Mitglieder der Dynastie und zahllose Menschen aus ihrem Umfeld fielen ihnen zum Opfer. Doch einige konnten rechtzeitig außer Landes flüchten. Rund 60 Angehörige der Zarenfamilie leben heute in der Welt verteilt.

Die Filmemacher besuchten die Nachfahren der Romanows. Persönlich und kenntnisreich blicken die hochbetagten Brüder Prinz Nicholas und Prinz Dimitri auf ihre Familiengeschichte zurück. Bis heute begleitet sie das Schicksal der Zarenfamilie, zu dessen Aufklärung sie aktiv beigetragen haben. Wie es gelungen ist, den Jahrhundertmord mit all seiner Brutalität und den vielen Rätseln aufzuklären, berichtet Chefermittler Wladimir Solowjow eindrucksvoll. Zeugnis vom einstigen Leben am russischen Zarenhof legt Xenia Sfiris ab, die Großnichte des letzten Zaren. Aus erster Hand erzählt sie von den Erinnerungen ihrer Großeltern an die Zarenfamilie und an den Zarenflüsterer Rasputin, der im Haus ihrer Großeltern unter Mitwirkung ihres Großvaters legendär ermordet wurde.

Wie sich die Ereignisse im Zarenreich zugetragen haben, dokumentiert der Film bildgewaltig. Er nimmt den Zuschauer mit auf eine Entdeckungsreise durch die Geschichte Russlands. Von ausgenommener Schönheit präsentieren sich in St. Petersburg die Romanow-Paläste als steinerne Zeugen von einstiger Macht und unermesslichem Reichtum, während in Jekaterinburg die Narben der Vergangenheit vom Massaker an der Zarenfamilie allgegenwärtig sind. Selbst hinter den Pforten des Moskauer Kremls, wo einst die Geschichte der Romanow-Herrschaft begann, gelang es, seltene Aufnahmen aus dem Zentrum der Macht zu machen.

Die Dokumentation spannt den Bogen von der Blütezeit der Herrscherfamilie bis zum Vermächtnis der Romanows. Anhand ausgewählter Biografien reflektiert der Film die Geschichte des zaristischen Russlands und beschäftigt sich mit der übergeordneten Frage, wie die 300-jährige Herrschaft der Romanows das Land geprägt hat. Auf spannende und unterhaltsame Weise wird dabei auch der Ursprung der heutigen Machtverhältnisse ergründet. Denn das Erbe der Zaren ist auch im heutigen Russland noch deutlich spürbar – nicht nur an den imposanten Bauwerken, die die Romanows errichten ließen. Wer die heutige Politik in Russland beobachtet, entdeckt viele Parallelen zu längst vergangenen Zeiten.