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Monday, December 29, 2025

Ein Tag in Berlin 1943 - Der Passfälscher | Terra X

Dec 28, 2025 | 1943 soll Berlin nach dem Willen Adolf Hitlers "judenrein" werden. Cioma Schönhaus ist einer der Zehntausenden Juden, die nicht rechtzeitig ausgereist sind und nun von der Deportation in den Osten bedroht sind. Unter falscher Identität taucht Schönhaus unter und hilft sich und anderen Juden, die Verfolgung durch die Nazis zu überleben. Er tarnt sich als sogenannter "arischer" Deutscher und wird als Passfälscher Teiles eines Widerstandnetzes und verhilft dadurch Hunderten Verfolgten zur Flucht.

Der jüdische Grafiker und Flüchtling Chimo Schönhaus hat nicht nur persönliche Dokumente hinterlassen, in Audio-Aufnahmen mit Interviews aus der Nachkriegszeit berichtet er ausführlich vom Alltag als Verfolgter des Nazi-Regimes. Seine Geschichte steht stellvertretend für viele Deutsche jüdischen Glaubens, die weder emigrieren noch die Nazi-Zeit in einem Versteck überstehen konnten.

Es ist ein Alltag, der sie mit heimlicher Hilfe und offenem Verrat konfrontiert, der sie in ständiger Bewegung hält, im steten Wechsel aus Auf- und Abtauchen. „U-Boote“ nennen die Berliner die jüdischen Menschen auf der Flucht. Am Ende gelingt es nur rund 1500 von den in Berlin untergetauchten Juden die Verfolgung zu überstehen. Chimo Schönhaus ist einer von ihnen.

Dieses Video ist eine Produktion des ZDF, in Zusammenarbeit mit Storyhouse productions.


Monday, December 22, 2025

Hannah Arendt: Eine Jüdin im Pariser Exil | Doku HD | ARTE

Dec 21, 2025 | Hannah Arendts Positionen zum Jüdisch-Sein, zum Verhältnis Israel-Palästina und zu autoritär-totalitären Systemen scheinen aktueller denn je. Mit dem Biografen Thomas Meyer begibt sich die Dokumentation in die Zeit ihres Pariser Exils. An der Seine legte sie die Grundlagen für ihre späteren Werke, durch die sie Weltgeltung erlangen sollte.

Am 4. Dezember 2025 jährt sich zum 50. Mal der Todestag von Hannah Arendt. Die 1930er Jahre verbrachte die jüdische Publizistin auf der Flucht vor den Nationalsozialisten im Pariser Exil. Dort rettete sie Kindern und Jugendlichen das Leben, indem sie ihnen die Flucht nach Palästina ermöglichte. Arendts Analysen des Antisemitismus, ihre Forderung nach dem Recht, Rechte zu haben, wie auch ihre Auseinandersetzung mit der Assimilation von Juden an die Mehrheitsgesellschaft gründen in diesem Lebensabschnitt. Ebenso bildete sich ihre pro-zionistische Sicht auf die Gründung Israels heraus, die quer zu den Ansichten der rechten Strömung der Bewegung stand.

Die zum Bestseller avancierte Biografie von Thomas Meyer hat Arendts Zeit in Paris erstmals gründlich erforscht. Mit Meyer begibt sich die Dokumentation zu den Wirkungsstätten der politischen Denkerin - so nach Gurs, einem Internierungslager im Süden Frankreichs. Nach Kriegsbeginn wurden hier auch deutsche Juden interniert, die sich in Frankreich aufhielten. In einem kleinen Zeitfenster wurden manche Häftlinge entlassen, nur knapp entging Arendt so der Deportation nach Auschwitz-Birkenau.

Erst in ihrer neuen Heimat New York erfuhr Hannah Arendt vom Holocaust und verfasste ihre eindrucksvollen Thesen zu totaler Herrschaft als Praxis vollständiger Entmenschlichung. Neben Biograf Thomas Meyer kommen in der filmischen Annährung an diese Jahre ihres Lebens der Philosoph Omri Boehm, die Trägerin des Adorno-Preises und des Hannah-Arendt-Preises für politisches Denken 2025, Seyla Benhabib sowie die französische Arendt-Expertin Martine Leibovici und Marina Touillez zu Wort, deren Darstellung von Arendts Pariser Exil-Umfeld in Frankreich intensiv diskutiert wurde.

Dokumentation von Christian Bettges (D 2025, 52 Min)
Video auf YouTube verfügbar bis zum 10/03/2026


Sunday, November 09, 2025

Antisemitismus 1938 - Verbotene Bilder vom Pogrom | Terra X

Nov 5, 2023 | In der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 brennen überall in Deutschland die Synagogen. Das Nazi-Regime untersagt, Aufnahmen von den Exzessen zu veröffentlichen. Dennoch entstehen Bilder, die es eigentlich nicht geben dürfte. Erst Jahrzehnte später werden viele von ihnen gefunden. Wer hat sie gemacht? Und was erzählen sie von der Nacht des Terrors?

Der staatliche Antisemitismus beginnt mit Hitlers Aufstieg zur Macht. Die Ausgrenzung von Jüdinnen und Juden schlägt während der Novemberpogrome um in offenen Hass. Vorwand für die Pogrome ist die Tat des Juden Herschel Grynszpan, der am 7. November 1938 auf den deutschen Diplomaten Ernst vom Rath schießt.

Der nun stattfindende, geplante Gewaltausbruch gleicht einem Flächenbrand. Über 1400 Synagogen in Deutschland werden gebrandschatzt oder verwüstet. Es sterben mehr als 400 Menschen, zahllose Frauen werden vergewaltigt. Die SS sperrt 30.000 jüdische Männer in Konzentrationslagern ein. Viele werden die Haft nicht überleben.


Thursday, October 23, 2025

Der Moment vor dem Holocaust - Novemberpogrome 1938 (2/2) | Doku HD | ARTE

Oct 23, 2025 | Im November 1938 erschüttern antisemitische Exzesse das gesamte Deutsche Reich: Brennende Synagogen, Verhaftungen und Deportationen zeigen den unverhohlenen Hass des NS-Regimes auf die jüdische Bevölkerung - und markieren eine neue Dimension staatlicher Willkür.

Die Gewaltexzesse in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 bildeten bis dahin den Höhepunkt des systematischen staatlichen Antisemitismus im Deutschen Reich. Aufgrund der Vielzahl zerstörter Schaufensterscheiben entstand zunächst der Begriff „Reichskristallnacht" für die Ereignisse, die eine neue Phase der offenen Diskriminierung, Repression und Verfolgung der jüdischen Bevölkerung einleitete.

An den Übergriffen beteiligten sich nicht nur Gruppierungen der NSDAP, sondern zum Beispiel auch Schulklassen. Nur wenige Menschen hatten den Mut, ihren jüdischen Nachbarn zu Hilfe zu kommen. Große Teile der nichtjüdischen Bevölkerung mögen die Pogrome stillschweigend abgelehnt haben und über die Vorkommnisse schockiert gewesen sein, die wenigsten jedoch wurden aktiv, als Tausende Menschen getötet, gedemütigt, misshandelt oder verhaftet wurden.

Der flächendeckenden Gewalt im nationalsozialistischen Deutschland waren antijüdische Aktionen in Kassel, Fulda und anderen Städten vorausgegangen. Als Vorwand für die als „Volkszorn“ deklarierten Novemberpogrome nutzten die Nazis die Tötung des deutschen Botschaftsmitarbeiters Ernst vom Rath in Paris durch den jüdischen Emigranten Herschel Grynszpan.

Die Dokumentation veranschaulicht anhand von seltenen Archivaufnahmen und Zeitzeugenberichten nicht nur die bis heute fassungslos machenden Gewaltakte gegenüber deutschen Juden, sondern auch die Veränderung des gesellschaftlichen Klimas im Deutschen Reich seit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1933, durch die die Novemberpogrome erst möglich wurden.

Dokumentation von Marie-Pierre Camus und Guillaume Vincent (F 2025, 52 Min)
Video verfügbar bis zum 27/11/2025



La version française est ici.

Die Nacht der Schande - Novemberpogrome 1938 (1/2) | Doku HD | ARTE

Oct 22, 2025 | In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 initiierten die Nazis im gesamten Deutschen Reich antijüdische Gewalttaten. Hunderte in Archiven wiedergefundene Fotos und Filme vermitteln eine Vorstellung von diesen Pogromen. 30.000 Juden wurden in Konzentrationslager deportiert. Die Novemberpogrome markieren ein bis heute bedrückendes Ereignis der deutschen Geschichte.

Seit der Machtergreifung im Jahr 1933 verfolgten die Nationalsozialisten mit geradezu obsessiver Hartnäckigkeit vor allem ein Ziel: Sie wollten sich der Juden entledigen. Von den Nürnberger Gesetzen bis hin zum „Anschluss Österreichs” und den Novemberpogromen 1938 diskriminierten und verfolgten sie die jüdische Bevölkerung systematisch in der Hoffnung, sie ins Exil zu treiben.

Als der aus Polen stammende junge jüdische Emigrant Herschel Grynszpan jedoch am 7. November 1938 auf einen Diplomaten an der deutschen Botschaft in Paris schoss, nahmen die Nationalsozialisten das Attentat zum Vorwand, um das Opfer zum Märtyrer zu erklären und zu Pogromen aufzurufen. Das Ziel war, die im Deutschen Reich verbliebenen Juden durch physische Gewalt und Drohungen zur Flucht zu zwingen. Gleichzeitig wurde die Enteignung und „Arisierung” ihres Besitzes in die Wege geleitet.

Damit markieren die Novemberpogrome ein unumkehrbares Momentum in der Geschichte des NS-Staates und seiner antisemitischen Politik hin zu einer staatlich gelenkten, systematischen Vertreibung durch Diebstahl, Gewalt und Einschüchterung. Während die deutschen Juden bis dahin versucht hatten, mehr oder weniger geordnet zu emigrieren, kam es nun zu einer panischen Massenflucht. Doch in den meisten Aufnahmeländern begegnete man den Geflüchteten feindselig. Nur wenige Monate später sollte die Falle zuschnappen. Der Krieg brach aus und holte auch jene ein, die geglaubt hatten, dem NS-Wahn entkommen zu sein.

Dokumentation von Marie-Pierre Camus und Guillaume Vincent (F 2025, 52 Min)
Video verfügbar bis zum 27/11/2025



La version française est ici.

Wednesday, October 22, 2025

Antisemitismus – Judenhass in der Schweiz | DOK | SRF

May 22, 2025 | Beschimpfungen, Anspucken, Tätlichkeiten oder Angriffe auf Leib und Leben. 2024 gab es in der Schweiz so viele antisemitische Vorfälle wie nie zuvor. Jede dritte jüdische Person erwägt, nach Israel auszuwandern.

Es ist nicht einfach, Jüdinnen und Juden zu finden, die offen über das Thema Antisemitismus reden. Zu gross ist die Angst vor den Folgen. Wer sich offen zum jüdischen Glauben bekennt, lebt gefährlich.

«Man ist immer davon ausgegangen, dass die Schweiz im Bereich Antisemitismus speziell ist, dass sie anders tickt als die europäischen Länder», sagt Jonathan Kreutner, Generalsekretär des Schweizerisch Israelitischen Gemeindebunds (SIG). «Das ist nicht mehr so.»

«DOK» spricht mit Jüdinnen und Juden in der Schweiz und fragt, wie sie Antisemitismus in ihrem Alltag erleben und wie sie damit umgehen. Erfahrungen haben alle schon gemacht damit. Die Reaktionen sind sehr unterschiedlich: von resigniert bis kämpferisch.

«Antisemitismus in der Schweiz hat sich spürbar gegen jeden Widerstand durchgesetzt. Was vor dem 7. Oktober im Versteckten gedacht und gesagt wurde, ist an die Oberfläche gespült worden», stellt der SIG fest.


Wednesday, September 17, 2025

Merz hält emotionale Rede bei Wiedereröffnung einer Synagoge in München

Sep 16, 2025 | Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat den jüdischen Gemeinden ein entschiedenes Vorgehen gegen Antisemitismus zugesagt. Er sage hiermit "jeder Form des alten und des neuen Antisemitismus in Deutschland (...) den Kampf an", sagte Merz bei der Wiedereröffnung der Synagoge Reichenbachstraße in München. Das während der NS-Zeit verwüstete und nun restaurierte Gotteshaus im Bauhaus-Stil bezeichnete er als "Kunstdenkmal", das "Ausdruck jüdischer Lebenskraft" in Deutschland sei.

Man werde im Namen der Bundesregierung alles Mögliche tun, damit jüdische Menschen in Deutschland "ohne Angst leben, feiern und studieren können", sagte Merz. Er sei entsetzt darüber, dass Antisemitismus in Deutschland wieder aufgeflammt sei. Dies beschäme ihn als jemanden, der "mit dem 'Nie wieder' als Auftrag" aufgewachsen sei, sagte der Kanzler. Er schien mit den Tränen zu kämpfen, als er an die unmenschlichen Verbrechen der Nationalsozialisten an Juden erinnerte.


Tuesday, August 26, 2025

Antisemitismus in Berlin: Jüdisches Leben unter Druck | DW Nachrichten

Aug 26, 2025 | Seit dem 7. Oktober 2023 und dem Krieg im Gazastreifen gibt es in Deutschland mehr antisemitische Vorfälle. Die Angriffe auf Juden stiegen um 20 Prozent. In Berlin fürchten sich viele Juden - vor allem in der Öffentlichkeit.

Saturday, June 21, 2025

Antisemitismus – Judenhass in der Schweiz | DOK | SRF

May 22, 2025 | Beschimpfungen, Anspucken, Tätlichkeiten oder Angriffe auf Leib und Leben. 2024 gab es in der Schweiz so viele antisemitische Vorfälle wie nie zuvor. Jede dritte jüdische Person erwägt, nach Israel auszuwandern.

Es ist nicht einfach, Jüdinnen und Juden zu finden, die offen über das Thema Antisemitismus reden. Zu gross ist die Angst vor den Folgen. Wer sich offen zum jüdischen Glauben bekennt, lebt gefährlich.

«Man ist immer davon ausgegangen, dass die Schweiz im Bereich Antisemitismus speziell ist, dass sie anders tickt als die europäischen Länder», sagt Jonathan Kreutner, Generalsekretär des Schweizerisch Israelitischen Gemeindebunds (SIG). «Das ist nicht mehr so.»

«DOK» spricht mit Jüdinnen und Juden in der Schweiz und fragt, wie sie Antisemitismus in ihrem Alltag erleben und wie sie damit umgehen. Erfahrungen haben alle schon gemacht damit. Die Reaktionen sind sehr unterschiedlich: von resigniert bis kämpferisch.

«Antisemitismus in der Schweiz hat sich spürbar gegen jeden Widerstand durchgesetzt. Was vor dem 7. Oktober im Versteckten gedacht und gesagt wurde, ist an die Oberfläche gespült worden», stellt der SIG fest.



Aufgepaßt! Diese Doku ist für Kinder und hochempfindliche Leute ungeeignet. – Mark

Sunday, January 26, 2025

Holocaust-Leugner verhöhnen KZ-Opfer: »Dieser Hass ist gesund« | SPIEGEL TV

Mar 2, 2024 | Der Hass auf Juden ist zurück. Am ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald zeigt Deutschland seine hässliche Seite: Hakenkreuze werden geschmiert, der Holocaust geleugnet.

In Detmold versucht ein rechter Anwalt eine ehemalige Hofsynagoge abzureißen zu lassen und im KZ Dachau werden die Opfer des NS-Regimes öffentlich verhöhnt.

Yuvina Kostrzewa und Henrik Neumann berichten über den Hass, der in ganz Deutschland Einzug hält.


Thursday, October 03, 2024

Israel-Hass in Deutschland: Straßen-Demos zeigen, "Integration und Erinnerungskultur gescheitert!"

Oct 3, 2024 | Jubel bei pro-palästinensischer Demonstration in Berlin sorgt für Entsetzen In Berlin kam es zu erschreckenden Szenen, als pro-palästinensische Aktivisten bei einer Demonstration über Raketenangriffe auf Israel jubelten. Während in Israel Menschen durch Terroranschläge ermordet wurden, feierten in Neukölln und im Wedding Aktivisten öffentlich die Gewalt. Die israelische Botschaft verstärkte daraufhin die Sicherheitsvorkehrungen. Experten warnen vor einer zunehmenden Radikalisierung in Deutschland, die sowohl von arabisch-muslimischen Gruppen als auch von linksradikalen Netzwerken ausgeht. Antisemitische Äußerungen und Feindseligkeiten gegen Israel nehmen seit dem 7. Oktober deutlich zu.

Monday, September 16, 2024

Eine Geschichte des Antisemitismus (4/4) | Doku HD Reupload | ARTE

Sep 16, 2024 | Nach dem Ende des „Dritten Reiches“ kam das ganze Ausmaß der Nazi-Gräuel ans Licht. Und doch keimte der Antisemitismus gleich nach dem Krieg wieder auf – und Antizionismus und Negationismus wurden zu neuen Ausdrucksformen des Antisemitismus. Nie zuvor wurde Judenfeindlichkeit so stark angeprangert, strafrechtlich verfolgt und verurteilt wie heute. Und doch kommt sie zurück: verdeckt oder in schamloser Offenheit, in unterschiedlichen neuen Ausprägungen. Wie ist Antisemitismus nach Auschwitz überhaupt noch möglich?

Als Anfang 1945 die Lager nacheinander befreit wurden, kam das ganze Ausmaß der Nazi-Gräuel ans Licht, der millionenfache Mord an Jüdinnen und Juden. Diese Morde wurden als Holocaust bezeichnet, „ganz verbrannt“ meint dieses Wort im Griechischen. Shoah, der hebräische Begriff für den Völkermord an etwa 6,3 Millionen europäischen Juden, bedeutet „das große Unheil“.

Aber gleich nach dem Krieg keimte der Antisemitismus wieder auf. Im Pogrom von Kielce im Südosten Polens wurden am 4. Juli 1946 40 Juden und Jüdinnen, Überlebende der Shoah, ermordet. Auslöser des Pogroms war die angebliche Entführung eines neunjährigen Jungen, Henryk Blaszczyk. In der Folge des Pogroms kam es zu einer Emigrationswelle aus Polen nach Deutschland und Frankreich.

Nach der Staatsgründung Israels am 14. Mai 1948 wurden in den arabischen Ländern Juden, deren Vorfahren oft über tausend Jahre in diesen Ländern lebten, gezwungen, auszuwandern. Zurück blieb ein Antisemitismus ohne Juden, für den sich niemand mehr zu schämen schien.

Der Vatikan setzte dem 2.000-jährigen Antijudaismus offiziell ein Ende. Antizionismus und Negationismus, also die Leugnung des Holocaust, wurden zu neuen Ausdrucksformen des Antisemitismus. Mit dem 21. Jahrhundert begann ein neues Kapitel in der Geschichte des Antisemitismus. Noch nie zuvor wurde Judenfeindlichkeit so stark angeprangert, strafrechtlich verfolgt und verurteilt. Und doch ist die Feindschaft gegenüber Juden zurück: Antisemitismus ist heute sehr sichtbar, teils offen, teils verdeckt, sehr oft laut und in unterschiedlichen neuen Erscheinungsformen.

Autor und Regisseur Jonathan Hayoun ist M.A. in Politischer Kommunikation, jüdischen Wissenschaften und audiovisueller Produktion. Er war Präsident der UEJF (Union des Étudiants Juifs de France) und Regisseur des ARTE-Dokumentarfilms „Rettet Auschwitz!“ (2017).

Koautorin Judith Cohen Solal ist klinische Psychologin und Psychoanalytikerin. Sie hat ein pädagogisches Konzept zur Bekämpfung von Rassismus und Antisemitismus in französischen Schulen entwickelt.

Dokureihe, Regie: Jonathan Hayoun und Judith Cohen Solal (F 2022, 52 Min)
Verfügbar bis zum 01/03/2025


Monday, August 19, 2024

Jüdische Menschen als Feindbild - Antisemitismus von allen Seiten I frontal

Aug 14, 2024 | Seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel hat sich die Zahl antisemitischer Gewalttaten deutlich erhöht. Der Verfassungsschutz spricht von einer neuen Bedrohungslage: Auf der Straße und an Universitäten werden jüdische Menschen offen beleidigt, diffamiert und angegriffen.

Ein pro-palästinensischer Student prügelte seinen Kommilitonen Lahav Shapira krankenhausreif - mitten in Berlin. Die Folgen: Schädel-Hirn-Trauma, Nasenbeinbruch und Hirnblutung.

Der Präsident des Verfassungsschutzes Thomas Haldenwang warnt vor neuen Allianzen zwischen rechten, linken und islamischen Extremisten. Antisemitismus verbinde sie alle als gemeinsames Ideologieelement. Haldenwang mahnt, dass alle Deutschen verantwortlich seien, um jüdisches Leben in Deutschland möglich zu machen.


Friday, June 21, 2024

Der Bundestag gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus

Jan 21, 2024 | Im Bundestag findet eine Holocaustgedenkstunde statt. Als Gastredner sind die Holocaustüberlebende Eva Szepesi und der Publizist Marcel Reif geladen. | Bildrechte Thumbnail: Fabrizio Bensch/Reuters

Friday, January 26, 2024

Judenhass - Unser Leben nach dem 7. Oktober | Reportage | Kontraste

Jan 25, 2024 | Nach dem brutalen Massaker der Terrorgruppe Hamas hat der Antisemitismus eine neue Qualität erreicht, auch in Deutschland: Brandanschläge auf Synagogen, Davidstern-Markierungen an Haustüren und "Verpisst-Euch-Rufe" an deutschen Universitäten. Kontraste hat über die letzten drei Monate vier deutsche Juden bei ihrem Kampf gegen den Hass begleitet.

Friday, December 22, 2023

Holocaust-Überlebende Margot Friedländer im Gespräch | WDR Aktuelle Stunde

Nov 9, 2023 | Die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer hat die Pogromnacht 1938 in Berlin miterlebt. Sie war im KZ Theresienstadt und hat überlebt. Ihre Mutter und ihr Bruder wurden in Auschwitz ermordet.

1946 zog sie mit ihrem Mann nach New York. Erst mit 88 Jahren, nach dem Tod ihres Mannes, kehrte sie zurück nach Berlin. Heute tritt sie als Zeitzeugin auf. Im Gespräch mit dem WDR erzählt sie unter anderem, warum sie zurück nach Deutschland gekommen ist, wie sie über die Demos mit antisemitischen Parolen denkt und was sie den Menschen in Deutschland rät.


Tuesday, December 12, 2023

Harvard-Chefin wegen Antisemitismus am Pranger

Dec 12, 2023 | Uni-Campusse werden zum „Ground Zero“ des Antisemitismus in den USA – und jetzt gießen die Präsidentinnen von drei Elite-Universitäten Öl ins Feuer. Der Feuersturm über die unfassbaren Aussagen schockt die Nation.

Sunday, December 10, 2023

NZZ: #NieWiederIstJetzt: Antisemitismus ist seit Israels Militäroffensive wieder überall

Dec 8, 2023 | Seit dem 7. Oktober 2023 und dem Ausbruch des brutalen Krieg zwischen Israel und Palästina im Gazastreifen nehmen antisemitische Inhalte wieder zu. Wir sehen das an Hauswänden, auf Strassen und Friedhöfen, aber eben auch im Internet. Vor allem auf Social Media werden viele Inhalte geteilt und geliked, die antisemitisches Gedankengut beinhalten. Und das ist ein Problem. Antisemitismus kommt wieder an die Oberfläche - das weckt böse Erinnerungen an die 1930er Jahre. Aber was ist Antisemitismus denn genau? Und welche Posts sind antisemitisch, die vielleicht jede:r von uns schon einmal geteilt oder geliked hat? Wir erklären im Video zusammen mit Erik Petry, Historiker für Jüdische Geschichte an der Universität Basel, was Antisemitismus ist, wie er sich aktuell zeigt und warum Antisemitismus so gefährlich ist.

Saturday, December 02, 2023

Unter Generalverdacht

Mit Hass zu kämpfen: „Wohl keine andere Minderheit in Deutschland hat so heftig mit Vorurteilen zu kämpfen wie Muslime“, meint der Autor Alexander Jürgs. | Bild: LUCAS BÄUML

MUSLIMFEINDLICHKEIT UND JUDENHASS

FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG: Die Dimension der Muslimfeindlichkeit wurde lange unterschätzt. Dagegen muss etwas unternommen werden. Wer deshalb aber muslimischen Antisemitismus kleinredet, tut der Debatte keinen Gefallen. Eine Analyse.

Das Problem ist groß, darüber gesprochen wird viel zu wenig: Muslimfeindlichkeit. Wohl jeder zweite Deutsche hat Vorurteile gegenüber Muslimen und bejaht pauschalisierende Aussagen über die Mitglieder der islamischen Religion. Mehr als jeder Dritte will in seinem Heimatort keinen Bürgermeister muslimischen Glaubens haben. 38 Prozent der Deutschen fühlen sich „durch die vielen Muslime manchmal wie ein Fremder im eigenen Land“.

Mehr als die Hälfte der Deutschen sagt: Der Islam passt nicht in die Gesellschaft. 30 Prozent wollen, obwohl es gegen das Grundgesetz verstoßen würde, dass die Religionsfreiheit für Muslime eingeschränkt wird. Und 29 Prozent wollen ihnen die Zuwanderung nach Deutschland am liebsten generell verbieten. Schockierend, oder? » | Ein Kommentar von Alexander Jürgs | Samstag, 2. Dezember 2023

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Friday, December 01, 2023

Liberale Imamin Seyran Ates wird von konservativen Muslimen mit dem Tode bedroht | DW Nachrichten

Nov 30, 2023 | Antisemitische Ausschreitungen auf Berlins Straßen - seit dem Terror-Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober geschehen sie immer wieder. Unverhohlen fordern Demonstranten die Auslöschung Israels. Für Seyran Ates sind Hass und Gewalt wenig überraschend: Die Imamin und Gründerin einer liberalen Moschee in Berlin macht der Politik schwere Vorwürfe - sie habe das Problem des mulimischen Antisemitismus „totgeschwiegen“. Ihre Gemeinde hat sie zeitweise schließen müssen. Im DW-Interview erklärt sie die Hintergründe und erzählt, warum.