Seine bekannteste Rettungstat ereignete sich 1944. In den Ruinen der zerstörten Stadt entdeckte er den ausgehungerten jüdischen Pianisten Władysław Szpilman. Anstatt ihn festzunehmen, versorgte Hosenfeld ihn mit Lebensmitteln, Kleidung und einem sicheren Versteck – eine Tat, die später im Film Der Pianist weltweite Bekanntheit erlangte. Nach Kriegsende geriet Hosenfeld in sowjetische Gefangenschaft. Er wurde misshandelt und zu 25 Jahren Arbeitslager verurteilt. Trotz der Fürsprache von Überlebenden, die er gerettet hatte, kam es nie zu seiner Freilassung. 1952 starb er in der Haft. 2008 erkannte Yad Vashem Wilhelm Hosenfeld posthum als „Gerechten unter den Völkern“ an. Seine Geschichte wirft bis heute die Frage auf, wie individuelles Gewissen selbst innerhalb eines verbrecherischen Systems bestehen kann.
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