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Saturday, February 21, 2015

Hass auf Muslime erreicht neuen Höhepunkt


TAGES ANZEIGER: Menschen mit muslimischem Hintergrund werden in Skandinavien immer mehr zu Sündenböcken. Antimuslimische Parteien in Norwegen, Schweden und Dänemark erhalten Zulauf.

Es ist eine schöne Geste. In Oslo wollen morgen Samstag über achthundert junge Muslime eine menschliche Schutzkette um eine Synagoge errichten. Die Idee des erst 17-jährigen Initiators kommt nicht von ungefähr. «Wir sind nicht alle Terroristen», lautet die Aussage, die dahintersteckt. Denn das ist im Volk und bei Toppolitikern aus der Mitte nicht mehr selbstverständlich.

Rechtspopulisten vor Sieg

Die Stimmung gegenüber Muslimen hat sich in Skandinavien und ganz besonders in Dänemark seit den New Yorker Anschlägen von 2001 und der Mohammed-Karikaturen-Krise mit Ausschreitungen in der islamischen Welt gegen Dänemark 2006 erheblich verschlechtert. … » | Von André Anwar | Stockholm | Freitag, 20. Februar 2015

Saturday, June 14, 2014

Deutschlands Außenpolitik: Gauck fordert größere Bereitschaft zu Militäreinsätzen

Gauck in Oslo: "Auf allen Ebenen ein Ja zu einem aktiven Deutschland"
SPIEGEL ONLINE: Joachim Gauck bekräftigt seine Forderung, Deutschland solle international mehr Verantwortung übernehmen. Im Kampf für Menschenrechte sei es manchmal erforderlich, "auch zu den Waffen zu greifen", sagte der Bundespräsident in Norwegen.

Berlin - Deutschland sollte nach Ansicht von Bundespräsident Joachim Gauck nicht pauschal die Beteiligung an Militäreinsätzen ausschließen. Zu einer aktiven Politik zur Konfliktlösung gehöre es auch, "den Einsatz militärischer Mittel als letztes Mittel nicht von vornherein zu verwerfen", sagte Gauck zum Abschluss seines Norwegen-Besuchs in einem Interview mit Deutschlandradio Kultur. » | dab/dpa/AFP | Samstag, 14. Juni 2014

Wednesday, June 11, 2014

Norwegen will keine Bettler mehr

NEUE ZÜRCHER ZEITUNG: Bettler sollen ab 2015 von den Strassen Norwegens verschwinden. Auf lokaler Ebene könnten schon diesen Sommer Verbote eingeführt werden, die Grossstädte wollen noch zuwarten.

Zehn Jahre nach der Aufhebung eines landesweiten Bettelverbotes will Norwegen ab 2015 wieder ein entsprechendes Gesetz einführen. Gemeinden, die nicht bis zum nächsten Sommer warten wollen, können schon ab 1. Juli ein lokales Bettelverbot in ihren Polizeidistrikten in Kraft setzen. Darauf hat sich am Dienstagabend die aus der konservativen Höyre und der populistischen Fortschrittspartei (FrP) bestehende Regierung in einer ungewöhnlichen Allianz mit der oppositionellen Zentrumspartei verständigt. Die drei haben gleichzeitig beschlossen, betroffene Menschen mit zielgerichteten sozialen Massnahmen zu unterstützen. Konkret sollen jene Länder in Osteuropa, aus denen die meisten Bettler stammen, mit EWR-Geldern unterstützt werden. » | Ingrid Meissl Årebo, Stockholm | Mittwoch, 11. Juni 2014

Monday, September 30, 2013

Oslo: Norwegens Konservative wollen mit Rechtspopulisten regieren

Erna Solberg, Chefin der konservativen Partei Høyre
SPIEGEL ONLINE: Die Sondierungsgespräche mit den bürgerlichen Parteien sind geplatzt. Erstmals in Norwegens Geschichte stehen nun die Rechtspopulisten von der Fortschrittspartei vor der Regierungsbeteiligung. Die konservative Partei Høyre will mit ihnen über eine Minderheitsregierung verhandeln.

Oslo - In Norwegen tritt an die Stelle der langjährigen moderaten Regierung von Premier Jens Stoltenberg voraussichtlich eine Koalition des rechten Parteienflügels. Erna Solberg, Chefin der konservativen Partei Høyre, will mit der rechtspopulistischen Fortschrittspartei FRP ("Fremskrittspartiet") über die Bildung einer Minderheitsregierung verhandeln.

Mit den anderen beiden bürgerlichen Parteien - Christenpartei und der liberalen Partei Venstre - habe man sich auf eine enge Zusammenarbeit geeinigt, erklärte Solberg am Montag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz der Parteien in Oslo. Am liebsten hätte Solberg mit allen drei anderen bürgerlichen Parteien regiert. Deren Positionen lagen jedoch zu weit auseinander. Rigide Einwanderungspolitik » | bos/dpa/Reuters/AP | Monday, September 30, 2013

Tuesday, July 16, 2013

'Neo-Nazi' Singer Vikernes in French Terror Arrest

BBC: A Norwegian musician with links to mass killer Anders Behring Breivik has been arrested in France on "suspicion he was preparing a major terrorist act".

The French interior ministry said Kristian "Varg" Vikernes constituted "a potential threat to society".

He was arrested in central France after his wife bought four rifles.

Vikernes, described by French officials as a neo-Nazi, had in the past received a copy of a manifesto from Breivik, who killed 77 people in Norway in 2011. » | Tuesday, July 16, 2013

THE DAILY TELEGRAPH: Neo-Nazi linked to Norwegian killer Anders Breivik arrested in France: A neo-Nazi linked to Norwegian mass killer Anders Behring Breivik has been arrested in southwestern France after investigators decided he might stage a large "terrorist act", Interior Minister Manuel Valls said. » | Reuters | Tuesday, July 16, 2013

LE FIGARO: Un Norvégien «susceptible de préparer un acte terroriste» arrêté en France : Le néonazi Varg Vikernes, musicien connu de la scène black métal norvégienne, constituait «une menace potentielle pour la société», assure le ministère de l'Intérieur. Sa femme, une Française, a elle aussi été arrêtée. » | Par Anne Jouan | mardi 16 juillet 2013

SPIEGEL ONLINE: Breivik-Sympathisant: Norwegischer Neonazi in Frankreich festgenommen: Er fiel den Ermittlern wegen fremdenfeindlicher und antisemitischer Kommentare im Internet auf: Ein norwegischer Neonazi ist in Frankreich festgenommen worden. Der 40-Jährige gilt als Sympathisant des Attentäters Breivik. » | als/AFP | Dienstag, 16. Juli 2013

Wednesday, February 13, 2013

Terrorfurcht in Norwegen: Mann droht mit Anschlag auf Parlament in Oslo

SPIEGEL ONLINE: Die Polizei riegelte Oslos Zentrum zeitweise weitgehend ab: Ein Mann hat damit gedroht, das Parlament in der norwegischen Hauptstadt zu sprengen. Sicherheitskräfte nahmen einen Verdächtigen fest, mussten ihn kurz darauf aber wieder freilassen.

Oslo - Rund eineinhalb Jahre nach den Anschlägen des Anders Behring Breivik hat eine Bombendrohung die Bürger Oslos in der Nacht zum Mittwoch erneut in Angst versetzt. Dem Polizeichef der norwegischen Hauptstadt, Johan Fredriksen, zufolge sei die "nicht spezifizierte Drohung" durch einen Buspassagier ausgesprochen worden. Die Angaben des Busfahrers habe man als ernstzunehmend eingestuft. » | fdi/dpa | Mittwoch, 13. Februar 2013

Wednesday, August 22, 2012

Friday, June 08, 2012

Arzt: Breivik leidet "wahrscheinlich" an Asperger-Syndrom

DIE PRESSE: Der ehemalige Kinderpsychiater des norwegischen Attentäters vermutet, dass Breivik eine Persönlichkeitsstörung hat. Das allein erkläre aber nicht seine Taten.

Der einstige Kinderpsychiater des norwegischen Attentäters Anders Behring Breivik vermutet, dass sein ehemaliger Patient unter dem Asperger-Syndrom [E] leidet. Per Olav Naess sagte in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit dem Norwegischen Rundfunk NRK, es sei "sehr wahrscheinlich", dassBreivik seit seiner Kindheit unter der Persönlichkeitsstörung leidet. Das Asperger-Syndrom ist eine mildere Form des Autismus. » | Ag. | Freitag, 08. Juni 2012

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Monday, April 23, 2012

Friday, April 20, 2012

Breivik will sich Gefühlskälte antrainiert haben


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Breivik wollte «Al-Kaida für Christen» schaffen

ZEIT ONLINE: Oslo (dpa) - Das Massaker von Utøya schockte am 22. Juli 2011 Norwegen und die Welt. Nun spricht der Attentäter Breivik vor Gericht in Oslo. Er lobt das Terrornetz Al-Kaida, bezeichnet sich als «entmenschlicht» - und zurechnungsfähig.

Breivik ließ sich nach eigenen Aussagen von der Terrororganisation Al-Kaida inspirieren. «Ich habe viel von Al-Kaida gelernt», sagte Breivik am Freitag vor Gericht in der norwegischen Hauptstadt Oslo. Der 33-Jährige hatte während eines Ferienlagers der Sozialdemokraten auf der Fjordinsel Utøya im vergangenen Sommer 69 Menschen getötet, viele davon Jugendliche. Den meisten schoss er gezielt und kaltblütig ins Gesicht. Bei einem Bombenanschlag im Osloer Regierungsviertel riss er acht Menschen in den Tod.

Al-Kaida sei so erfolgreich, weil das Terrornetz «Märtyrer» (Selbstmordattentäter) einsetze. Das Problem mit militanten Islamisten sei aber, dass sie zu sehr auf Sprengstoff und nicht auf Amokläufe mit Schusswaffen setzten. Dennoch habe er die Organisation mehrere hundert Stunden lang in Internet und Filmen studiert und eine Art «Al-Kaida für Christen» schaffen wollen. » | dpa | Freitag, 20. April 2012

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FAZ.NET-Frühkritik: „Beckmann“: Die Wunden reißen auf

FRANKFURTER ALLGEMEINE: Das wird der schwerste Tag, heißt es in Oslo. Am Vorabend des fünften Prozesstages redete „Beckmann“ über den Prozess gegen einen Massenmörder – bis von Breivik, dem politischen Terroristen, nichts mehr übrig war.

Das wird der schwerste Tag, heißt es: der Freitag in Oslo. Schon der Montag war für die Norweger schwer, als Breivik vor den Kameras posierte wie ein Sieger. Der Dienstag, als er seine Erklärung verlas. Der Mittwoch, als er weiter lächelte. Und der Donnerstag, an dem er mit so krassen, völlig entmenschlichten Worten von der Planung der Anschläge berichtete, dass die norwegischen Berichterstatter anschließend Sätze in die Mikrofone sagten wie „Das ist das Heftigste, das ich jemals hörte“ und „Das ist so fern von dem Wirklichkeitsbewusstsein anderer Menschen, wie man sich nur denken kann.“ » | Matthias Hannemann | Freitag, 20. April 2012

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Fünfter Prozesstag in Oslo: Breivik hat sich für Anschläge Gefühle abtrainiert

STERN.DE: Am fünften Prozesstag hat der Massenmörder Anders Breivik geschildert, wie er sich für sein Blutbad abkapselte. Der Angeklagte soll dem Gericht zudem erklären, wie er seine Opfer auf Utøya auswählte.

Um seine Attentate durchzustehen, hat sich der norwegische Massenmörder Anders Behring Breivik nach eigener Aussage emotional total abgekapselt. "Man muss gefühlsmäßig abgestumpft sein, das muss man trainieren", sagte der 33-Jährige am Freitag vor Gericht in Oslo. Bis 2006 sei er ein normaler Mensch gewesen. Danach habe er eine "Entemotionalisierung" begonnen, die mehrere Jahre gedauert habe. Auch seine technische Sprache während der Verhöre sei ein Werkzeug. "Man kann niemanden töten, wenn man mental nicht vorbereitet ist", sagte Breivik. Er sei aber kein Narziss, der vor allem sich selbst liebe. "Ich fühle eine große Liebe für dieses Land. Das ist nicht normal, aber so bin ich."

Der 33-Jährige soll am fünften Prozesstag außerdem über sein Massaker im Ferienlager auf der Fjordinsel Utøya befragt werden. Zum ersten Mal seit Tagen bildeten sich wieder lange Schlangen vor dem Einlass zum Gericht. Richterin Wenche Elizabeth Arntzen wies darauf hin, dass Opfer und Angehörige den Gerichtssaal jederzeit verlassen dürften. Zunächst aber wurde Breivik von seinen eigenen Anwälten zu den Motiven für seine Attentate befragt. Er verstehe sich nicht als Rassisten, sagte der Islamhasser. » | mir/DPA | Freitag, 20. April 2012

STERN.DE: Vierter Prozesstag: Breivik wollte gesamte Regierung töten – Kaltblütig hat der Massenmörder Anders Behring Breivik am vierten Prozesstag in Oslo seine Attentatspläne geschildert. Bei der Bombenexplosion in Oslo wollte er die gesamte Regierung sterben lassen. » | mir/jar/DPA | Donnerstag, 19. April 2012

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Thursday, April 19, 2012

Breivik nennt sich selbst "risikoperverse Person"

WELT ONLINE: Der norwegische Massenmörder Anders Behring Breivik hat sich am vierten Prozesstag zu den Vorbereitungen auf sein Attentat geäußert: Er nahm sich ein Jahr frei und spielte "World of Warcraft".

Der norwegische Massenmörder Anders Behring Breivik hat zu Beginn des vierten Prozesstages zum ersten Mal auf seinen rechtsextremen Gruß mit ausgestrecktem rechtem Arm und geballter Faust verzichtet.

Angehörige seiner Opfer hatten ihn am Vorabend darum gebeten. Nachdem ihm die Handschellen abgenommen wurden, sprach der Attentäter stattdessen länger mit seinem Anwalt. Er wirkte gefasster als am Vortag, als ihn Staatsanwältin Inga Bejer Engh in die Enge getrieben hatte.

Am Donnerstag sollte der 33-Jährige zu seinen Vorbereitungen für die Attentate mit 77 Toten im vergangenen Sommer befragt werden. Staatsanwalt Svein Holden begann mit Breiviks Mitgliedschaft bei den Freimaurern und seiner finanziellen Situation. "Ich war eine ziemlich risikoperverse Person", sagte Breivik zu seinen finanziellen Transaktionen. Ein Jahr lang "World of Warcraft" » | dpa/cor | Donnerstag, 19. April 2012

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Wednesday, April 18, 2012

Psychogramm: Warum Breivik weinte

ZEIT ONLINE: Der Attentäter Breivik zeigt während des Prozesses in Norwegen kein Mitgefühl mit den Opfern. Ihn rührt nur die eigene Propaganda.

Was bewegt diesen Mann? Diese Frage beschäftigt in dieser Woche alle Anwesenden im Osloer Amtsgericht. Fünf Tage lang darf der Terrorangeklagte Anders Behring Breivik seine Motive für die Angriffe in Oslo und auf Utøya am 22. Juli vorigen Jahres erklären. Angriffe, die für die meisten Zuhörer völlig unbegreiflich sind, von denen Breivik selbst aber sagt, sie seien "notwendig" gewesen.

Breivik erklärt sich deutlich: "Ich habe die raffiniertesten, spektakulärsten und brutalsten Attentate verübt, die seit dem Zweiten Weltkrieg von einem militanten Nationalisten begangen wurden", sagte er am Dienstag vor Gericht. Danach las er eine 13-seitige Erklärung seiner Motive vor. Der Terror habe die norwegische und europäische Kulturelite erschreckt, stellt er fest. "Ich und meine revolutionären, nationalistischen Brüder und Schwestern stellen ihren schlimmsten Albtraum dar." » | Von Johan Falnes | Mittwoch, 18. April 2012

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Tuesday, April 17, 2012

Zweiter Prozesstag in Oslo: Breivik verhöhnt seine Opfer

Er hing an seinem wirren Manuskript, lobte das Zwickauer Terrortrio und beschwerte sich, die Medien würden ihn als feige darstellen. Anders Breivik hat vor dem Gericht sein Massaker verteidigt.


Den Artikel hier lesen. | Von Swantje Dake, Oslo | Dienstag, 17. April 2012

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Breivik: «Ja, ich würde es jederzeit wieder tun.»

Im zweiten Prozesstag hat Anders Breivik seine Motive zum Attentat in Oslo dargelegt. Nach seinen eigenen Angaben hatte er den raffiniertesten und spektakulärsten Angriff in Europa seit dem zweiten Weltkrieg unternommen.

Tagesschau vom 17.04.2012

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Norway Mass Killer Anders Behring Breivik Defends Massacre: "I Would Have Done It Again"

CBS NEWS: (AP) OSLO, Norway - Anders Behring Breivik on Tuesday defended his massacre of 77 people, insisting he would do it again and calling the bomb-and-shooting rampage the most "spectacular" attack by a nationalist militant since World War II.

Reading a prepared statement in court, the anti-Muslim extremist lashed out at Norwegian and European governments for embracing immigration and multiculturalism.

He claimed to be speaking as a commander of an "anti-communist" resistance movement and an anti-Islam militant group he called the Knights Templar. Prosecutors have said the group does not exist.

Maintaining he acted out of "goodness not evil" to prevent a wider civil war, Breivik vowed, "I would have done it again." » | AP | Tuesday, April 17, 2012

SPIEGEL ONLINE: Breivik prahlt mit seinen Mordtaten: Der Massenmörder Anders Breivik hat sich vor Gericht der "spektakulärsten Attacke in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg" gerühmt. Damit scheint der Tenor seiner Aussage vorgegeben - laut seiner Verteidiger ist mit weiteren schockierenden Schilderungen zu rechnen. » | ulz/dapd/dpa | Dienstag, 17. April 2012

LE FIGARO: Anders Breivik : «Je le ferais de nouveau» : L'auteur du massacre de 77 personnes en juillet dernier en Norvège a justifié mardi ses actes, tout en demandant sa relaxe. » | Par lefigaro.fr | mardi 17 avril 2012

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Monday, April 16, 2012

Breivik gesteht Schuld nicht ein

Obwohl Breivik die Bluttat gestanden hat, sieht er sich als nicht schuldig. Im letzten Sommer hat Anders Breivik 77 junge Menschen getötet. Seit heute steht er in Oslo vor Gericht. Er ist angeklagt wegen Terrorismus und vorsätzlichen Mordes. Einschätzungen von SF-Sonderkorrespondent Erwin Schmid aus Oslo.

Tagesschau vom 16.04.2012

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Geständiger Massenmörder Breivik pocht auf Notwehr

REUTERS DEUTSCHLAND: Oslo - Der mutmaßliche norwegische Massenmörder Anders Behring Breivik hat den Prozessauftakt am Montag zur Selbstinszenierung genutzt:

Er erklärte sich für nicht schuldig und berief sich auf Notwehr. "Ich gestehe die Taten, aber nicht die strafrechtliche Schuld", sagte der 33-jährige Rechtsextremist. Breiviks Bombenanschlag im Osloer Regierungsviertel und seine Jagd auf Jugendliche auf der Insel Utoya hatten im vergangenen Sommer 77 Menschen das Leben gekostet. Mit seinen Taten habe er Norwegen gegen Muslime verteidigt. Zu Beginn der Verhandlung reckte er in dem hoch gesicherten Gerichtssaal provokativ seinen rechten Arm mit geballter Faust zum Gruß in die Höhe. Im Zentrum des mit großem Interesse verfolgten Prozesses steht vor allem die Frage nach seiner Schuldfähigkeit.

Breivik erschien in einem schwarzen Anzug und einer locker gebundenen Krawatte in dem Osloer Gerichtssaal, der nur über Sicherheitsvorkehrungen wie an Flughäfen zu erreichen ist. Erst kurz bevor er Platz nahm, wurden ihm die Handschellen abgenommen. Gelegentlich unterdrückte Breivik, der seine Haare akkurat gescheitelt trug, ein Gähnen oder trank einen Schluck Wasser, als die Staatsanwältin die Anklagepunkte jedes einzelnen Mordes verlas. Sie schilderte die Panik und Todesangst der Jugendlichen, die Breivik auf der Ferieninsel gejagt und willkürlich niedergeschossen hatte. Einige Details des Massakers waren so drastisch, dass das norwegische Fernsehen die entsprechenden Worte ausblendete. » | Reuters | Montag, 16. April 2012

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