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Thursday, June 15, 2023

Irlands geraubte Kinder | ARTE Re:

Jun 15, 2023 | Unverheiratet schwanger zu sein, das galt im erzkatholischen Irland lange als Schande. Bis 1998 wurden mehr als 50.000 irischen Frauen in sogenannten Mutter-und-Baby-Heimen ihre Kinder weggenommen und zur Adoption freigegeben. Nach Jahren des Schweigens versuchen die Adoptivkinder von damals ihre Mütter wiederzufinden. Sie kämpfen dafür, dass ihr Schicksal endlich anerkannt wird.

In Irland waren Verhütung und Abtreibung lange verboten, Sex vor der Ehe nicht erlaubt und Aufklärung praktisch nicht existent. Bei ungeplanten Schwangerschaften galt die Frau meist als die „Schuldige“, selbst wenn die Schwangerschaft Folge einer Vergewaltigung war. Wer die Schwangerschaft nicht illegal im Ausland beenden wollte oder konnte, hatte im von Kirche und Tradition bestimmten Irland keine Wahl: Der Priester wurde informiert. Und er entschied, ob die Frau verstoßen oder in eines der 18 katholischen Mutter-und-Baby-Heime geschickt wurde. Paul Redmond wurde in einem solchen Heim geboren. Er bezeichnet sich und andere Betroffene als „Überlebende“ eines Skandals, der Irland bis heute erschüttert. Der 59-Jährige sucht immer wieder das heute leerstehende Gebäude auf, in dem er zur Welt gekommen ist. Er erinnert daran, wie es den Babys dort erging: „Viele wurden vernachlässigt, im Bettchen liegen gelassen und selten gewickelt. Vor allem die Kinder, die eine Behinderung hatten oder eine andere Hautfarbe.” Die Folgen waren schrecklich. Im kleinen Ort Tuam im Westen Irlands fand die Lokalhistorikerin Catherine Corless heraus, dass im dortigen Heim die Leichen von fast 800 Babies und Kindern in einem geheimen Massengrab versteckt wurden. Sie hat damit die nationale Aufbereitung des Skandals erst ins Rollen gebracht. Heute setzt sich die 68-Jährige für die Exhumierung der menschlichen Überreste ein. Dafür kämpft auch Anna Corrigan. Sie fand heraus, dass sie zwei Brüder hat, die in dem Heim in Tuam geboren wurden. Für ihren Bruder John gibt es eine Sterbeurkunde, doch was mit William passierte, ist unklar. Eine Exhumierung und DNA-Tests könnten Klarheit schaffen. Anna ist noch immer auf Spurensuche. Sie hat die Hoffnung nicht aufgegeben, dass ihr Bruder William vielleicht noch am Leben ist.

Reportage (D 2023, 32 Min)
Verfügbar bis zum 14/06/2024


Thursday, November 17, 2022

Stern: Sex im Vatikan: Callboy outet 40 katholische Priester

Mar 28, 2018 | Sieben Jahre arbeitete Francesco Mangiacapra als Callboy - für katholische Priester. Bis ihm die Doppelmoral zu viel wurde und er seine geistlichen Kunden outete. Im Gespräch mit dem stern beteuert er nun, keinen Kreuzzug gegen schwule Priester zu führen.

Saturday, November 12, 2022

Verliebt in Gott - Ein junger Mann wird Priester | WDR Doku

Mar 25, 2018 | Priester werden. Das erklärte Ziel von Nicolas aus Duisburg. Doch bis es für ihn soweit ist, muss er sein Studium der Theologie absolvieren und im Zölibat leben. Priesterseminar und pauken sind gar nicht so einfach, wird Nico es schaffen?

Wednesday, November 09, 2022

Eine ehemalige Ordensfrau klagt an | DokThema | BR

Feb 7, 2019 | In der Dokumentation "Missbrauch in der katholischen Kirche: Eine Frau kämpft um Aufklärung" geht es um den Missbrauch von Nonnen und Angehörigen geistlicher Gemeinschaften durch Priester - eine weitere Dimension des Missbrauchskandals der katholischen Kirche. Dokumentiert von BR-Kameras gibt es eine Aussprache zwischen der ehemaligen Ordensfrau Doris Wagner und Kardinal Christoph Schönborn.

Saturday, September 10, 2022

Zölibat – Der katholische Leidensweg | Doku HD | ARTE

Sep 10, 2022 Priester, Theologen und Bischöfe bekennen zunehmend, dass ein Großteil der Geistlichen das Zölibat nicht mehr befolgt. Sie verurteilen die Institution Kirche und ihren Umgang mit Priestern. Und weigern sich, die vom Vatikan auferlegte kirchliche Gesetz zu befolgen. Sie wollen ihr Privatleben nicht mehr geheim halten. Viele plädieren für ein Aus des Pflichtzölibats.

Immer mehr Stimmen richten sich gegen den Zölibat und sorgen für Unruhe in der römisch-katholischen Kirche. Eine Umfrage unter Priestern, Gläubigen, Theologen und Bischöfen aus acht Ländern und drei Kontinenten hat ergeben, dass ein Großteil der Geistlichen den Zölibat nicht mehr befolgt. Die Befragten verurteilen die Heuchelei der Kirche, die über das Doppelleben von Priestern hinwegsieht und für den Leidensweg ihrer Familien verantwortlich ist. Im Hintergrund werden Fäden gezogen, um nicht noch mehr Priester zu verlieren: Betroffene berichten von Zwangsversetzungen, Ziehvätern, die Priesterkinder adoptieren, und Schweigegeld für Mütter. Im Klerus werden indes die Auswirkungen der unmoralischen Vorgehensweisen spürbar: Immer mehr Priester verlassen ihr Amt und wollen ihr Privatleben nicht mehr geheim halten. Obwohl das Risiko einer Exkommunikation droht, leben in Österreich etwa 350 Priester offen mit ihrer Familie zusammen. Priester, die wegen ihrer Ehe aus der Kirche ausgeschlossen wurden, gehen weiterhin ihren Aufgaben in der Gemeinde nach. Messen werden teils von Frauen gehalten.

Auch in Deutschland bleibt die Kirche nicht untätig – der deutsche Episkopat hat gegen den Willen Roms eine radikale Reform eingeführt: Laienpredigerinnen und -prediger können von nun an in der Kirche Gebete und Segen aussprechen.

Dieser Ruf nach Veränderung sorgt für eine Spaltung in der Kirche. Vom Vatikan enttäuscht, verlassen progressive Priester ihre Ämter, treten unabhängigen katholischen Gemeinden bei und haben dort die Möglichkeit, eine Familie zu gründen. Anfangs gab es solche Gemeinden vor allem in Afrika – mittlerweile verbreiten sie sich auf der ganzen Welt. Um die leeren Reihen des Klerus erneut zu füllen, schrecken die Diözesen nicht davor zurück, verheiratete Priester mit Kindern aus anderen christlichen Kirchen abzuwerben. Das Ganze führt zu einer gewissen „existenziellen Schizophrenie“ der Gläubigen und der Kirche, die sich laut Papst Franziskus bereits bei den Bischöfen bemerkbar macht.

Dokumentarfilm von Eric Colomer und Rémi Benichou (F 2021, 100 Min)
Video auf YouTube verfügbar bis 12/11/2022


Monday, August 29, 2022

German Cardinal Calls for Change in Church Teaching on Homosexuality

German Cardinal Reinhard Marx of Munich and Freising speaks in front of a rainbow flag during a service marking the 20th anniversary of the LGBTQ community at St. Paul's Church in Munich March 13, 2022. (CNS photo/Lukas Barth, Reuters)

NATIONAL CATHOLIC REPORTER: HAMBURG, GERMANY — Munich Cardinal Reinhard Marx has called for a change in Catholic teaching on homosexuality, reported the German Catholic news agency KNA.

"The catechism is not set in stone. One may also question what it says," Marx told the weekly magazine Stern in an interview published March 31.

"Homosexuality is not a sin. It corresponds to a Christian attitude when two people, regardless of gender, stand up for each other, in joy and sorrow," he said. The value of love was also shown in "not making the other person an object, not using him or her or humiliating him or her."

Marx added: "LGBTQ+ people are part of creation and loved by God, and we are called upon to stand against discrimination." He also said, "Those who threaten homosexuals and anyone else with hell have understood nothing."

Earlier in March, at a Mass celebrating the 20th anniversary of "queer services" in Munich, Marx apologized for the church's discrimination against homosexuals. In his sermon, the cardinal promoted an "inclusive church."

The cardinal told Stern that only 10 years ago he could not have imagined holding such a service. » | Catholic News Service | Thursday, March 31, 2022

Der Münchner Kardinal Marx will die katholische Kirche für queere Menschen öffnen: "Homosexualität ist keine Sünde": Er gilt als Vertrauter des Papstes und doch fordert er das Ende des Pflichtzölibats und der Ausgrenzung von Homosexuellen aus der Kirche. Ein Gespräch mit Kardinal Reinhard Marx. »

Friday, January 21, 2022

Hat Papst Benedikt XVI. gelogen? Die Zerknirschungsrhetorik der katholischen Kirche tönt immer hohler

NEUE ZÜRCHER ZEITUNG: Ein Gutachten über sexuellen Missbrauch im Bistum München wirft ein schlechtes Licht auf den emeritierten Papst. Mafiös anmutende Strukturen, in denen Loyalität wichtiger war als Recht und Moral, werden sichtbar.

Auch für einen Papst gilt die Unschuldsvermutung, doch schuldet er dem Kirchenvolk eine Erklärung: Benedikt XVI., hier am 24. September 2011 in Erfurt. | Carsten Koall / Getty

KOMMENTAR

Dass die katholische Kirche in Deutschland und anderswo auf der Welt von Missbrauchsskandalen erschüttert wird, ist für die Berichterstatter längst zu einer Routineangelegenheit geworden. Die Worte, deren sich die Hierarchen der Kirche bedienen, wenn wieder einmal bekannt wird, wie Bischöfe fehlbare Priester gedeckt haben, sind meist dieselben: Man gibt sich erschüttert, zeigt sich beschämt und gelobt Besserung. Fünf Studien über sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche hat es in Deutschland bereits gegeben. Das Versprechen, das jeweils darauf folgte, war immer dasselbe: jetzt aber endlich Erneuerung und Transparenz! » | Hansjörg Friedrich Müller, Berlin | Freitag, 21 Januar 2022

Die Lüge Benedikts: Ein Gutachten über sexuellen Missbrauch im Erzbistum München belastet den emeritierten Papst. Fragen wirft vor allem ein Sitzungsprotokoll aus dem Jahr 1980 auf. »

Benedict Faulted for Handling of Abuse Cases When He Was an Archbishop: A newly released report by a law firm said the former pope mishandled at least four cases of sexual abuse accusations in Germany. »

Friday, July 16, 2021

«Die Mehrheit der Priester im Vatikan ist schwul» | Sternstunde Religion | SRF Kultur

Mar 31, 2020 • Mit seiner These, wonach die Mehrheit der Prälaten, Bischöfe und Kardinäle des Vatikans schwul seien, generierte der französische Soziologe und Journalist Frédéric Martel im Frühling 2019 viel Aufmerksamkeit, aber auch Unverständnis.

Sein Buch «Sodom» erschien zeitgleich in acht Sprachen und Martel wurde in unzählige Talkshows eingeladen, doch der Vatikan hüllte sich in Schweigen. Wer sich in den 30er-, 40er- und 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts als junger Mann irgendwie anders – eben homosexuell – fühlte, fand in der römisch-katholischen Kirche eine Oase, so Martel in seinem Buch «Sodom»: Männer, die unter Männern leben, andere Kleidung tragen und singen, das wäre für viele die Rettung gewesen, die zudem noch von der Gesellschaft akzeptiert war.

Gegen aussen seien diese in der Regel sehr alten Männer nun homophob, gegen innen aber homophil. Dies führe zu einer gefährlichen Doppelmoral, einer Kultur des Schweigens, die die Skandale rund um die katholische Kirche sehr unglücklich begünstigt hätten.