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Thursday, August 06, 2026

Homophobie im Islam: Wie verbreitet ist das?

Aug 6, 2026 | Nach dem Anschlag auf den CSD in Berlin kommt schnell raus: Der Täter war als islamistischer Gefährder eingestuft. Laut Verfassungsschutz gibt es fast 29.000 Menschen in Deutschland mit einem sogenannten Islamismuspotenzial und 410 islamistische Gefährder. Sie alle eint unter anderem: Hass auf LGBTQ. Der Verfassungsschutz spricht von Queerfeindlichkeit als "fester Bestandteil aller islamistischen Ideologien".

In unserer Doku treffen wir Tugay, einen Ex-Salafisten. Er hatte sich dieser islamistischen Strömung angeschlossen, um sich von seiner Homosexualität zu heilen. Er sagt: Deutschland muss sich endlich gegen den Islamismus stellen - und auch gegen die Queerfeindlichkeit, die dahintersteckt.

Doch auch für viele andere Gläubige ohne islamistische Denkweisen passen Homosexualität und Islam nicht zusammen.

Wir fragen uns: Wie verbreitet ist Queerfeindlichkeit grundsätzlich unter Muslimen?


Sunday, August 02, 2026

Homosexualität wegbeten, geht das? Besuch in zwei Moscheen

Aug 2, 2026 | Der Anschlag auf den Berliner CSD hinterlässt eine Frage: Ist Homophobie ein Problem des Islam? Oder nur eines der Extremisten? Wir haben zwei Moscheen besucht. Bei Seyran Ateş hängen Pride-Flaggen im Gebetsraum. In der Khadija-Moschee dürfen Queere nicht Mitglied werden.

Ateş führt die einzige queerfreundliche Moschee in Deutschland. Der IS nannte sie in Chatgruppen als Anschlagsziel. Ihre These: Der Islam sei zwar friedlich, aber der Islamismus speise sich aus dem Islam. Imam Scharjil Khalid widerspricht. Im Islam gebe es keinen einzigen Anhaltspunkt für Extremismus. Eine Reportage.



In der Tat ist Islam queerfeindlich. Homophobie ist fest in der Religion verankert.

Homosexualität kann sicherlich nicht weggebeten werden. Zu glauben, dass Homosexualität weggebetet werden kann, kommt dem Glauben an die Zahnfee gleich! Man kann das Schwulsein genauso wenig wegbeten, wie man eine Änderung der Augenfarbe herbeibeten kann.

Gleichgeschlechtliche Anziehung ist etwas, mit dem man geboren wird. Kein noch so intensives Gebet kann das Wesen eines Menschen ändern. — © Mark Alexander

Wednesday, July 29, 2026

Muslim zur Islamismus-Debatte: „Ohne Deutschlands Toleranz würden wir noch in Hinterhöfen beten“

BERLINER ZEITUNG: Nach dem Anschlag beim CSD reicht Verurteilung allein nicht aus. Queerfeindlichkeit muss überall widersprochen werden. Ein Kommentar eines heterosexuellen Muslims.

Dieses Bild stammt aus diesem Artikel. | Betende in der Sehitlik-Moschee in Berlin-Neukölln. „Imame müssen widersprechen, wenn ‚schwul‘ als Beleidigung gebraucht wird.“ | © Liesa Johannssen/photothek.net

Vor einigen Jahren stand ich mit meinem Großvater vor der neu errichteten Zentralmoschee in Köln. Er war in den Siebzigerjahren als türkischer Gastarbeiter nach Deutschland gekommen und hatte seinen Lebensabend später wieder in seiner Heimat verbracht. Nun blickte er beeindruckt auf die Kuppel und die hohen Minarette dieses Gebäudes im Herzen einer deutschen Großstadt.

Ich klopfte ihm auf die Schulter. „Alles dank euch, Opa“, sagte ich. Mein Großvater wandte den Blick von der Moschee ab und sah mich an. Dann schüttelte er entschieden den Kopf. „Wir haben damit nichts zu tun, mein Junge.“ Er machte eine kurze Pause.

„Wenn die Deutschen nicht so tolerant gewesen wären, würden wir noch heute in Hinterhöfen beten.“ Dann sagte er einen Satz, dessen Bedeutung ich damals noch nicht verstand: „Vergiss nie, ihnen dafür zu danken.“ » | Mustafa Yöntem | Mittwoch, 29. Juli 2026

Nach CSD-Anschlag: Wegner fordert Islamunterricht an Schulen

BERLINER ZEITUNG: Der Regierende Bürgermeister sieht den Unterricht als sinnvolle Präventionsmaßnahme. Die CDU Berlin legt zudem ein Maßnahmenpaket auf den Tisch.

Dieses Foto stammt aus diesem Artikel der Berliner Zeitung. | Bei dem Anschlag auf den CSD Berlin wurde eine Frau getötet und 29 Menschen teils schwer verletzt. | © Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Berlins Regierender Bürgermeister hält Islamunterricht an Berlins Schulen als Präventionsmaßnahme gegen Radikalisierung für sinnvoll. Nach dem islamistisch motivierten Terroranschlag auf den CSD Wochenende, bei dem eine Frau getötet und 31 weitere Menschen teils schwer verletzt wurden, positioniert sich sich Kai Wegner (CDU).

Seine These lautet: Wer Religion an der staatlichen Schule lernt, gerät seltener an gefährliche Prediger. „Religionsunterricht an staatlichen Schulen könnte einen großen Teil dazu beitragen, Jugendliche vor solchen Beeinflussungen zu schützen. Dazu gehört, dass auch der Islamunterricht an Schulen stattfindet, der dadurch staatlicher Kontrolle unterliegen würde“, sagte Wegner. » | Eva Maria Braungart | Mittwoch, 29. Juli 2026

Was für ein Unsinn! Was für eine Absurdität! Was könnte man von einem solchen Lehrplan auch ernsthaft erwarten? Nicht die Schüler müssen etwas über den Islam lernen, um dem islamischen Terrorismus ein Ende zu setzen; vielmehr sind es die Terroristen und andere Muslime selbst, die lernen sollten, wie man in einer multikulturellen, weltoffenen und toleranten Gesellschaft lebt!

Es stimmt zwar, dass die Menschen im Westen viel zu wenig über den Islam wissen, und daran sollte etwas geändert werden. Man kann jedoch nicht erwarten, dass ein größeres Wissen über den Islam im Westen das Problem der Feindseligkeit gegenüber queeren Menschen innerhalb der muslimischen Gemeinschaft lösen wird. — © Mark Alexander

Die englische Version:

What nonsense! What an absurdity! What could one seriously expect from such a curriculum? It is not the students who need to learn about Islam in order to put an end to Islamic terrorism; rather, it is the terrorists and other Muslims themselves who should learn how to live in a multicultural, open-minded, and tolerant society!

While it is true that people in the West know far too little about Islam—and something should be done about that—one cannot expect that greater knowledge of Islam in the West will solve the problem of hostility toward queer people within the Muslim community. — © Mark Alexander

Eren Güvercin: „Queerfeindlichkeit ist eine Realität in muslimischen Communities“

July 28, 2026 | Mehrere muslimische Verbände verurteilten die tödliche Attacke auf dem CSD in Berlin. Der Zentralrat der Muslime sagte: Sollte es sich tatsächlich um eine islamistische Tat handeln, dann sei Religion für Hass und Gewalt missbraucht worden. Die liberal-muslimische Alhambra-Gesellschaft rief zu einer klaren Haltung gegen Islamismus auf. Dessen stellvertretender Vorsitzender Eren Güvercin ruft die deutsch-muslimische Community dazu auf, diesbezüglich kritischere Perspektiven zu entwickeln.

Wednesday, June 18, 2025

Hass auf queere Menschen: „Das Risiko steigt, angegriffen zu werden“

Jun 16, 2025 | Queere Menschen berichten von mehr Angriffen und fühlen sich zunehmend bedroht, so Beratungsstellen. Sie fordern deshalb mehr Solidarität mit der queeren Community und mehr Engagement – vor allem gegen Rechtsextremismus.

Monday, June 16, 2025

Pride Month: Queere Menschen zwischen CSD-Partys und zunehmender Bedrohung – Shortcut | DER SPIEGEL

Jun 16, 2025 | Im Pride Month feiert die queere Community bei CSD-Paraden ihre Freiheit und widersetzt sich dem Rechtsruck. Denn queeres Leben ist von Gewalt und Hetze bedroht. SPIEGEL-Redakteurin Juliane Löffler erklärt, warum CSD-Partys im Fokus stehen.

Friday, August 25, 2023

Wie schütze ich mein Kind vor Anfeindungen?

Queere Kinder

ZEIT ONLINE: Die 17-jährige Tochter unserer Autorin ist queer. Das macht sie zum Ziel von Hass und Bedrohungen. Ein persönlicher Essay über die Sorgen einer Mutter.

Elternsein heißt, sich Sorgen zu machen. Das beginnt mit der Geburt und hat kein Verfallsdatum: Dreht sich das Baby altersgemäß? Hat das Kita-Kind genügend Anschluss in seiner Gruppe? Wie finden wir die richtige Schule? Es geht immer so weiter. Und später, so dachte ich, kommen bei einem Mädchen all die Themen, die mit weiblichem Erwachsenwerden zu tun haben: Wie gelangt man nach einer Partynacht sicher nach Hause? Wie schützt man sich vor Belästigung und Übergriffen? Kurz: Wie erhält man sich als junge Frau die Freiheit, sich zu bewegen, wo, wie und wann man will, anzuziehen, was man will, ohne dadurch zur Zielscheibe zu werden? » | Ein Essay von Verena Carl | Freitag, 25. August 2023