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Monday, March 08, 2010

'Closet-Nazi' in Running for Austrian Presidency

THE TELEGRAPH: A far-Right candidate for Austria's presidential election has brought the country's dark past to the surface again, by denouncing a law banning Nazi groups and Holocaust denial.

Barbara Rosenkranz, a far-Right candidate for the upcoming Austrian presidential election. Photo: The Telegraph

Barbara Rosenkranz, 51, a regional leader of the Freedom Party (FPOe), looks likely to be the only candidate to run against the incumbent, President Heinz Fischer, on April 25.

But her comments supporting the scrapping of the tough prohibition law have renewed the debate about a heritage with which the country, which was under Nazi rule from 1938 to 1945, has never fully come to terms.

Austrian leaders and the press already fear for the country's image abroad.

Under the 1947 Verbotsgesetz law, anyone who seeks to set up a Nazi organisation, propagates Nazi ideology or denies Nazi crimes can be jailed for up to 20 years.

But Rosenkranz, a mother of 10 and the wife of an outspoken figure in Austria's far-Right scene, insists the law constitutes "an unnecessary restriction" and that, on the contrary, people should be allowed freedom of opinion.

In 2003, the European Court of Human Rights already allowed a journalist's description of her as a "closet-Nazi", noting that her attitude towards Nazism was ambiguous.

Such comments from a woman running for the country's highest office prompted scorching criticism from politicians of all colours, civil groups and the Catholic church.

Rosenkranz's own supporters did what they could to limit the damage.
"Somebody like this is not eligible for election," said Vienna's Archbishop Cardinal Christoph Schoenborn, while the Jewish community described her as "an embarrassment for Austria".

"Rosenkranz challenges the Republic's anti-Fascist foundation. That is unacceptable," added Norbert Darabos, the social democratic defence minister.

Meanwhile, Hans Dichand, publisher of the influential tabloid Kronen Zeitung, reversed his earlier position and urged Rosenkranz to "distance herself from all national socialist ideas", just days after he had called on voters to support her.

On Monday, Rosenkranz issued an affidavit saying, "I condemn outright the crimes of national socialism and categorically distance myself from the ideology of national socialism."

Nevertheless, she refused to answer journalists' questions on statements she had made last week in which she affirmed that denying the Holocaust came under "freedom of expression".

Last week, the leader of the FPOe, Heinz-Christian Strache, also attempted some damage control.

"Nobody in our party is talking about scrapping the prohibition law", he said. >>> Sim Sim Wissgott in Vienna for AFP | Monday, March 08, 2010

KRONEN ZEITUNG: Video anschauen – Barbara Rosenkranz distanziert sich von NS-Ideologie >>>

Barbara Rosenkranz distanziert sich von NS-Ideologie

KRONEN ZEITUNG: Präsidentschaftskandidatin Barbara Rosenkranz hat sich am Montagvormittag nach ihren umstrittenen Aussagen zum Verbotsgesetz öffentlich von der NS-Ideologie distanziert. In einer eidesstattlichen Erklärung beteuerte sie, "zu keinem Zeitpunkt die Grundwerte unserer Republik infrage gestellt" zu haben.

"So habe ich auch das Verbotsgesetz als Symbol für die Abgrenzung vom Nationalsozialismus niemals infrage gestellt und werde es auch nicht infrage stellen", sagte Rosenkranz in der eidesstattlichen Erklärung, zu der sie in der vergangenen Woche in einem "Krone"-Kommentar (siehe Infobox) aufgefordert worden war, weiter.

Die FPÖ-Kandidatin wies in ihrer Erklärung "jede Interpretation, dass ich dieses Gesetz abschaffen wolle, mit aller Entschiedenheit zurück. Für mich sind Demokratie, Freiheit und Menschenwürde die Fundamente meines Welt- und Menschenbildes und meiner politischen Arbeit. Ich verurteile daher aus Überzeugung die Verbrechen des Nationalsozialismus und distanziere mich entschieden von der Ideologie des Nationalsozialismus." "Sehr betroffen" über Wirbel über ihre Kandidatur >>> | Montag, 08. März 2010

Reaktionen: Rosenkranz-Erklärung "wertlos"

DIE PRESSE: Als "wertlos" und "Nicht-Erklärung" werten die anderen Parteien die eidesstattliche Erklärung der freiheitlichen Hofburg-Kandidatin, in der diese sich von der NS-Ideologie distanziert.

Die freiheitliche Kandidatin für die Hofburg-Wahl, Barbara Rosenkranz, hat sich am Montag mit einer eidesstattlichen Erklärung von der NS-Ideologie distanziert. Bei den anderen Parteien stößt ihre Erklärung durchwegs auf Ablehnung.

Klubchef Josef Cap vermisst im Gespräch mit Ö1 zwei Punkte: Erstens, Rosenkranz müsse ganz klar festhalten, dass sie nichts am Verbotsgesetz ändern will, auch nicht einzelne Paragraphen. Und zweitens, sie müsse eindeutig sagen, dass es während der Nazi-Zeit Gaskammern gegeben habe und dass sie dies verurteile. >>> APA/Red. | Montag, 08. März 2010

Sunday, January 25, 2009

Versöhnung als Affront: Papst unter heftiger Kritik

DIE PRESSE: Benedikt XVI. hat vier traditionalistische Bischöfe wieder in die katholische Kirche zurückgeholt und erntet dafür Kritik von Progressiven und Juden. Einer der vier Bischöfe soll den Holocaust leugnen.

Es sollte eine Geste der Versöhnung sein, ausgelöst hat sie eine Welle des Protests: Am Samstag gab der Vatikan bekannt, dass vier Bischöfe, die vor 21 Jahren exkommuniziert werden, wieder in die Kirche zurückgeholt werden. Die Anhänger des Erzbischofs Marcel Lefebvre waren ohne Genehmigung des Vatikan zu Bischöfen geweiht worden und haben nach dem Tod Lefebvres die traditionalistische Bruderschaft St. Pius X. (FSSPX) am Leben gehalten. Sie haben unter anderem Messen nach dem alten lateinischen Ritus gefordert und eine Öffnung der Kirche abgelehnt. Die Entscheidung von Papst Benedikt XVI. fällt genau 50 Jahre nach dem Zweiten Vatikanischen Konzils, bei dem das Ende des Tridentinischen (lateinischen) Ritus beschlossen wurde.

Die Versöhnung mit den Traditionalisten ist gelungen, aber die Reaktionen ließen nicht auf sich warten: Von jüdischer Seite wird scharf kritisiert, dass einer der vier Bischöfe, der Brite Richard Williamson, während eines Deutschland-Aufenthalts in einem Interview mit dem schwedischen Fernsehen geäußert hat: "Ich denke, dass 200.000 bis 300.000 Juden in den Konzentrationslagern gestorben sind, aber nicht ein einziger von ihnen in Gaskammern". Da Holocaust-Leugnung in Deutschland ein Offizialdelikt ist, hat die Staatsanwaltschaft Regensburg am Freitag ein Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung eingeleitet.

Auch die katholische Basisbewegung "Wir sind Kirche" kritisierte die Aufhebung der Exkommunikation als Zeichen für "die rückwärtsgewandte Ausrichtung des Pontifikats von Benedikt XVI.".Der Papst solle sich auch den Progressiven öffnen: "Wäre es nicht gerade jetzt an der Zeit, mit der zweiten Hand auch all jene heimzuholen, die mit Lehrverboten und Exkommunikation bestraft wurden, weil sie die gute Nachricht Jesu auch politisch-strukturell für die Armen dieser Welt einsetzen oder Frauen zu Priesterinnen weihen oder für Kondome zum Schutz vor Aids eintreten", fragt die Organisation, die in den 1990er Jahren Unterschriften von hunderttausenden österreichischen Katholiken für die Priesterschaft von Frauen und die Aufhebung des Zölibats gesammelt hat. >>> DiePresse.com | Sonntag, 25. Januar 2009

SUEDEUTSCHE.DE: "Ein abscheulicher Lügner"

Papst Benedikt XVI. hat die Exkommunikation von Richard Williamson aufgehoben. Der Holocaust-Leugner hatte erst am Mittwoch beteuert: "Ich glaube, dass es keine Gaskammern gegeben hat." Nicht nur Juden protestieren.

Ungeachtet jüdischer Proteste hat Papst Benedikt XVI. einen ehemaligen Bischof rehabilitiert, der den Holocaust leugnet. Wie der Vatikan am Samstag mitteilte, hob der Papst mit einem Dekret die Exkommunizierung von vier katholischen Bischöfen aus dem Jahr 1988 auf, die ohne Zustimmung des Vatikans geweiht worden waren.

Unter ihnen ist auch der Brite Richard Williamson, der wiederholt das volle Ausmaß des Völkermords an den Juden während des Nationalsozialismus leugnete. So hatte er zuletzt am Mittwoch im schwedischen Fernsehen gesagt: „Ich glaube, dass es keine Gaskammern gegeben hat.“ Zudem behauptete er, in den deutschen Konzentrationslagern seien nicht sechs Millionen Juden getötet worden, sondern lediglich bis zu 300.000. >>> Reuters/Woja | Samstag, 24. Januar 2009

The Dawning of a New Dark Age (Taschenbuch) – Deutschland & Österreich >>>
The Dawning of a New Dark Age (Gebundene Ausgabe) – Deutschland & Österreich >>>