Diese Dokumentation beleuchtet das Privatleben der Familie Himmler sowie die seltsame und oft verstörende Welt, die die Elite des NS-Regimes während des Zweiten Weltkrieges umgab.
Geboren als Margarete Boden im Deutschen Kaiserreich, arbeitete sie zunächst als Krankenschwester, bevor sie in den 1920er Jahren Heinrich Himmler kennenlernte.
Verbunden durch Antisemitismus, Nationalismus und ihre Verehrung für Adolf Hitler wurden die beiden Teil des inneren Machtzirkels von Nazi-Deutschland. Mit dem wachsenden Einfluss ihres Mannes versuchte Margarete, sich unter den Ehefrauen führender SS-Offiziere zu etablieren, wurde jedoch innerhalb der gesellschaftlichen Kreise des NS-Regimes häufig verspottet und abgelehnt.
Die Dokumentation begleitet Margarete Himmler durch den Aufstieg und den Zusammenbruch des Dritten Reiches, einschließlich ihrer Tätigkeit im Deutschen Roten Kreuz während des Zweiten Weltkrieges, ihrer Besuche in den Konzentrationslagern Dachau und Ravensbrück sowie ihrer Reaktion auf die Affäre ihres Mannes mit seiner Sekretärin Hedwig Potthast.
Außerdem untersucht der Film ihre private Korrespondenz, die einen tief verwurzelten Hass auf Juden und ihre unerschütterliche Unterstützung für Heinrich Himmler offenbart, selbst als Millionen Menschen unter dem von ihm mitgeschaffenen NS-System starben.
Anhand historischer Aufzeichnungen, Briefe, Zeugenaussagen und Dokumente aus der Kriegszeit untersucht diese Dokumentation die Beziehung zwischen Ideologie, Familienleben und Mitverantwortung innerhalb von Nazi-Deutschland. Sie verfolgt zudem Margarete Himmlers Leben nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches, einschließlich ihrer Verhaftung, ihrer Verhöre und ihrer Aussagen nach dem Krieg.