FRANKFURTER ALLGEMEINE: Vor der Roma Pride im Juni gibt es Streit. Mitmachen darf nur, wer den „Genozid in Gaza“ verurteilt. Jüdische Aktivisten beklagen Antisemitismus.
Der Ausschluss von Festwagen der jüdischen LGBTQ-Organisationen Keshet Italia (Regenbogen Italien) und Keshet Europa von der römischen Pride Parade am 20. Juni hat die Debatte um den wachsenden Antisemitismus in Italien neu befeuert. Zur Begründung des Ausschlusses der jüdischen Festwagen erklärten die Veranstalter von Roma Pride auf ihrer Facebook-Seite: „Jeder, der die Grundwerte unserer Bewegung und unserer Community teilt, kann sich uns auf der Straße anschließen. Die Teilnahme eines Festwagens an der Roma Pride setzt aber – unabhängig von der sexuellen Orientierung, Identität, Religion, ethnischen Zugehörigkeit oder Nationalität der Beteiligten – eine klare und unmissverständliche Verurteilung des vom israelischen Regime verübten Völkermords voraus.“ » | Von Matthias Rüb, Rom | Donnerstag, 28. Mai 2026
