TAGESSPIEGEL: Die Vorfälle in der spanischen Exklave haben den Regierungschef ins Zentrum gerückt. Innenpolitisch steckt er in einer Krise – und will sich vielleicht gerade deshalb außenpolitisch profilieren.
Ein Feindbild zu sein, ist für den spanischen Regierungschef Pedro Sánchez an sich nichts Neues. Zum Beispiel für US-Präsident Donald Trump, der Spanien als „hoffnungslosen Fall“ und „schrecklichen Partner“ bezeichnet. Oder für Israels Premierminister Benjamin Netanjahu, der Sánchez’ Haltung zum Nahostkonflikt „Heuchelei und Feindseligkeit“ nennt.
Für rechtsextreme Kräfte wiederum ist er für seine im europäischen Vergleich liberale Migrationspolitik ein ständiger Reizpunkt. Und genau hier nehmen die Ressentiments gegen Sánchez derzeit wieder zu. Diesmal kommen sie vor allem aus Europa. » | Von Laura Dahmer | Montag, 3. August 2026
