Sechs Monate nach Beginn des Krieges mit den USA und Israel gerät Irans Wirtschaft zunehmend unter Druck. Präsident Masoud Pezeshkian zufolge ist der Außenhandel infolge amerikanischer Sanktionen und der Blockade iranischer Häfen um fast 35 Prozent eingebrochen. Die jährliche Inflationsrate erreichte zuletzt 66 Prozent, berichtet Reuters. Dennoch signalisiert die Führung in Teheran weder militärisch noch politisch einen Rückzug.
Die Regierung bezeichnete die Bewältigung der wirtschaftlichen Belastungen durch Krieg und Sanktionen in einer über Staatsmedien verbreiteten Erklärung als zentrale Aufgabe. Genannt wurden der Kampf gegen die Inflation, die Stabilisierung der Märkte, die Schaffung von Arbeitsplätzen und Investitionen in die heimische Produktion. Zudem soll Iran schrittweise unabhängiger vom US-Dollar werden.
Auch der neue oberste Führer Ajatollah Mojtaba Khamenei forderte die Regierung schriftlich auf, sich ernsthaft mit Inflation, Arbeitslosigkeit und steigenden Lebenshaltungskosten zu befassen.
Öffentlich gesehen wurde er seit dem amerikanisch-israelischen Angriff vom 28. Februar nicht mehr. Dabei war sein Vater und Amtsvorgänger Ali Khamenei getötet worden. Mojtaba Khamenei soll bei dem Angriff verletzt worden sein. » | Sophie Barkey | Samstag, 29. August 2026
