Reza Pahlavi, der Sohn des letzten iranischen Schahs, hat die deutsche Bundesregierung wegen ihrer Haltung ihm gegenüber deutlich kritisiert. Es sei »eine Schande«, dass sie nicht mit ihm sprechen wolle, sagte Pahlavi bei einer Pressekonferenz in Berlin. Demokratische Regierungen sollten »mit den Menschen sprechen, die die Stimme der Stimmenlosen« seien. Auf der Pressekonferenz zählte er mehrere Beispiele von Gräueltaten des iranischen Regimes auf.
Die Bundesregierung lasse sich vom Regime in Teheran erpressen und spreche nicht mit ihm, kritisierte Pahlavi. Er rief in der Pressekonferenz mehrfach dazu auf, das klerikale System der Islamischen Republik zu stürzen. »Das Regime war nie so brüchig wie jetzt«, sagte er. Pahlavi warnte außerdem vor Vergeltung. Das Regime sei »eine verwundete Bestie«.
Es handele sich um einen »Krieg des Regimes gegen die Bürger von Iran«, sagte Pahlavi und beklagte, dass das Regime aufgrund der US-israelischen Angriffe versuche, sich als Opfer darzustellen. »Je früher dieses Regime verschwunden ist, desto eher wird auch der Konflikt enden«, betonte der Schah-Sohn. »Nicht durch Verhandlungen mit den Überresten dieses Regimes, sondern indem wir dem iranischen Volk helfen, dieses Regime zu überwinden.« » | Quelle: DIE ZEIT, dpa, Reuters, lgi , yer | Donnerstag, 23. April 2026
