Laut der Trendstudie „Jugend in Deutschland“ können sich 41 Prozent der 14- bis 29-Jährigen vorstellen, aus Deutschland auszuwandern. Ungefähr ein Fünftel spricht sogar von konkreten Auswanderungsplänen. In der Studie ist von einer Generation im „Dauerkrisenmodus“ die Rede. Als größte Sorgen nennen junge Menschen Krieg, Inflation, teuren Wohnraum, Spaltung der Gesellschaft, Trump als US-Präsident oder Klimawandel. Bei Wahlen und Umfragen zeigt sich: Der Trend geht weg von der politischen Mitte. Die Linke schneidet bei den Jungen am besten ab, dahinter folgt die AfD.
Fast die Hälfte hält es für unrealistisch, eine gute, bezahlbare Wohnung zu finden und fürchtet, sich die Miete in Zukunft nicht mehr leisten zu können. Viele Studierende und Auszubildende wohnen noch bei den Eltern. Immer mehr verschulden sich, Anfang 2026 waren es 23 Prozent. Dabei spielen Konsumschulden für Einkäufe auf Raten oder mit „Buy Now Pay Later“-Modellen die größte Rolle.
Fast ein Drittel der jungen Generation hat das Gefühl, wegen psychischer Belastung eine Behandlung zu benötigen. Ein weiteres verbreitetes Problem: Viele junge Menschen fühlen sich einsam – mehr als in allen anderen Altersgruppen und mehr als jemals zuvor. Allen anderen Altersgruppen etwas voraus haben die Jungen dagegen bei der Nutzung von Künstlicher Intelligenz. Die gehört für viele längst zum Alltag. Studien zeigen einen selbstbewussten, aber auch reflektierten Umgang mit KI.