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Tuesday, August 11, 2026

Benjamin Antoine: Kulturschock bei der Arbeit in Deutschland I Engländer erklärt

August 1, 2026


Es ist schon viele Jahre her, dass ich mich in einer ähnlichen Situation befand. Dennoch habe ich den Unterschied erlebt – und so habe ich ihn wahrgenommen:

Ich habe Deutsch in der Schweiz gelernt. Als ich dort in den späten siebziger und frühen achtziger Jahren arbeitete, war es im beruflichen Umfeld üblich, sich zu siezen und einander natürlich mit „Herr“ oder „Frau“ anzusprechen. Dies galt meist auch außerhalb der Arbeit; das informelle „Du“ war engen Freunden vorbehalten.

Später, nach meiner Zeit in der Schweiz, arbeitete ich wieder mit Amerikanern zusammen – ich war bereits vor meinem Aufenthalt in der Schweiz bei einem amerikanischen Unternehmen tätig gewesen –, und da lagen die Dinge natürlich ganz anders. Die Atmosphäre war viel lockerer. Doch gerade deshalb musste man im Umgang mit anderen deutlich vorsichtiger sein.

Ehrlich gesagt habe ich die formelle Schweizer Arbeitsweise bevorzugt. Die Anrede mit „Herr“ oder „Frau“ und dem Nachnamen gewährleistet ein gewisses Maß an gegenseitigem Respekt. Das informelle „Du“ hingegen verleitet andere oft dazu, Grenzen zu überschreiten und – als Folge davon – unangemessene Fragen zum Privatleben zu stellen, was wiederum zu Spannungen unter Kollegen führen kann.

Kurzum: Meiner Meinung nach ist die „altmodische“, formelle Vorgehensweise weitaus besser. — © Mark Alexander

Sunday, May 31, 2026

Constantin Schreiber – Gesellschaft: Sind wir in Deutschland besonders unfreundlich?

May 31, 2026 | Ist Deutschland ein besonders unfreundliches Land? Viele Menschen haben zumindest dieses Gefühl – sei es im Alltag, im Straßenverkehr, beim Einkaufen oder im Umgang mit Behörden. Oft entsteht der Eindruck, dass die Geduld abgenommen hat, der Ton rauer geworden ist und gegenseitige Rücksicht immer seltener wird. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob die Menschen tatsächlich unfreundlicher geworden sind oder ob Stress, Zeitdruck und gesellschaftliche Spannungen unsere Wahrnehmung beeinflussen. Denn Freundlichkeit zeigt sich nicht nur in großen Gesten, sondern oft in kleinen Dingen: einem Lächeln, einem Dankeschön oder etwas mehr Gelassenheit im Umgang miteinander. Wenn viele Menschen den Eindruck haben, dass das gesellschaftliche Klima kälter geworden ist, sollte diese Wahrnehmung ernst genommen werden. Die entscheidende Frage lautet deshalb: Wie können wir wieder zu mehr Freundlichkeit, Respekt und gegenseitiger Wertschätzung im Alltag finden?