Südkorea hat die Rückberufung seines Botschafters aus der Ukraine angekündigt. Wie die Nachrichtenagentur Yonhap am Donnerstag unter Berufung auf das Außenministerium berichtete, ist der Schritt eine Reaktion auf den Streit über die Überstellung zweier nordkoreanischer Kriegsgefangener. Seoul wirft Kiew vor, eine Vertraulichkeitsvereinbarung verletzt und deren Existenz anschließend bestritten zu haben.
Das Außenministerium erklärte, die Regierung hoffe auf eine Lösung der Differenzen und werde die Gespräche mit der ukrainischen Seite fortsetzen. Die Rückberufung von Botschafter Park Hee-chang folgt auf mehrtägige Warnungen Seouls, weitere Maßnahmen gegen die Ukraine zu ergreifen.
Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die Übergabe der beiden Soldaten öffentlich gemacht werden durfte. Südkorea verlangt eine Erklärung und eine Entschuldigung. Die ukrainische Seite hat eine entsprechende Geheimhaltungsvereinbarung bestritten. » | Sophie Barkey | Donnerstag, 8. Oktober 2026
