TAGESSPIEGEL: Die Amerikaner reden über allerhand Geschäftsideen als Anreize, damit Russland den Angriffskrieg gegen die Ukraine beendet. Dahinter steckt offenbar einer von Putins Männern für die große Show: Kirill Dmitrijew.
Mehr als viereinhalb Jahre, nachdem Russland die Ukraine überfallen hat, ist nach wie vor kein Kriegsende in Sicht. Allerdings haben die Amerikaner kurz vor den US-Zwischenwahlen ihre Gespräche mit der russischen Seite wieder intensiviert. Dabei geht es auch um lukrative Geschäfte nach Unterzeichnung eines Friedensvertrags. Die „Financial Times“ berichtet etwa von einer möglichen Zusammenarbeit amerikanischer und russischer Öl-Firmen auf Russlands rohstoffreicher Insel Sachalin und die Wiederaufnahme russischer Öl-Lieferungen durch Pipelines an Europa.
Putins Mann kennt Amerikas Vorlieben
Für die Amerikaner verhandeln der Immobilieninvestor Steve Witkoff sowie der Unternehmer und Trump-Schwiegersohn Jared Kushner. Ihr Gegenpart auf russischer Seite ist der Investmentbanker Kirill Dmitriev. Er studierte in den USA und arbeitete bei Goldman Sachs in New York, bevor er 2011 zum Leiter des staatlichen russischen Anlagefonds wurde. Dmitriev gilt als Vertrauter Putins. Er hat bei seinen zahlreichen Treffen offenbar ein gutes Verhältnis zu den US-Gesandten entwickelt. Laut der französischen Zeitung „Le Monde“ nutzt er es, um die Amerikaner von dem Deal „Frieden durch Geschäfte“ zu überzeugen. » | Von Tobias Mayer | Donnerstag, 29. Oktober 2026
