Tuesday, August 11, 2026

Unerwünschte Folgen der neuen Sicherheitsallianz: Ankara könnte in den Iran-Konflikt gezogen werden

TAGESSPIEGEL: Saudi-Arabien, Pakistan und die Türkei haben einen neuen Beistandspakt geschlossen. Er soll den Iran beeindrucken. Aber er birgt auch Risiken für die drei Länder.

Wenn es nach den drei Vertragsstaaten geht, liegt die Bedeutung des neuen Verteidigungsbündnisses vorrangig in seiner Abschreckungswirkung: Die reiche Ölmonarchie der Saudis hat sich mit der islamischen Atommacht Pakistan und der militärisch schlagkräftigen Türkei zusammengetan.

Die Dreier-Allianz, die am Freitag im saudischen Mekka geschlossen wurde, ergänzt den saudisch-pakistanischen Beistandspakt aus dem vergangenen Jahr. Spitzenpolitiker der drei Länder bemühen sich denn auch, den defensiven Charakter der Allianz herauszustreichen.

Die beteiligten Staaten hätten kein Land als Angriffsziel im Visier, beteuerte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan nach der Gründungszeremonie. Allerdings kann der schiitisch geprägte Iran dieses aus drei großen sunnitischen Nationen gebildete Bündnis durchaus als feindselig betrachten.

Zunächst einmal zeigt die regionale Initiative, dass die muslimischen Verbündeten des Westens im Nahen Osten nicht mehr daran glauben, dass die USA sie im Ernstfall schützen werden. » | Von Susanne Güsten | Dienstag, 11. August 2026