Saturday, July 18, 2026

Eskalation im Nahen Osten: Warum sich die Welt jetzt auf einen langen Krieg einstellen sollte

BERLINER ZEITUNG: Sieben Nächte Bomben gegen Iran. Teheran schlägt zurück – in Kuwait, Bahrain, Syrien. Doch Trumps größter Gegner könnte er selbst sein. Eine Analyse.

Sieben Nächte in Folge bombardieren die USA den Iran. Teheran schlägt gegen US-Verbündete am Golf zurück. Brücken, Stromnetze, Entsalzungsanlagen – die Ziele werden ziviler, die Spirale der Gewalt dreht sich schneller. US-Präsident Donald Trump verspricht einen baldigen Sieg. Doch die Fakten lassen ein anderes Bild erkennen: Der Handlungsspielraum der US-Regierung wird enger, die Folgen werden für die Menschen in den USA spürbarer – von den Bürgern im Iran ganz zu schweigen.

Was als Operation zur Sicherung der Straße von Hormus begann, hat sich innerhalb einer Woche zu einem regionalen Infrastrukturkrieg ausgeweitet. Wie US-Medien übereinstimmend berichten, greifen die USA inzwischen Brücken, Eisenbahnknotenpunkte, Energieanlagen und Flughäfen im Iran an.

Teheran antwortet mit Raketenangriffen auf Kuwait, Bahrain, Katar, Jordanien und Oman – und übernimmt die Verantwortung für Angriffe auf US-Stellungen in Syrien. Die Waffenstillstandsvereinbarung ist gescheitert. Diplomatie findet praktisch nicht mehr statt. » | Harald Neuber | Samstag, 18. Juli 2026

„Man fühlt sich unweigerlich an die alte Weisheit erinnert, dass man in einem Loch zuerst das Graben einstellen sollte, bevor man nach Rettung sucht. Meines Erachtens sollte man diesen Krieg möglichst bald beenden.“ — © Mark Alexander