BERLINER ZEITUNG: Der Angriff der USA und Israels zieht immer weitere Länder in den Krieg. Das Geschehen rückt gefährlich nahe an Europa heran.
Am Sonntagmorgen war der Himmel über der iranischen Hauptstadt Teheran von schwarzen Rauchwolken verhüllt. Ein Reporter zeigte auf CNN, dass es Öl geregnet hatte. Die USA und Israel hatten laut der Times of Israel in der Nacht fünf Ölanlagen in und um die iranische Hauptstadt angegriffen. Es wurden vier Menschen getötet, wie ein Regierungsvertreter dem staatlichen Fernsehen mitteilte. Videoaufnahmen zeigten Feuer- und Rauchsäulen. Es war zum ersten Mal zu sehen, dass eine zivile Industrieanlage in diesem Konflikt Ziel eines amerikanisch-israelischen Angriffs wurde.
Die Eskalation zeigt: Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump ist entschlossen, den Krieg nicht nur fortzusetzen, sondern auszuweiten. Trumps Rhetorik hat längst alle Anklänge an Diplomatie eingestellt. Der Oberkommandierende der größten Streitmacht der Welt will offenbar die Welt neu ordnen – mit Mitteln des Krieges.
Brutale Rhetorik
Seit Wochen bedienen sich Trump, Verteidigungsminister Pete Hegseth, Außenminister Marco Rubio und Finanzminister Scott Bessent eines ausschließlich bellizistischen, aggressiven und extrem vulgären Vokabulars. Selbst Trumps „Unterhändler“ Steve Witkoff, der bisher die Rolle der Vermittlers mimte, ließ am Samstag nach der Überstellung der ersten toten amerikanischen Soldaten seine Maske fallen, grinste hinter dem Präsidenten stehend unaufhörlich und äußerte sich unflätig über die iranischen Verhandler. » | Michael Maier | Sonntag, 8. März 2026