Rund 300.000 Menschen sind am Samstag beim Christopher Street Day (CSD) durch die Hamburger Innenstadt gezogen. Sowohl der Veranstalter Hamburg Pride als auch die Polizei nannten diese Zahl. Laut Hamburg Pride handelt es sich um die höchste Teilnehmerzahl, die jemals bei einer CSD-Demonstration in der Hansestadt erreicht wurde. Im vergangenen Jahr waren nach Polizeiangaben etwa 260.000 Menschen gezählt worden, erwartet worden waren diesmal ursprünglich rund 250.000 Teilnehmer.
Gedenkminute für die Opfer von Berlin
Die Kundgebung stand unter dem Motto „Solidarisch queer. Haltung zeigen - für eine Zukunft ohne Angst“. Zum Auftakt der Demonstration hielten die Teilnehmer eine Gedenkminute für die Opfer des Anschlags beim Berliner CSD ab. Die Veranstalter aus Berlin nahmen mit einem eigenen Truck an der Demonstration in Hamburg teil, an dem ein Banner mit der Aufschrift „We will dance again“ (Wir werden wieder tanzen) angebracht war. Auch Berlins Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) war vor Ort. Nach dem Anschlag „geht es jetzt darum, an der Seite der queeren Community zu stehen“, erklärte sie. „Der Anschlag darf nicht dazu führen, dass sich queere Menschen aus Angst zurückziehen oder weniger sichtbar werden.“ » | Stephanie Lehner | Sonntag, 2. August 2026
