Tuesday, February 10, 2026

Kuba steht still: Treibstoffkrise legt Verkehr, Kliniken und Alltag lahm

BERLINER ZEITUNG: Ausbleibende Öllieferungen und verschärfter US-Druck treiben Kuba in eine historische Krise. Nach Jahren der Knappheit geraten Stromversorgung, Nahverkehr und Gesundheitswesen an ihre Grenzen.

Kuba steckt in einer sich dramatisch zuspitzenden Energie- und Versorgungskrise. Auslöser ist vor allem der wachsende Druck der Vereinigten Staaten, der die Insel weitgehend von Öllieferungen aus dem Ausland abgeschnitten hat. Besonders der Ausfall von Lieferungen aus Venezuela hat dazu geführt, dass es an Treibstoff für Stromerzeugung, Transport und Industrie fehlt.

Die Regierung in Havanna reagiert mit landesweiten Rationierungen: Gesundheitsversorgung, Nahverkehr und Bildungsangebote werden eingeschränkt, selbst der internationale Flugverkehr ist betroffen. Andere mögliche Lieferanten sind bislang kaum eingesprungen. Algerien und Russland liefern seit dem vergangenen Jahr keine nennenswerten Mengen mehr. Damit verschärft sich eine ohnehin historische Krise weiter – das Leben der Bevölkerung, seit Jahren von Mangel geprägt, wird von Woche zu Woche spürbar bedrohlicher. » | Alexander Schmalz | Dienstag, 10. Februar 2026