BERLINER ZEITUNG: Der US-Präsident behauptet, die Verbündeten hätten sich von der Frontlinie in Afghanistan ferngehalten. Britische Politiker und Veteranen widersprechen scharf.
US-Präsident Donald Trump hat mit Äußerungen über den Einsatz von Nato-Truppen in Afghanistan heftige Kritik aus Großbritannien auf sich gezogen. In einem Interview mit Fox News erklärte Trump, er sei sich nicht sicher, ob das Militärbündnis die USA unterstützen würde, falls diese jemals Hilfe benötigten. Die Nato-Partner hätten zwar Truppen nach Afghanistan geschickt, diese seien jedoch „etwas zurückgeblieben, etwas abseits der Frontlinien“ gewesen.
Der britische Streitkräfteminister Al Carns, selbst Afghanistan-Veteran, bezeichnete die Aussagen als „völlig lächerlich“. Die Welt habe sich nach den Anschlägen vom 11. September 2001 hinter die USA gestellt, erklärte er in einem auf X veröffentlichten Video. Oppositionsführerin Kemi Badenoch von den Konservativen nannte Trumps Behauptung „kompletten Unsinn“. Britische, kanadische und Nato-Truppen hätten 20 Jahre lang an der Seite der USA gekämpft und seien gefallen. » | Sophie Barkey | Freitag, 23. Januar 2026